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Weißdorn - Die Pflanze für das Herz

Prof. Dietrich Grönemeyer über die Heilpflanze

Warum und wofür Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer Weißdorn empfiehlt

Weißdorn als pflanzliche Beimischung eines Medikamentes gegen Kreislaufstörungen kenne ich bereits aus meiner Jugend. Wegen häufiger Schwindelattacken in der Schule wurde ich wegen „Kreislaufstörungen“ im Krankenhaus stationär untersucht. Ich war kerngesund, nur mein Blutdruck war niedrig (bis heute) und sackte zwischendurch ziemlich ab. Deshalb wurden mir von meinem lieben Hausarzt einige Weißdorn-Tropfen täglich verschrieben, die allerdings ekelig schmeckten. Ich nahm sie widerwillig einige Zeit ein. Danach brauchte ich sie zum Glück nie wieder.

Weißdorn stärkt die Herzaktivität. Insbesondere die Wirkung bei Herzinsuffizienz (Herzschwäche) in den Stadien I und II ist laut NYHA (New York Heart Association) durch zahlreiche Studien nachgewiesen. Auch die Kommission E des Bundesinstituts für Arzneimittel und Medizinprodukte erkennt seine Wirkung an. Die Herzinsuffizienz zählt zu den zehn häufigsten Todesursachen in Deutschland. Wenn das Herz weniger stark pumpt, versorgt es Organe und Gewebe schlechter mit Blut. Die Zellen bekommen weniger Nährstoffe und Sauerstoff, außerdem werden Abfallstoffe der Zellen langsamer abtransportiert. Leitsymptome einer Herzinsuffizienz sind Atemnot, allgemeine Erschöpfung und übermäßige Erschöpfung nach Belastung, Ödeme in den Beinen, vermehrt nächtlicher Husten und Wasserlassen. Weißdorn kann ein sogenanntes „schwaches Herz“ unterstützen. Die Heilpflanze verbessert die Kraft des Herzmuskels und stärkt die Barriere der Blutgefäße. Dadurch gelangt weniger Flüssigkeit unkontrolliert aus dem Blut in das Gewebe und der Bildung von Ödemen wird vorgebeugt. Auch leichte Rhythmusstörungen scheinen von seiner Wirkung zu profitieren.

In den Blüten und Blättern des Weißdorns (Crataegus monogyna und Crataegus laevigata) stecken mehrere Wirkstoffe. Als wirksamkeitsbestimmende Stoffe der Heilpflanze gelten die Flavonoide und die oligomeren Procyanidine. Viele Patient:innen berichten, dass Weißdorn ihre Lebensqualität gesteigert hat und sie die Dosierung von Medikamenten anderer Herz-Kreislauf-Symptome herabsetzen konnten. Ob Weißdorn die Lebenszeit von Menschen mit Herzinsuffizienz verlängern kann, dazu gibt es bislang keine aussagekräftigen Studien. In der Schulmedizin ist die alleinige Therapie mit Weißdorn in der Behandlung von Herzerkrankungen umstritten und wird in Einzelfällen ergänzend genutzt. Die Blüten und Blätter des Weißdorns können als Teeaufguss verwendet werden. Ebenso sind Fertigarzneimittel zu empfehlen, da sie einen verlässlichen Wirkstoffgehalt besitzen. Üblich sind Tabletten, aber es gibt Weißdorn auch als Tinktur oder Presssaft. Die Anwendung muss mindestens sechs Wochen erfolgen. Bitte immer mit dem Arzt oder Ärztin des Vertrauens absprechen. Im Vergleich zu synthetischen Mitteln gilt Weißdorn als gut verträglich. Nebenwirkungen sind selten. Sie umfassen Übelkeit, Erbrechen, Müdigkeit, Schwindel oder Schwitzen.

Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer ist emeritierter Lehrstuhlinhaber für Radiologie und Mikrotherapie der Universität Witten / Herdecke und Verfechter einer wissenschaftlich begründeten ganzheitlichen Medizin.

Wichtig: Gebt acht auf euer Herz! Wenn Ihr Herzprobleme habt, geht bitte immer zu einem Arzt, der die richtige Diagnose stellen kann und eine Therapie mit Euch zusammen erstellt.

Traditionell wird Weißdorn noch bei vielen anderen Herzbeschwerden eingesetzt, etwa bei

  • Blutdruckerkrankungen
  • Herzneurosen
  • Herzrhythmusstörungen
  • Herz-Kreislauf-Beschwerden
  • Vorbeugung von Arteriosklerose

Zum Weiterlesen

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