Lockdown-Blog mit Dr. med. Franziska Rubin

So kommen Sie gut durch die herausfordernde Zeit

Stand: 07.12.2020 (25.11.2020)

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Herzlich willkommen im Lockdown-Blog Nr. 2!

Auf dieser Seite bekommen Sie jede Woche neue Informationen von mir, wie Sie in diesen wilden Zeiten gesund und munter bleiben. Insbesondere auch, wie Sie sich am besten schützen können oder behandeln, falls Sie doch ein Virus erwischt. 

Im zweiten Teil des Blogs geht es um das Thema: Symptome behandeln – mit Erfolg! 

Erfahren Sie ...

  • ... wie Sie erkennen, welcher Virus Sie wahrscheinlich erwischt hat
  • ... wann Covid-19-Symptome so kritisch werden, sodass Sie einen (Not-)Arzt rufen sollten
  • ... wie Sie Symptome behandeln
  • ... und was Sie für den Krankheitsfall einkaufen sollten. 


Lockdown-Blog # 2 - Symptome behandeln – mit Erfolg!


Erst mal keine Panik, denn im Durchschnitt hat jeder Deutsche 1-2 Erkältungs-Infektionen pro Winter, Kindergartenkinder sogar 5-10. Durch die Hygiene-Maßnahmen und Abstandsregeln werden wir uns diesen Winter vermutlich eher weniger anstecken. Und auch wenn Sie ein Virus erwischt, brauchen Sie keine Angst zu haben, denn mit den allermeisten Infektionen wird der Körper gut fertig - auch im Falle Corona. Trotzdem ist es gut, vorbereitet zu sein. Denn je eher Sie zum Hausmittel greifen, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, dass Sie die Erkrankung im Keim ersticken. 

1. Wie Sie erkennen, welcher Virus Sie wahrscheinlich erwischt hat


Zur Zeit sind auch einige Magen-Darm-Viren unterwegs. Sie machen sich vor allem durch Übelkeit, Erbrechen, Bauchweh, Durchfall, Abgeschlagenheit und Kopfschmerz bemerkbar.

Eine Erkältung (kommt Fieber dazu spricht man vom grippalen Infekt) beginnt oft schleichend mit Schnupfen, Halsschmerzen, später dann manchmal Husten und Abgeschlagenheit.

Die Grippe (Influenza) beginnt abrupt mit hohem Fieber (über 38,5) und Kopfschmerzen, Gliederschmerzen, Müdigkeit. Dazu gesellt sich häufig Husten und manchmal andere Erkältungssymptome. Die Symptome sind am 3. bis 5. Tag am schlimmsten, die Grippe kann gut drei Wochen andauern, bis man wieder fit ist.

COVID-19: Im Gegensatz zum abrupten Krankheitsausbruch bei der Influenza, treten die COVID-19-Symptome nicht sofort auf. Oft beginnt es mit Fieber und erst in der zweiten Krankheitswoche sind die Beschwerden am schlimmsten. Die häufigsten Symptome sind trockener Husten, Fieber, Atemnot (30 bis 60 Prozent ) und Müdigkeit. Auch hat fast die Hälfte der Patienten Geschmacks- und Geruchsstörungen. Manchmal hat man Hals-, Kopf- und Gliederschmerzen. Schnupfen oder Magen-Darm-Symptome sind selten. 

2. Wann COVID-19-Symptome so kritisch werden, sodass Sie einen (Not-)Arzt rufen sollten?


Prof. Dr. Schütte ist Chefarzt der Lungenklinik am Krankenhaus Martha Maria in Halle und beschreibt zwei Symptome, bei denen Corona-Kranke, die zu Hause sind, dringend ihren Arzt oder sogar einen Notarzt (immer am Telefon angeben, dass Sie Coronapatient in Quarantäne sind!) konsultieren sollten:

  •  Nicht beherrschbares hohes Fieber (über 39,5 oder extremes Krankheitsgefühl)
  •  Wenn Sie mehr Kraft beim Atmen benötigen

3. Wie Sie Symptome behandeln - Tradierte Anwendungen für die häufigsten Symptome


Halskratzen
:

Salz gurgeln geht immer, auch unterwegs: ½ TL Salz auf ein Glas warmes Wasser.
Zwischendurch Salbeibonbons oder Honig (2- mal 1 TL) lutschen oder Gewürznelken kauen. Mit Salbei gurgeln tötet Keime ab: dazu 1 EL getrockneten Salbei (oder 2 EL frischen Salbei) mit 100ml kochendem Wasser überbrühen, ziehen lassen, abseihen, gurgeln.

Wissenschaftlerteams mehrerer Universitäten haben die Wirkung von Mundspülungen zur Vorsorge untersucht. Sie kamen zu der Erkenntnis, dass bereits eine 30-sekündige Anwendung die Viruslast im Mund-Rachenraum deutlich reduzieren konnte. Sie können auch bewährte Mundspülungen aus dem Reformhaus® benutzen. Dies hilft natürlich, wenn man sich schon infiziert hat.

Husten

  • Tee für die Lunge: Thymiantee 
    1 TL mit 150 ml heißem Wasser überbrühen, 10 Min abgedeckt ziehen lassen, abseihen. 2-bis 3 - mal täglich 1 Tasse trinken.
    Die ätherischen Öle Thymol und Carvacrol im Thymian wirken entkrampfend auf die Bronchien und fördern den Auswurf.

  • Inhalieren mit Thymian (2 EL mit heißem Wasser überbrühen im Topf, Kopf drüber, mit Handtuch abdecken). 1- bis 2 - mal täglich inhalieren.

  • Trockener Husten 
    Eibisch - z.B. als Tee oder Bronchial-Husten-Sirup Thymian (Reformhaus®)
    Ein Zwiebelsirup ist ein perfektes Hausmittel bei Husten.
    Verrühren Sie 1/8 l Wasser mit 3 EL Zucker und kochen es auf. Zerkleinern Sie inzwischen eine Zwiebel. Wenn das Zuckerwasser abgekühlt ist, die zerkleinerte Zwiebel hinzugeben und etwas ziehen lassen. Von dem Saft 3-bis 5-mal täglich 1 bis 2 TL einnehmen.

  • Ein Zwiebelwickel als Brustauflage löst zähen Schleim, wirkt schmerzstillend und entzündungshemmend. Dafür 2 bis 3 Zwiebeln in Scheiben schneiden oder grob hacken und auf einem umgekehrten Topfdeckel über einem Wasserbad erwärmen. Die Zwiebeln auf Gaze oder ein dünnes Tuch geben und zum Päckchen einschlagen. Auf die Brust legen und mit einem Baumwoll- und Wolltuch abdecken. Den Wickel 1 bis 2 Stunden liegen lassen.

  • Schleimiger Husten mit Auswurf
    Inhalieren mit Eukalyptusöl (nicht bei Kindern unter 2 Jahren!). Dafür 3 bis 5 Tropfen ätherisches Eukalyptusöl auf 2 Liter heißes Wasser geben.
    2-5 mal täglich eine Mischung aus Salbei- und Thymian-Tee trinken.
     

Schnupfen

Täglich morgens und abends eine Nasendusche verwenden mit Kochsalzlösung (1 g Salz auf 100 ml lauwarmes Wasser)

  • Nasennebenhöhlen verstopft: Inhalationen mit Thymian bekämpfen die Erreger, wirken abschwellend und fördern den Abfluss von Nasensekret. Bereiten Sie einen starken Aufguss zu. Dafür 25 g Kraut mit einem 1 Liter kochendem Wasser übergießen und 10 Minuten zugedeckt ziehen lassen. Oder Sie emulgieren 5 bis 7 Tropfen ätherisches Thymianöl mit 1 Teelöffel Salz bzw. Honig und geben die Emulsion in 1 Liter heißes Wasser. Den Kopf über den Topf bzw. die Schüssel halten und mit einem Handtuch bedecken. 10 Minuten inhalieren. Anschließend 15 Minuten in einem warmen Raum bleiben, damit sich die Atemwege langsam wieder an die kühlere Luft gewöhnen und das Nasensekret abfließen kann. Am besten den Kopf für einige Zeit mit einer Mütze oder einem Handtuch bedecken. 3-mal täglich über 1 Woche. 

  • Kopfschmerz
    Probieren Sie bei Kopfschmerzen eine Einreibung mit Zitronenschale. Die ätherischen Öle in der Schale wirken erfrischend. Waschen Sie eine Biozitrone gründlich und schneiden mit einem scharfen Messer oder einem Sparschäler ein größeres Stück Schale ab. Reiben Sie nun mit dieser Schale kräftig für 1-2 Minuten über Schläfen und Stirn.

  • Ohrenschmerzen
    Zwiebelwickel: Die Gemüsezwiebel mit ihren keim- und entzündungshemmenden Stoffen wirkt schmerzstillend und fördert die Heilung. Am wirkungsvollsten ist sie als wärmende Packung, da die medizinisch wirksamen Inhaltsstoffe durch Wärme leichter freigesetzt werden. Für einen Zwiebelwickel 1 klein gehackte Zwiebel in ein Stoffsäckchen oder eine Baumwollsocke geben und etwa 2 Minuten in kochendes Wasser tauchen. Die Packung auf eine für den Patienten erträgliche Temperatur abkühlen lassen, auf das Ohr legen und mit einer Mütze befestigen. Die Zwiebelauflage dann 1 bis 2 Stunden einwirken lassen. 

  • Schlappheit
    Schlappheit ist das Signal des Körpers: schone mich! Viel Ruhe und Schlaf fordert der Körper und das fördert den Gesundungsprozess. Schonung verkürzt letztlich die Dauer der Erkältung und verhindert Schlimmeres, beispielsweise eine Entzündung des Herzmuskels.

Fieber

Der Körper erhöht die Temperatur, um Keime abzutöten. Viren überleben Temperaturen über 38,5 in der Regel nicht. Das bedeutet, wenn Sie es aushalten, lassen Sie die Temperatur ruhig erhöht zwischen 38 und 39 Grad. Steigt die Temperatur weiter, helfen:
fiebersenkende Medikamente oder Weidenrindenabkochungen (1 TL Weidenrinde mit 150 ml  Wasser überbrühen, 10 Min ziehen lassen), Mehrmals täglich 1 Tasse trinken.
Kühle, nicht kalte Wadenwickel alle 15 Min wechseln, sie senken das Fieber in kleinen Schritten.

  • Allgemeine Tipps: Viel lüften, nasse Wäsche im Raum aufhängen, viel trinken und ausruhen!


Übelkeit, Erbrechen, Bauchschmerz

Kamille und Pfefferminze im Tee beruhigen den Magen Darm am schnellsten. Wärmflasche auflegen. Nux vomica D6, 3-mal täglich 5 Globuli.

Einkaufsliste für den Krankheitsfall

  • Salz (egal welches)
  • Honig (guter Bio/Imker Honig oder Manukahonig)
  • Heiltees oder getrocknete Bio-Kräuter von Kamille, Pfefferminze, Thymian, Salbei
  • Eukalyptusöl (nicht bei Kindern unter 2 Jahren!)
  • Zitrone
  • Zwiebeln
  • Weidenrinde getrocknet
  • Evtl. Nasendusche
  • Evtl. Inhalierset 

Buchtipp


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Diese Themen erwarten Sie im Blog:


Über die Autorin

Dr. med. Franziska Rubin ist Ärztin, Moderatorin, Medizinjournalistin und Bestsellerautorin mehrerer Bücher zum Thema Gesundheit, Als TV-Moderatorin präsentierte sie 17 Jahre lang die Sendung „Hauptsache Gesund“ des MDR und ist als Ärztin und Gesundheitsexpertin in vielen Sendungen ein gefragter Gast. Ihr Herz schlägt aus Überzeugung insbesondere für die Naturheilkunde.  

Für weitere Informationen schauen Sie gerne auf der Seite www.franziska-rubin.de vorbei! 

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