Dr. Johanna Budwig, nachhaltig, ganzheitlich, supergesund

Dr. Johanna Budwig - nachhaltig und ganzheitlich

"Wir wollen Menschen an die Hand nehmen"

Stand: 21.07.2021 (07.08.2021)

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Ein Meer zarter, hellblauer Blüten – was der Lavendel für die Provence ist, ist die einjährige Leinpflanze im Juli und August auf vielen Hundert Hektar in Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Brandenburg. Jede Blüte trägt fünf Blütenblätter, und nach der Blüte bilden sich rundliche Kapseln, die bis zu zehn Samen enthalten.

Zeitsprung. Wir schreiben das Jahr 1908. In einer Zeit, da starke, hochbegabte Frauen nicht besonders hoch im Kurs stehen, kommt in Essen ein Mädchen zur Welt, das sich trotz widriger familiärer Umstände unermüdlich und beharrlich seinem Stern verschreiben wird – der Menschheit ein Geschenk zu machen. 42 Jahre später ist es so weit: Johanna Budwig, promovierte Naturwissenschaftlerin, entwickelt ein Verfahren, mit dessen Hilfe sich erstmals gesättigte von ungesättigten Fettsäuren trennen lassen, und von dem Moment an reihen sich Erkenntnisse an Erkenntnisse, die der Gesundheit aller Menschen dienen: „Fette beherrschen den gesamten Stoffwechsel, Energiegewinn und Zellneubildung stärker als jedes andere Nahrungsmittel.“ Das bedeutet auch: Es gibt gute, gesunde Fette und schlechte Fette, die Krankheiten – u. a. Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Diabetes, Depressionen – auslösen können.

Diese Forschung kommt nach dem Zweiten Weltkrieg und dem Erlebnis fürchterlicher Entbehrungen weder bei den Menschen noch bei der Industrie gut an. Man wollte Fett auf die Rippen, egal wie, Butter, Margarine, her damit!

Die Pionierin wurde bekämpft – aber sie ließ sich nicht beirren. Im Mittelpunkt ihrer Forschung steht die zarte Pflanze mit den hellblauen Blüten: Das aus ihr gewonnene Leinöl enthält etwa 60 Prozent alpha-Linolensäure (ALA), die den Cholesterinspiegel in Balance hält. Eine besondere Rolle spielen auch die Omega-3-Fettsäuren. Als wesentliche Bestandteile unserer Zellmembranen beeinflussen sie die Aktivität und Anpassungsfähigkeit unserer Zellen und des Gewebes. Dadurch verbessern sie beispielsweise die Fähigkeit, uns an die sich ständig verändernde Umwelt und an die Anforderungen des Lebens anpassen zu können.

Heute weiß man auch, dass emotionaler Stress ein stark belastender Faktor ist und es nicht selten aufgrund von chronischer Überforderung zur Schwächung des Immunsystems, zur Anregung von Entzündungsprozessen und in der Folge zur Entwicklung unterschiedlicher Erkrankungen kommen kann – und dass die Omega-3-Fettsäuren der Superstoff sind, der die Reaktionsfähigkeit des Immunsystems steuert und das Entzündungsgeschehen im Körper reguliert.

Allein dadurch entlasten sie uns und reduzieren das Risiko, eine Depression oder ein Burnout-Syndrom zu erleiden. 


Das Geschenk, das Johanna Budwig der Menschheit machen wollte, drohte indes mit ihrem Tod in der Versenkung zu verschwinden, wie viele Schätze der Gesundheit und Nachhaltigkeit, die von intensiver Landwirtschaft und Lebensmittelindustrie im 20. Jahrhundert verdrängt wurden.

Doch dieser Schatz wurde 2007 am Lago Maggiore wieder gehoben, als der Neffe von Johanna Budwig seinen Freunden Hans-Gerd Harbers und Helmut Jordan das umfangreiche Material seiner Tante zeigte. „Das dürfen wir nicht so stehen lassen!“, beschlossen die beiden und gründeten in Oldenburg das Unternehmen Dr. Johanna Budwig, um das wertvolle Erbe dieser Visionärin weiterzuführen und in Produkten umzusetzen, die in einem der Gesundheit und Nachhaltigkeit verpflichteten Umfeld – exklusiv im Reformhaus® – erworben werden können. Nach und nach entstand ein breites Angebot von gesunden Ölen, Kapseln, Leinsamen-Produkten in unterschiedlichsten Variationen, wie zum Beispiel dem Energiemix fürs Frühstück.

Leinsamen aus deutschem, kontrolliert ökologischem Anbau

Die Leinsamen für das Dr. Budwig Leinöl stammen dabei heute komplett aus deutschem, kontrolliert ökologischem Anbau.

„Wir versuchen, Nachhaltigkeit und Qualität in Einklang zu bringen“, sagt Franz Nowotny, der zusammen mit Daniel Kluge die Geschäfte des Unternehmens führt. Dieser Gedanke zieht sich durch alle Arbeitsebenen und den gesamten Entstehungsprozess vom Rohstoff bis zum Endprodukt. Klar, dass bei diesem Anspruch das Thema heimischer Anbau irgendwann auf die Tagesordnung musste.

Vor mehr als fünf Jahren war es so weit. „Wir führten eine Life-cycle-Analyse durch und erkannten, dass wir unseren ökologischen Fußabdruck verbessern können, wenn wir in Deutschland anbauen lassen“, so Franz Nowotny. Darüber hinaus birgt der heimische Anbau viele Vorteile. Mit ausgesuchten PartnerInnen vor Ort lässt sich eine langfristige Zusammenarbeit entwickeln und sämtliche Aspekte des Anbaus persönlich begleiten. Auch die zahlreichen Beprobungen, Laboruntersuchungen und Analysen gestalten sich sehr viel einfacher und effektiver. 


Aber: „Die Ausgangslage war ernüchternd.“ Lein war von deutschen Feldern nahezu verschwunden. So mussten sich die Gründer zunächst intensiv mit der Historie des Leinanbaus beschäftigen und der Frage nachgehen, in welchen Regionen Lein in der Vergangenheit angepflanzt worden war. Schließlich entwickelten sie zusammen mit einem Bio-Landwirt ein Konzept für die Wiederbelebung der Traditionssaat. Heute unterhält die Firma Kooperationen mit 15 LandwirtInnen, die Lein auf insgesamt mehr als 500 Hektar Ackerfläche anbauen. Gut fürs Klima, gut für die heimische Landwirtschaft und supergut für den Boden.

Denn: „Die Leinpfanze selber hat keine hohen Düngungsanforderungen“, erklärt Franz Nowotny. „Zudem werden durch die einzuhaltenden Fruchtfolgen die Böden nicht durch stets wiederkehrende Monokulturen ausgelaugt. Die Felder müssen nach einer Leinsamenernte über fünf bis sechs Jahre immer wieder mit anderen Pflanzen bestellt werden oder brachliegen, bevor erneut Lein angebaut werden kann. Zudem besitzt die Ölleinpflanze eine besonders starke Wurzel, die in der Lage ist, Bodenverdichtungen zu lockern. Dies führt zu einer verbesserten Beschaffenheit des Bodens, wie zum Beispiel einer erhöhten Wasseraufnahmekapazität.“

Nach der Ernte verbleibt die bis zu 1,2 Meter lange Wurzel im Boden. Sie dient damit als natürlicher, organischer Dünger. Durch diesen Ressourcen schonenden Kreislauf wird der Boden wieder mit Nährstoffen versorgt und bietet eine gute Grundlage für nachfolgende Pflanzen und Tiere.

Geerntet wird Ende August, Anfang September – mit Fingerspitzengefühl: „Der geerntete Lein muss schonend getrocknet und gereinigt werden. Man darf ihn nicht quetschen, muss ihn behutsam transportieren und am Ende verpacken – sonst leiden Qualität und Geschmack.“ Und dann heißt es: pressen. Das Original-Budwig-Pressverfahren hat die Naturwissenschaftlerin vor mehr als 50 Jahren entwickelt. Diese Art der Kaltpressung ist besonders schonend. Sie findet unter Ausschluss von Licht und Sauerstoff statt, um den Schutz der hochempfindlichen Omega-3-Fettsäuren zu gewährleisten.

Alle Dr. Budwig Produkte werden regelmäßig im Labor kontrolliert. Mehrere hundert Einzelstoffe sowie etwa Beschaffenheit, Geschmack, Schwermetallbelastung, freie Fettsäuren und Peroxide werden dabei umfangreich analysiert und ausgewertet.

„Wir begreifen uns als zukunftsweisendes Unternehmen“, so Franz Nowotny, „und deshalb bauen wir neben dem Lein auch andere alte Sorten an, die wieder ins Bewusstsein rücken sollten. In diesem Jahr sammeln wir unsere Erfahrungen im Hanfanbau, in 2022 werden wir uns dem Anbau von Rotklee und Borretsch widmen.“ Alles im Sinne der Nachhaltigkeit.


Dieser Grundgedanke wird durch den ganzheitlichen Charakter des Unternehmens ergänzt. Das Unternehmen bietet Seminare, Ernährungsberatung mit Anamnese-Gespräch und computergestützter Nährstoffanalyse sowie Schulungen an, in denen nicht die reine Produktinformation im Mittelpunkt steht, sondern Wissen vermittelt wird.

Für alle KundInnen gibt es natürlich die umfassende Beratung im Reformhaus®. Die Firma ist in den sozialen Netzwerken präsent und wer eine Frage hat, kann auch einfach anrufen. „Wir wollen ein Prinzip verkaufen“, so Franz Nowotny, „und wo es geht, Menschen an die Hand nehmen.“

Entsprechend familiär ist das Klima unter den 53 Mitarbeitenden. „Wir identifizieren uns alle sehr mit dem Unternehmen. Corona hat das Miteinander zwar etwas gebremst, aber unter normalen Umständen sind die Feste zu Weihnachten und im Sommer ein wichtiger Faktor für uns.“ Das i-Tüpfelchen auf dem Rundum-Paket ist die hauseigene Küche, wo eine Köchin täglich Speisen nach Dr.-Budwig-Rezepten zubereitet, zum Beispiel die Favoriten des Geschäftsführers: „Die Budwig-Creme und der vegane Kartoffelsalat …“

So klappt's: Budwig-Creme

Für 1 Portion brauchen Sie:

  • 1–2 EL Dr. Budwig-Omega-3 Öl
  • 2 EL Milch
  • 125–150 g Magerquark
  • 1–2 TL Honig
  • 3 EL gewürfelte Früchte der Saison
  • 1–2 EL Dr. Budwig Energiemix Ihrer Wahl.

Den Quark mit der Milch glattrühren, das Öl unterrühren, bis es nicht mehr sichtbar ist, abschließend mit Honig süßen, mit Obst anrichten und mit Energiemix bestreuen.

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