Vegane Naturkosmetik ist zunehmend gefragt

Vegane Naturkosmetik ist zunehmend gefragt

Es geht auch ohne tierische Stoffe

Stand: 22.07.2021

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Warum sollen Tiere leiden oder gar sterben müssen, nur weil ich schöne Haut haben möchte? Nach diesem ethischen Grundsatz wollen sich immer mehr Frauen pflegen – vegane Naturkosmetik ist zunehmend gefragt.

Vegane Naturkosmetik, das klingt erst mal gut für Mensch, Tier und Natur. Doch was genau bedeutet die Kombination überhaupt? Ist denn Naturkosmetik per se schon vegan? Wer in das Thema einsteigt, dem schwirrt bald der Kopf. Denn die Bestimmungen, was in den Cremetopf darf und was nicht, sind oft nicht eindeutig. Wo Natur drauf steht, ist nicht immer Natur drin, oft handelt es sich um chemisch oder synthetisch erzeugte Stoffe, in denen nur Naturextrakte verarbeitet sind. Ob ein Naturkosmetikprodukt vegan ist, hängt natürlich von den Inhaltsstoffen ab.

Zu den gängigen tierischen Zutaten, die in neuform® und in veganer neuform® Naturkosmetik tabu sind, gehören zum Beispiel Kreatin aus zermahlenen Knochen und Elastin aus Fasern von Sehnen und Gefäßen. Dann Karmin (roter Farbstoff aus zerquetschten Läusen, oft in Lippenstift) und Shellac, ein Ausscheidungsprodukt der Schildlaus, das oft in Nagellack und Haarspray vorkommt. Eine Hauptrolle spielen das Eiweißprotein Kollagen und auch der Zuckerstoff Hyaluron. Beides sind körpereigene Stoffe mit der Fähigkeit, Wasser in der Haut zu binden, die dadurch prall und glatt wirkt. Doch schon ab Mitte 20 nimmt diese körpereigene Produktion ab, also muss von außen nachgebessert werden. Hyaluron wird – sofern es vom Tier stammt – aus Hahnenkämmen und -füßen erzeugt, Kollagen aus Schweinehaut oder Fischfett.

Und wie steht es mit Tierversuchen?

Igitt, möchte man – auch als NichtveganerIn – spontan rufen, wenn man weiß, woraus gerade diese begehrten und gehypten Stoffe in herkömmlicher Kosmetik gewonnen werden. Möchte man das im Gesicht verteilen? Oder tote Läuse auf den Lippen? Da klingen Lanolin (Wollfett), Milch, Honig und Bienenwachs als Zutaten direkt harmlos. Doch auch hier streiken überzeugte VeganerInnen. Bienenwachs und Honig gehöre nun mal den Bienen, sagen sie. Statt Bienenwachs in der Lippenpflege könne man gut Soja- oder Olivenöl nehmen. Und wie steht es mit Tierversuchen? Die sind in der EU zum Glück seit 2009 verboten. Gleichwohl gibt es gesetzliche Schlupflöcher, etwa durch Exporte. Wenn ein Unternehmen seine Produkte nicht nur hier in Europa vertreibt, sondern auch in China, geht das dort auch mit Tierversuchen einher, die vor Ort nachträglich gemacht werden.

Und wie kann die KonsumentIn nun ohne stundenlanges Studieren von Zutaten-Listen die Produkte finden, die zu ihrer Einstellung passen? Ein relativ einfacher Weg besteht über das Nutzen von Qualitätssiegeln. Da gibt es die VEGANBLUME der „Vegan Society“, die sowohl für vegane als auch für Kosmetik ohne Tierversuche steht. 

Vorteile für alle Reformhaus® KundInnen: Sie können sich zum Glück auf die neuform® Qualitätszeichen verlassen, mit denen Premiumprodukte im Reformhaus® zertifiert werden. Diese Qualitätszeichen repräsentieren eines der ältesten und strengsten Richtlinienwerke für Naturprodukte und garantieren, dass nur naturbelassene Rohstoffe aus geprüfter Herkunft verarbeitet werden. Auch dürfen keine künstlichen Zusatzstoffe oder Konservierungsstoffe enthalten sein, keinerlei gehärtete Fette, keine hormonell wirksamen oder gentechnisch veränderten Substanzen und Nanopartikel. Und, ganz elementar: Stoffe vom toten Tier und Tierversuche sind absolut tabu! Darauf können sich Reformhaus® KundInnen verlassen. Alle mit dem roten neuform® Zeichen zertifizierten Produkte sind mindestens ovo-lakto-vegetarischer Natur, die mit dem grünen vegan neuform® Qualitätszeichen gelabelten Produkte sind vegan, enthalten auch keine Stoffe von lebenden Tieren wie z. B. Ei oder Honig.

Vegane Naturkosmetik aus dem Reformhaus®

Im Traditionsunternehmen ARYA LAYA in Heidelberg, Exklusivpartner von Reformhaus®, verzichtet man seit jeher auf Materialien vom toten Tier zugunsten von Inhaltsstoffen pflanzlichen Ursprungs, möglichst auch aus Bio-Anbau. Den Rohstoff Hyaluronsäure – etwa im „Reformprodukt des Jahres 2021“ Hyaluron Miracle Lift – gewinnt man durch Fermentation von Pflanzenmaterial mit Hefebakterien oder Enzymen und kombiniert es mit Liposomen und Auszügen von Tarabaum, Algen und Parakresse.

Insgesamt wird die Liste an rein veganen Produkten bei ARYA LAYA von Jahr zu Jahr länger. Von der Gesichtspflege mit Rosenblüten oder Granatapfel über die Hand- und Körperpflege mit Arganöl oder Öl aus Paradiesnüssen bis hin zur Schaumdusche mit Lavendel. Dr. Wolf-Dieter Schmalz, Erfinder des Reformhaus® Klassikers „Fett-Feucht Balancer“ und selber in der Entwicklung aktiv, freut sich: „Die Natur kennt so viele wunderbare pflegende Stoffe, die wir nutzen können. Unser Arganöl aus Bio-Anbau in Marokko können Sie wirklich fast pur verwenden.“

Ökologische und soziale Mitverantwortung

Ein Unternehmen in Hamburg, das den Weg der ökologischen und auch der sozialen Mitverantwortung schon lange geht, ist Santaverde. Alle Santaverde Kosmetikproduktegehören zur zertifizierten Naturkosmetik;sie tragen das NATRUE-Siegel und die Veganblume. Bei der Entwicklung neuer Produkte setzt Santaverde dabei stets auf Aloe vera aus eigenem Bio-Anbau. Der Pflanzensaft wird durch diverse Pflanzenöle und Website sind sämtliche Zutaten und deren Wirkungsweisen gelistet. Das reicht von A wie Acaiöl und Aloe vera über B wie Rote Bete und S wie Sanddorn bis hin zu Z wie Zinkoxid. Das vegane Santaverde-Hyaluron entsteht biotechnologisch, also durch Fermentation aus pflanzlichen Materialen. Das Öl Squalane wird – statt aus Haifischleber – aus Oliven gewonnen. Auch die Verpackungen entsprechen mit Material, Farben und Kleber veganen Vorgaben. Tierfreundlich geht es auch auf der unternehmenseigenen Aloe-vera-Finca in Andalusien zu – mit einer Aufnahmestation für streunende Tiere.

Auch bei Alsiroyal®, ebenfalls Exklusivmarke im Reformhaus®, setzen sie in der Beauty-Abteilung verstärkt auf Pflanzenkraft. Aus nährstoffreichen Krokusknollen wird ein Extrakt gewonnen, der die Hautanimiert, neues Kollagen und Elastin zu bilden. Auch Sheabutter steht hoch im Kurs: Die Sheanüsse werden aus kontrolliert biologischem Anbau in Burkina Fasotraditionell von Hand gesammelt und daraus Sheabutter hergestellt. Sie steckt dann etwa in der Hyaluron 5-EffektTagescreme für trockene Haut und in der gleichnamigen Nachtcreme, zusätzlich zu Mandel- und Jojobaöl. Hyaluron wird auch bei Alsiroyal® biotechnologisch erzeugt.Und das sogenannte „Pflanzen-Botox“ Spilanthol wird aus einem Extrakt der Jambú-Pflanze gewonnen. 

Ohne Tierversuche - Naturkosmetikhersteller im Reformhaus®

Zu den beliebten Naturkosmetikherstellern im Reformhaus® gehört auch Annemarie Börlind. Auch in dem 1959 gegründeten Familienunternehmen mit Sitz im Schwarzwald lehnte man die Verwendung von Extrakten aus toten Tieren von Anfang an ab, ebenso Gentechnik, Mineralölderivate wie Silikone und Paraffine. Bei der Auswahl der Lieferanten achtet man auch auf faire Arbeitsbedingungen, auf gerechte Entlohnung und das Verbot von Kinderarbeit. Weltweit setzt sich Börlind für Projekte ein wie „Aloe vera aus Guatemala“ oder „Jojoba aus Namibia“.

„Durch solche Projekte ermöglichen wir als fester Abnehmer den Menschen vor Ort ein sicheres Einkommen“, so der Ansatz, den man als Hilfe zur Selbsthilfe kennt. Jojobaöl schützt vor Feuchtigkeitsverlust, zieht schnell ein, ist reich an Vitamin E und Pro-Vitamin A – ein toller Grundstoff für Cremes. Und auch Kollagen und Hyaluron stammen aus pflanzlichen Quellen. Das Kollagen wird biotechnologisch aus Mais, Soja und Weizen gewonnen und etwa mit Samen der weißen Lupine angereichert. Hyaluronsäure stammt vom chinesischen Zitterpilz oder wird ebenfalls biotechnologisch gewonnen. Grundsätzlich werden bedrohte Pflanzenarten geschont und Pflanzen vor allem aus kontrolliert biologischem Anbau oder Wildsammlung genutzt. „In Ausnahmefällen verwenden wir natürliche Stoffe wie Bienenwachs, da sie über besondere Eigenschaften verfügen und sich nicht anders gewinnen lassen“, heißt es ehrlich auf der Homepage. Die BÖRLIND-Produkte sind in solchen Fällen als vegetarisch deklariert, etwa die Rosenblüten-Vitalpflege. Viele Produkte sind aber rein vegan und als solche auch auf jeder Verpackung ausgewiesen.

Ganz klar, das wachsende Bewusstsein für den Klimawandel und unseren Umgang mit der Natur führt dazu, dass sich jeder und jede fragen sollte: Was kann ich in meinem privaten Umfeld dafür tun? Nachhaltig leben, Ressourcen schonen, tierische Produkte vermeiden und stattdessen auf Pflanzenkraft setzen ist ganz gewiss ein sinnvoller Beitrag. Man verzichtet ja auf nichts, im Gegenteil. Man gewinnt, und zwar das gute Gefühl, ein reines Gewissen zu haben. Und wenn die veganen Produkte dann auch noch unsere Haut pflegen und wir gut aussehen – prima!

Überzeugt? Die top-ausgebildeten Fachkräfte im Reformhaus® empfehlen Ihnen gerne die passenden Produkte für Ihr Hautbedürfnis.

GANZ SCHÖN VEGAN! Hier finden Sie eine – kleine – Auswahl veganer Naturkosmetik aus dem Reformhaus®

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