Vorbildlich: Reformhaus® Hersteller Initiativen

Nachhaltig vom Anbau bis zur Verpackung

Stand: 28.07.2021 (28.07.2021)

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Nachhaltig nachgefragt: Wir Ihnen Initiativen einiger unserer Reformhaus® Hersteller vor, die sich dem Thema Nachhaltigkeit in verschiedenen Projekten und Initiativen intensiv widmen. 

ARYA LAYA - Ausbeutung der Natur? Nein danke!

„Nachhaltigkeit hat schon immer einen hohen Stellenwert für unser Haus gehabt. So hat bereits unser Gründer Wert darauf gelegt, so viel Natur wie möglich in seine Produkte zu packen, ohne aber die Natur auszubeuten“, erläutert Dr. Dieter Schmalz, Inhaber und geschäftsführender Gesellschafter des M.E.G. Gottlieb Diaderma-Hauses, in dem die zertifizierte Naturkosmetik von ARYA LAYA entsteht. „Auch heute noch wählen wir unsere Rohstoffe nach dem Prinzip aus: so viel Natur wie möglich, so wenig Abwandlung wie nötig.“ Sind qualitativ hochwertige Naturkosmetik-Rohstoffe regional erhältlich, wird diesen der Vorzug gegeben. Viele Pflanzen, deren Wirk- und Pflegestoffe in der Naturkosmetik von ARYA LAYA eingesetzt werden, kommen zwangsläufig aus anderen Gebieten.

„Gerade bei Rohstoffen, die wir aus weiter entfernten Regionen beziehen müssen, ist es uns wichtig zu wissen, dass dort kein Raubbau mit der Natur betrieben wird, um diese Rohstoffe zu gewinnen. So fördern wir mit unseren Lieferanten für diese Rohstoffe auch sozioökologische Projekte, wie z. B. die Gewinnung von Paradiesnussöl in Kolumbien, bei der der Baumbestand und damit die Biodiversität erhalten bleibt und die Einwohner ein sicheres Einkommen durch das Sammeln und Bearbeiten der Nüsse erhalten“, erzählt Dr. Schmalz.

Und wie sieht es mit Palmöl aus? „Auch in unserer Naturkosmetik werden Hilfsstoffe benötigt, die aus Palmöl gewonnen werden. Hier legen wir Wert darauf, dass es sich um nachhaltiges Palmöl handelt, das nicht von Plantagen stammt, für die tropische Regenwälder abgeholzt werden. Dies sind nur einige wenige Beispiele aus der Vielzahl unserer Rohstoffe, wo auf Natürlichkeit, Nachhaltigkeit, Fair Trade, den Ausschluss von Kinderarbeit u. Ä. geachtet wird“, verdeutlicht der promovierte Chemiker Dr. Schmalz.

Primavera - Im Einklang mit der Natur

Für Primavera, den Aromatherapie- und Naturkosmetikhersteller aus dem Allgäu, bedeutet Nachhaltigkeit verantwortliches Handeln auf allen Ebenen: Der Erhalt des ökologischen Gleichgewichts, die Sicherung fairer Arbeitsverhältnisse und soziales Engagement. Unternehmensmitgründer Kurt L. Nübling betont: „Fairness, Offenheit und Vertrauen sind seit Anbeginn ein fester Bestandteil der Unternehmensphilosophie. Denn nur ein positives Miteinander, mit der Natur wie unter den Menschen, trägt dauerhaft Früchte. Deshalb hat Primavera auch von Anfang an den persönlichen Kontakt zu Bio-Anbaupartnern in aller Welt gesucht, um Rohstoffe bester Qualität für die eigenen Produkte zu erhalten und die Menschen vor Ort zu unterstützen. Das gemeinsame Ziel, im Einklang mit der Natur so zu säen und zu ernten, dass die Natur im Gleichgewicht bleibt, verbindet unser Unternehmen und seine Partner, mit denen wir über die langen Jahre eng und freundschaftlich verbunden sind.“

Zum Beispiel: Lemongrassöl aus dem Land des Donnerdrachens. Im Königreich Bhutan, am Rande des Himalaja, ist Glück ein definiertes Staatsziel. Umweltschutz und Bio-Anbau gehören zu den tragenden Säulen des von der Regierung angestrebten „Bruttonationalglücks“. Im Osten des Landes befindet sich das Erntegebiet des Lemongrass-Projektes. Seit mehr als 30 Jahren ernten die Frauen des Projektes hier das aromatische Gras von Hand, erfahrene Destillateure gewinnen daraus das ätherische Öl.

Gemeinsam mit dem Bio-Anbaupartner BIO BHUTAN stellt Primavera sicher, dass die Menschen für ihre Arbeit faire Löhne erhalten. Auf der Suche nach weiteren Nutzungsmöglichkeiten für das ätherische Öl entstand 2010 ein Seifenprojekt, bei dem sich BIO BHUTAN um die Entwicklung, Produktion und Vermarktung kümmert. Das Seifenprojekt bietet heute rund 100 Familien langfristige Hilfe auf dem Weg in die Unabhängigkeit. Insbesondere die Frauen werden gestärkt, denn faire Löhne bedeuten auch soziale Sicherheit, mehr Bildung und Selbstbewusstsein. Gut zu wissen: Bhutan bindet mehr CO2 als es ausstößt und ist damit das erste CO2-negative Land der Erde!

Rapunzel - Fairer Handel und ökologischer Landbau Hand in Hand


Ökologische Nachhaltigkeit braucht auch immer ökonomische und soziale Nachhaltigkeit. Aus dieser Grundüberzeugung entwickelte Rapunzel das HAND IN HAND-Fairhandels-Programm (HIH). Dabei stehen die Qualität der Zusammenarbeit mit Produzenten aus Ländern des Globalen Südens und die Qualität der dort angebauten Erzeugnisse im Vordergrund. Fair zum Menschen und fair zur Natur ist das Motto. Dazu zählen z. B. menschenwürdige, gesunde und sichere Arbeitsbedingungen, Verbot von Kinder- und Zwangsarbeit, soziale Absicherung der Mitarbeitenden, langfristige Zusammenarbeit sowie Produkte in hochwertiger Bio-Qualität. Das firmeneigene, extern zertifizierte HAND IN HAND-Siegel findet sich auf allen Rapunzel-Produkten, deren Rohstoffe zu mehr als 50 % von HIH-Partnern stammen, also zertifiziert fair gehandelt werden. Dies sind inzwischen mehr als 120 Markenartikel, von diversen Schokoladen über Nüsse, Bohnenkaffee bis hin zu Ölsaaten und Gewürzen.

Eine Partnerschaft trägt Früchte: Das größte Anbau-Projekt von Rapunzel in der Türkei gibt es seit 1976, als Rapunzel Gründer Joseph Wilhelm sich kurzerhand selbst auf den Weg in die Türkei machte, auf der Suche nach naturbelassenen Zutaten. Heute bauen um die 450 Bio-Bauernfamilien auf insgesamt ca. 4000Hektar biologische Aprikosen, Haselnüsse, Sultaninen, Feigen, Oliven und einiges mehr für Rapunzel an. Die Tochterfirma Rapunzel Türkei verarbeitet die hochwertigen Produkte vor Ort. Festangestellte Agraringenieure beraten die Bauernfamilienrund ums Jahr.

Santaverde - zum Schutz des brasilianischen Urwalds

Soziale Verantwortung steht ganz oben auf der Liste der Unternehmenswerte von Santaverde. Besonders bei einer Luxuspflege wie XINGU age perfect sieht die Firma es als verpflichtend an, Verantwortung für die Zukunft von Umwelt und Menschen zu übernehmen und einen Teil des Verkaufserlöses dorthin zurückzugeben, wo er besonders gebraucht wird. „Einen großen Teil des Wissens um den wirkungsvollen Rezepturaufbau und die Kräfte der Heilpflanzen haben wir von den brasilianischen Menschen als selbstverständliches Geschenk bekommen. Darum haben wir uns entschieden, 10% des Reinerlöses der XINGU age perfect Produkte an die Urwaldschutzprojekte von TARGET e. V. weiterzuleiten“, erklärt Sabine Beer, Gründerin von Santaverde.

Der gemeinnützige Verein TARGET e. V., gegründet von Rüdiger und Annette Nehberg, hat das Ziel, Menschenrechte zu schützen und die Völkerverständigung zu fördern. So setzt TARGET sich bei den Urwaldprojekten im brasilianischen Amazonasgebiet für die Gesundheit und den Schutz der Ureinwohner sowie für den Erhalt der Naturschutzreservate ein. Ökologisch, fair, sozial und tierlieb: „Nach all diesen Prinzipien handeln wir seit über 30 Jahren aus tiefster Überzeugung. Schon bevor Öko in Mode kam. Wir wollen den nächsten Generationen etwas Besseres hinterlassen als ausgelaugte Böden, vergiftete Luft und Pestizide im Wasser“, sagt Sabine Beer, Gründerin von Santaverde.

SALUS - Von genoppten Bittergurken und indischen Bauern

Als einer von wenigen Naturarznei-Herstellern in Europa deckt SALUS den Großteil des Herstellungsprozesses selbst ab. Die Rohstoffe werden größtenteils aus kontrolliert ökologischem Anbau bezogen. Nun kommt eine spezielle Gurke ins Spiel, die Momordica, auch als Bittergurke oder Bittermelone bekannt. In ihren Heimatländern Afrika, Asien, Südamerika und der Karibik wird sie als Nahrungs- und Heilmittel geschätzt. Das Problem: „Wir konnten auf dem Weltmarkt keine geeignete Momordica in Bio-Qualität finden, die unseren Qualitätsansprüchen entsprach,“ erklärt Peter Riedl, Leiter der Abteilung Anbau & Züchtung bei SALUS.

Was dann? SALUS hat einfach ein eigenes Bio-Anbau-Projekt in Indien gestartet, um die gewohnt hohe Rohstoffqualität zu gewährleisten. Mit einer Kooperative aus mehreren Bauern in Indien wird die gurkenähnliche Pflanze nach genau definierten Vorgaben angebaut, geerntet und getrocknet. Die Bauern werden dabei unterstützt, um Abläufe und Erträge zu optimieren und ihr Einkommen langfristig zu sichern. Gut zu wissen: Diesen Sommer kehren die lang ersehnten SALUS Momordica Tabletten zurück ins Sortiment. Sie sollen durch das enthaltene Chrom einen normalen Blutzuckerspiegel erhalten und tragen das offizielle Logo des Deutschen Diabetikerbundes.

Reformhaus® Eigenmarke - Verpackungsalternativen

„Für die Produkte der Marke ,Reformhaus®‘ arbeitet der eigene Produktionsbetrieb mit mehreren Herstellern an einer Verpackungsalternative. Leider ist es mit dem heutigem Stand der Technik nicht möglich, eine biologisch abbaubare Verpackung für verderbliche Lebensmittel zu nutzen. Entgegen der allgemeinen Meinung ist es leider noch so, dass alle bekannten Verpackungsmaterialien keine Zulassung für die Entsorgung im Bio-Abfall haben. Die notwendigen Zersetzungszeiten von 10–12 Wochen werden hierbei nicht erfüllt. Auch eine Alternative aus Papier kommt für uns nicht in Betracht, da Papier zum einen nicht den erwünschten Produktschutz erreichen kann und zum anderen ist eine Verwendung von Altpapier für Lebensmittel nicht möglich. Die Hersteller arbeiten bei Papierverpackungen mit braunem Papier, um beim Kunden die Verwendung von Altpapier vorzutäuschen. Altpapier besteht aber auch aus dem Papier von Hochglanzmagazinen, die noch immer mineralölhaltige Druckfarben einsetzen. Die daraus stammenden Kohlenwasserstoff-Verbindungen (MOSH/MOHA) werden dabei von den Lebensmitteln aufgenommen.

Um eine Belastung mit Kohlenwasserstoff-Verbindungen auszuschließen, wird jedes Papier, dass für die Lebensmittelverpackung eingesetzt wird, zu 100% aus Frischfaser hergestellt. Auf dieser Basis hat man sich dazu entschieden, zukünftig nur noch Verpackungsmaterialien zu verwenden, die voll recycelt werden und somit in einen Verwendungskreislauf kommen. Natürlich arbeiten wir auch in Zukunft weiter an Alternativen und können Ihnen bereits heute zusagen, dass, wenn es technisch umzusetzen ist, die Verpackung als zugelassene und kompostierbare Folie auszuführen, wir dieses möglichst schnell bei uns im Hause realisieren werden“, so Carsten Greve, Geschäftsführer ReformKontor GmbH & Co. KG.

Annemarie Börlind - soziale und ökologische Projekte auf der ganzen Welt

Ob Jojobaöl aus Namibia, Aloe vera aus Guatemala oder Rosenkirschöl aus Nepal: Die Kosmetikfirma Annemarie Börlind bezieht Inhaltsstoffe aus sozialen und ökologischen Projekten auf der ganzen Welt, um den Menschen vor Ort eine faire sowie sichere Entlohnung ihrer Arbeit und menschenwürdige Arbeitsbedingungen zu sichern. Außerdem produziert Börlind bereits seit 2015 klimaneutral und kompensiert das ausgestoßene CO2 durch die Unterstützung eines ClimatePartner-Projekts zur Wasseraufbereitung in Kambodscha. Das Projekt widmet sich dem Zugang zu sauberem Trinkwasser für Haushalte in ländlichen Gebieten Kambodschas. Spezielle Wasserfilter benötigen hierfür weder Elektrizität noch Betriebsstoffe. Dadurch fallen in Kambodscha die Treibhausgasemissionen des Wasserabkochens weg und die CO2-Ausstöße von Börlind werden kompensiert.

„Wir leisten einen positiven Beitrag zum Umweltschutz und stärken Menschenrechte entlang der gesamten Produktions- und Lieferkette – und das über den Tiegelrand hinaus“, so Nicolas Lindner, geschäftsführender Gesellschafter. Die konkreten Pläne für die Zukunft? Mit der Nachhaltigkeitsstrategie „Mission 2025“ sollen bis 2025 vier Nachhaltigkeitsziele umgesetzt werden: Reduce Carbon, Reduce Waste, Protect People, Protect Nature. Mit Ihren Projekten leistet Börlind einen Beitrag zur Erreichung aller 17 Ziele für eine nachhaltige Entwicklung der Vereinten Nationen.

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