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Schön mit gutem Gewissen

Bei Beauty-Produkten auf Nachhaltigkeit achten

Stand: 10.03.2022

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Etwas für die Schönheit tun und beim Einkauf von Beauty-Produkten auf Nachhaltigkeit achten – das schließt sich nicht aus, schon gar nicht im Reformhaus®. Wir zeigen, was Hersteller von Naturkosmetik tun und geben nachhaltige Tipps für Ihre Pflege.

So natürlich wie möglich lautet das Credo von Reformhaus®. Und Nachhaltigkeit ist mittlerweile essenziell für die DNA von Unternehmen, die Naturkosmetik für das Reformhaus® herstellen. Denn Studien zeigen, dass Nachhaltigkeit das drittwichtigste Kaufkriterium bei Kosmetikprodukten ist, nach Qualität und Preis-Leistungs-Verhältnis. Am besten sollten die Produkte klimaneutral hergestellt werden und selbstverständlich frei von Tierversuchen sowie Mikroplastik sein. Aufgepasst! Da der Begriff „Naturkosmetik“ nicht geschützt ist, sollten KonsumentInnen auf zertifizierte Naturkosmetiksiegel achten, wie das neuform® Qualitätszeichen, das NATRUE oder COSMOS Siegel. Die neuform® zertifizierten Naturkosmetik-Produkte im Reformhaus® erfüllen die höchsten im Markt vorhandenen Anforderungen. So garantieren die neuform® Qualitätsrichtlinien u. a., dass nur ausgewählte naturbelassene Rohstoffe, nach Verfügbarkeit in Bio-Qualität, verwendet werden. Chemisch-synthetische Stoffe wie Konservierungs-, Duft- und Farbstoffe, gentechnisch veränderte Substanzen, Mikroplastik, Nanopartikel und Stoffe vom toten Tier sind tabu. Und neuform® zertifizierte Naturkosmetik wurde natürlich nicht in Tierversuchen getestet.

Wer mit Nachhaltigkeit wirbt, muss sagen, was genau er meint, denn sie hat viele Facetten. Hersteller für Reformhaus® Produkte arbeiten täglich daran, noch nachhaltiger zu produzieren – sei es bei der Reduktion von Verpackungsmaterial, der Schonung von Ressourcen oder der Förderung von sozialen und ökologischen Projekten auf der ganzen Welt. Wir stellen Ihnen einige der Initiativen vor.

Im Einklang mit der Natur


In der Heidelberger Naturkosmetikmanufaktur ARYA LAYA gibt es mehrere Ansatzpunkte. „Wir wählen unsere Rohstoffe nach dem Prinzip aus: So viel Natur wie möglich, so wenig Abwandlung wie nötig“, erklärt Dr. Dieter Schmalz, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter M.E.G. Gottlieb Diaderma Haus, in dem die zertifizierte Naturkosmetik von ARYA LAYA exklusiv für Reformhaus® entsteht. Sind qualitativ hochwertige Naturkosmetik-Rohstoffe regional erhältlich, wird diesen der Vorzug gegeben. Viele Pflanzen in der Naturkosmetik von ARYA LAYA kommen aber zwangsläufig aus anderen Gebieten. „Gerade bei Rohstoffen, die wir aus weiter entfernten Regionen beziehen müssen, ist es wichtig zu wissen, dass dort kein Raubbau mit der Natur betrieben wird, um diese Rohstoffe zu gewinnen“, erläutert Dr. Schmalz. Zusammen mit den Lieferanten werden sozioökologische Projekte gefördert, wie z. B. bei der Gewinnung von Paradiesnussöl in Kolumbien. Der Baumbestand und damit die Biodiversität bleiben erhalten – keine Bäume werden abgeholzt – und die Menschen bekommen ein sicheres Einkommen durch das Sammeln und Bearbeiten der Nüsse.

Ein weiteres sozioökologisches Projekt ist der Einsatz von UEBT zertifizierter Sheabutter. UEBT steht für Union for Ethical Bio Trade, eine gemeinnützige Gemeinschaft, die das ethische Handeln mit natürlichen Ressourcen fördert. Eine UEBT Zertifizierung zeigt, dass das Produkt respektvoll gegenüber Menschen, unter Achtung der Eingeborenen-Rechte, und Natur geschaffen worden ist. „Auch unser Arganöl aus Marokko“, so Dr. Schmalz, „wird schonend für den Arganbaumbestand und größtenteils in Handarbeit gewonnen.“

Für ein positives Miteinander

Auch für PRIMAVERA, den Aromatherapie- und Naturkosmetik-Hersteller aus dem Allgäu, bedeutet Nachhaltigkeit verantwortliches Handeln auf allen Ebenen: Den Erhalt des ökologischen Gleichgewichts, die Sicherung fairer Arbeitsverhältnisse und soziales Engagement. Das Motto: Nur ein positives Miteinander mit der Natur und mit den Menschen trägt dauerhaft Früchte. Persönliche Kontakte zu Bio-Anbaupartnern in aller Welt werden gepflegt, um Rohstoffe bester Qualität für die Entwicklung der naturreinen Aromatherapie-Produkte zu erhalten und zugleich die Menschen vor Ort zu unterstützen.

Mission 2025


Die Naturkosmetik-Firma Annemarie Börlind hat sich mit ihrer Nachhaltigkeitsstrategie „Mission 2025“ vier große Ziele vorgenommen, die sie bis 2025 umsetzen möchte: Reduce Carbon, Reduce Waste, Protect People, Protect Nature. Damit möchte Börlind einen Beitrag zur Erreichung aller 17 Ziele der Vereinten Nationen für eine nachhaltige Entwicklung leisten. Das Projekt „Marulaöl aus Namibia“ ist eines ihrer erst neu initiierten sozialen und ökologischen Projekte der Nachhaltigkeitsstrategie  Mission 2025“. In Afrika wird das Marulaöl schon seit Jahrhunderten für die Körperpflege verwendet. Es ist auch bekannt als „Elixier der Jugend“, da es die Haut mit seinem hohen Anteil an essenziellen Fettsäuren nährt und wunderbar geschmeidig macht. Das wertvolle Öl enthält sogar 60% mehr Antioxidantien als das beliebte Arganöl! Mit dem Projekt von Börlind wird die traditionelle Arbeit von 1.500 afrikanischen Frauen unterstützt.

Mānuka Health – mehr als nur Honig

2025 ist auch für das Unternehmen Mānuka Health eine bedeutende Jahreszahl. Um der Natur etwas zurückzugeben, hat sich Mānuka Health bis 2025 dazu verpflichtet, 5 Millionen Mānuka Pflanzen in Neuseeland anzupflanzen. Was ist an ihr so besonders? Die wildwachsende Mānuka-Pflanze war das Allheilmittel der Maori. Ihr wertvoller Nektar, das Harz und der gewonnene Honig sind die Basis und der Erfolg von Mānuka Health. Die Firma arbeitet sehr eng mit Landbesitzern sowie Imkern vor Ort zusammen und besitzt darüber hinaus auch über 20.000 eigene Bienenstöcke. So wird sichergestellt, dass die Bienenvölker optimal versorgt und gehalten werden. In der pflegenden Creme von Mānuka Health wirkt der neuseeländische Honig hautberuhigend und nährend.

Verpackung? Bitte nachhaltig!

Die Tuben der Mānuka Health Cremes bestehen z. B. aus BioPolymer mit mindestens 96% biobasiertem Anteil. Wie kann Zuckerrohr-Plastik nachhaltig sein? Während des Wachstums entzieht Zuckerrohr der Atmosphäre Kohlendioxid. Deshalb verkleinert Kunststoff auf Zuckerrohrbasis den CO2-Fußabdruck. Außerdem ist die Ernte von Zuckerrohr bereits nach 9 Monaten sowie mehrfach möglich.

Wo immer möglich: regionaler Einkauf 

Die nachhaltige Optimierung der Kosmetik-Verpackungen ist nicht nur bei Mānuka Health ein Thema. So sind etwa der neue allround balm von Santaverde und auch das enzyme peeling powder der Firma in einem 100% kompostierbaren Tiegel verpackt. Die neuen Santaverde collagen drops & probiotic drops, die Ende April erscheinen werden, bekommen eine nachhaltigere Pipette. Auch das extra rich beauty elixir sowie das age protect oil werden mit der innovativen Pipette ausgestattet, die, neben der Materialeinsparung, 30% Recycling-PP enthält und drops sowie Öle besser dosierbar machen soll. Bei der Santaverde age protect Pflegeserie gibt es weitere Neuigkeiten: Die Produkte werden in diesem Frühjahr in einem frischen Design erscheinen. Der Umwelt zuliebe wird auf die bisherige Silberprägung der Faltschachtel verzichtet. Der Spender sowie das Serum werden nun für eine bessere Recycling-Fähigkeit aus 100% Monomaterial hergestellt, anstelle des bisher verwendeten Material-Mixes. Das Monomaterial hat einen Recycling-Anteil von über 40%.

Bei ARYA LAYA hat die Verbesserung des CO2-Footprints ebenfalls Priorität. Die Umstellung auf Ökostrom sowie Materialeinsparungen waren ein erster wichtiger Schritt. „Den größten Teil unseres Verpackungsmaterials kaufen wir in erster Linie regional ein, statt es trotz günstigerer Preise um die halbe Welt zu fliegen oder zu schippern“, erklärt Dr. Schmalz. „Das Glas kommt zum Beispiel aus dem Bayerischen Wald und nicht aus Indien, woher wir es trotz höherer Logistikkosten deutlich billiger bekommen würden.“

Gefragt sind innovative Lösungen

Wenn auf Konservierungsstoffe verzichtet wird, ist nicht jede Verpackung gleichermaßen gut geeignet. Die Airless Dispenser mit patentiertem Pumpsystem von Alsiroyal® sind exakt auf die besonderen Formulierungen der Naturkosmetik-Produkte abgestimmt: Sie dienen dazu, das Produkt optimal zu schützen, die hohe Qualität zu bewahren und bei Verzicht auf Konservierungsstoffe eine möglichst lange Haltbarkeit zu erreichen. Noch in diesem Jahr wird das Unternehmen seine Airless Dispenser auf Kunststoff umstellen, der komplett recycelbar ist. Übrigens: Um lange Transportwege zu sparen, werden alle Spender in Deutschland hergestellt. Die Wiederverwendung von Verpackungen reduziert Müllberge und schützt das Klima. Deswegen setzt der Naturkosmetik-Hersteller Dr. Hauschka, wo immer es geht, auf Recycling-Materialien. Und auf Verpackungen, die dank ihres Designs möglichst lange im Kreislauf bleiben. Die Alu-Tuben der Kosmetikprodukte werden auf 100% Recycling-Material aus Industrieabfällen umgestellt. So spart das Unternehmen 95% Energie und damit Hunderte Tonnen an CO2 und Millionen Liter Wasser ein. 

Nachhaltigkeit verpflichtet

Was bei Tuben und Tiegeln funktioniert, wird bei manchen Naturkosmetik-Herstellern auch im Großen umgesetzt. Denn: „Nachhaltigkeit funktioniert am besten, wenn jeder, im privaten und beruflichen Bereich, so viel wie möglich dazu beiträgt. Mit dem Ziel, nicht nur effizienter, sondern vor allem ökologischer arbeiten zu können“, so Marc Specht, Geschäftsführender Gesellschafter der Alsitan GmbH, „haben wir uns 2010 ganz bewusst für ein neues zeitgemäßes Firmengebäude nach Passivhaus-Standard entschieden. Um die Verwendung von fossilen Rohstoffen bei der Beheizung und Kühlung des Gebäudes zu vermeiden, nutzen wir die freiwerdende Energie aus passiven Quellen über Wärmepumpen. Mit dieser für den Industriebau zum damaligen Zeitpunkt ungewöhnlichen Technik wurde ein Stück weit Pionierarbeit geleistet. Hinzu kommt unser Ökostrom aus der Region. Er stammt zu 100% aus dem unter Denkmalschutz stehenden Schöngeisinger Wasserkraftwerk an der nahegelegenen Amper. Dieses besondere Kraftwerk liefert seit über 120 Jahren erneuerbare Energie.“

5 Tipps für ein nachhaltiges Pflege-Erlebnis

 

1. Pflanzenwasser meets Pflegeöl
So optimieren Sie das Pflegeergebnis: 100% naturreine Pflanzenwässer und kalt gepresste Pflegeöle von PRIMAVERA sind hochwertige Naturprodukte aus kontrolliert-biologischen Rohstoffen, die, nacheinander angewendet, für ein angenehmes und gepflegtes Hautgefühl sorgen. Bio-Pflanzenwässer eignen sich z. B. als Gesichtswasser, Rasierwasser und erfrischendes Körperspray. Sie können Rötungen mildern, die Haut tonisieren und für Entspannung sorgen (z. B. Primavera Rosenwasser bio, Orangenblütenwasser bio). Anschließend geben Sie ein Bio Pflegeöl auf die noch feuchte Haut, so können die wertvollen Inhaltsstoffe wirken und die schützende Hautbarriere stärken (z. B. Primavera Mandelöl bio; Wildrosenöl bio; Jojobaöl bio, Arganöl bio).

2. Ist noch schwarzer Tee da? 
Bevor Sie ihn weggießen, nutzen Sie ihn lieber sinnvoll für Ihre Haut und tunken eine Kompresse in den schwarzen Tee. Seine enthaltenen Gerbstoffe wirken entzündungshemmend und können sogar Juckreiz bei Neurodermitis lindern. Als Augenkompresse hilft er bei geschwollenen Lidern und Tränensäcken.

3. Aus Kaffeesatz ein pflegendes Peeling zaubern
Alles für die Tonne? Nö! Kaffeesatz enthält wertvolle Mineralien und Koffein, dass die Haut straffen kann. Für ein Gesichtspeeling vermengen Sie 1 TL frischen oder getrockneten Kaffeesatz mit 1 TL Mandel- oder Jojobaöl. Das Peeling gut einmassieren, kurz einwirken lassen und abspülen. Wer etwas gezielt gegen Cellulite tun möchte, erhöht den Peeling-Effekt und mischt 1 EL Kaffeesatz mit 1 TL braunem Rohrzucker und 2 TL Öl. Kreisend einmassieren, kurz einwirken lassen und anschließend abduschen.

4. Avocado-Fans aufgepasst!
Beim Kochen ist etwas Avocado übriggeblieben? Prima! Aus dem kleinen Rest der Superfrucht lässt sich wunderbar eine Gesichtsmaske für trockene Haut herstellen. Sie brauchen: 2 TL Fruchtfleisch einer reifen Avocado, 1 TL flüssigen Honig, einen halben TL Apfelessig oder Zitrone, 1 EL kalt gepresstes Olivenöl, 1 Eigelb. So geht’s: Das Fruchtfleisch gut pürieren, mit Honig und Apfelessig (oder Zitrone) vermischen, das Eigelb schaumig schlagen und unter die Masse geben. Unter ständigem Rühren das Olivenöl tröpfchenweise hinzugeben, 20 Min. einwirken lassen und abwaschen.

5. An alle Warmduscher
Bitte nur lauwarm und kurz duschen. Das schont nicht nur die Umwelt, sondern auch Ihre Haut!

Nachhaltige Pflegeprodukte im Reformhaus®

  • Alsiroyal®Hyaluron X-Effekt Aloe Vera 200 Gel: Bei der eingesetzten Aloe vera ist die Wirkstoffkonzentration 200-mal höher als in frischem Blattgel. Zusätzlich sorgen 8 verschiedene Hyaluron-Arten für viel Feuchtigkeit in unterschiedlich tiefen Schichten und einen gezielten Volumenaufbau von innen.
  • ARYA LAYA Sheabutter bio: nach ethischen Grundsätzen gewonnen, respektvoll gegenüber Menschen und Natur. Bereits die Ureinwohner Westafrikas haben Sheabutter als beruhigend wirkendes Pflegemittel verwendet.
  • Mānuka Health Mānuka Calming Cream: hautberuhigend mit 10% Mānuka Honig aus Neuseeland.
  • Bergland probiotic Pflegeserie: mit Beauty Aging 5-fach Wirkkomplex aus probiotischem Lacto-Ferment, nährenden Pflanzenölen sowie natürlicher Hyaluronsäure, 100% recycelfähige Verpackung aus 100% Altpapierkarton.
  • Santaverde all round balm: nährende SOS-Pflege mit regenerierender Mangokern- und Sheabutter für die Lippen und trockene Hautpartien, Tiegel 100% kompostierbar.
  • Santaverde collagen drops: festigendes und hydratisierendes Serum mit pflanzlichem Kollagen, reinem Aloe Vera Saft und Hyaluron, nachhaltige Pipette aus 30% Recycling-PP. (Ab Ende April im Handel erhältlich)
  • Annemarie Börlind NATUCOLLAGEN Hals und Dekolleté Serum: mit pflegendem Marulaöl aus Namibia.

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