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Die spinnen doch

Umwelt-Monitoring mit hilfe von Spinnennetzen

Von wegen! Die Wissenschaftler:innen der Carl von Ossietzky-Universität Oldenburg meinen es ganz ernst: Sie zählen auf ihre achtbeinigen Forschungs-Helferinnen, die überall ihre kunstvollen Spinnennetze hinterlassen. In deren klebrigen Fäden verfangen sich eben nicht nur Fliegen und andere Insekten, sondern auch Schwebstoffe, Reifenabrieb und Mikro-Plastikteilchen. Für ihre Studie untersuchten sie Spinnennetze entlang unterschiedlich befahrener Straßen. Das Ergebnis: Alle Spinnennetze waren mit Mikroplastik verunreinigt. Bei manchen machte der Mikroplastikanteil sogar gut ein Zehntel des Gesamtgewichts des Netzes aus. Den Forscher:innen zufolge ist diese „spinnerte“ Methode deshalb eine einfache und kostengünstige Alternative des Umwelt-Monitoring zu aufwändigen Messungen.

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