Immunsystem - Fakten und Mythen - Sauna

Immunsystem - Fakten und Mythen

Was hilft unseren Abwehrkräften und was nicht

Stand: 29.09.2021 (13.10.2021)

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Unser Immunsystem zählt zu den komplexesten Systemen in unserem Körper. Kein Wunder, dass immer wieder neue Fakten, aber auch neue Mythen zum körpereigenen Abwehrsystemkursieren. Was stimmt – was gehört ins Reich der Märchen?

1. Kälte schadet dem Immunsystem

Teils richtig, teils falsch. Ein Zusammenhang zwischen Kälte und einem schwächelnden Immunsystem ist wissenschaftlich nicht belegt. Trotz geringer Außentemperaturen bleibt die Körperwärme so gut wie konstant. Außerdem sind Keime und Viren die Verursacher einer Erkältung, nicht die Kälte selbst. Aber Fakt ist auch: Sie führt zu einer Verengung der Gefäße, wodurch die patrouillierenden Immunzellen nicht mehr in der Lage sind, in jedem Winkel unseres Organismus nach dem Rechten zu sehen. Dadurch ist es für Keime und Bakterien leichter, einzudringen. Kalte Luft enthält zudem weniger Wasser, was den Feuchtigkeitsgehalt der Schleimhäute verringert– das hat zur Folge, dass deren Schutzfunktion beeinträchtigt wird.

2. Je stärker das Immunsystem, desto besser die Gesundheit

Das ist falsch: Natürlich ist ein starkes Immunsystem hilfreich. Ist es jedoch zu stark, kann das gefährlich werden. Das Immunsystem wendet sich dann nämlich nicht nur gegen Infektionen und Viren von außen, sondern auch gegen körpereigene Zellen. Eine überschießende Immunreaktion gegen besonders starke, z. B. Influenza-Viren, kann im schlimmsten Fall auch bei jungen Menschen dazu führen, dass die Organe versagen. Auch Allergien und Autoimmunerkrankungen sind Fehlregulationen des Immunsystems, das dann übertrieben stark auf eigentlich Harmloses, wie Birkenpollen und den eigenen Körper reagiert. Wie unser Immunsystem beschaffen ist, hängt von unseren Genen, aber zu einem Gutteil auch von unserem Lebensstil ab. Wer sich ausgewogen ernährt, ausreichend schläft und sich regelmäßig bewegt, ist vor Überreaktionen in der Regel geschützt.

3. Saunieren stärkt die Abwehrkräfte

Richtig. Die Temperaturreize verursachen einen Entgiftungsprozess: Beim Aufenthalt in der Sauna erhöht sich die Körpertemperatur um 1–2 °C. Die Blutgefäße dehnen sich aus und die Herzfrequenz steigt deutlich an. Die Atemfrequenz nimmt ebenfalls zu, wenn auch nur leicht. Die steigende Temperatur versucht der Organismus durch Schwitzen wieder zu senken. Dazu entzieht er dem Gewebe Wasser, wodurch der Körper zwar Wasser und Elektrolyte verliert, jedoch auch Stoffwechselabfälle ausschwemmt, was den Körper entgiftet. Wer jedoch erkältet in einer Sauna auftaucht, tut sich damit nichts Gutes. Denn Kreislauf und Herz werden in der Sauna stark gefordert. Dies ist vor allem dann gefährlich, wenn Betroffene unter Fieber leiden.

4. Dünnere haben ein schwächeres Immunsystem

Falsch. Das Immunsystem ist ein komplexes Netzwerk aus Abwehrzellen, Signalstoffen und Geweben, die für eine effektive Immunabwehr eng zusammenarbeiten müssen. Die müssen gefüttert werden. Ein Nährstoffmangel stört dieses sensible System und macht uns anfälliger gegen Infekte. Aber: Ob jemand an einer Unterversorgung mit Vitaminen, Mineralstoffen und Spurenelementen leidet, hat zunächst nichts mit dem Körpergewicht zu tun. Jedoch ist es häufig so, dass sich stark Übergewichtige wie stark Untergewichtige nicht so gesund ernähren, dass einem Mangel vorgebeugt wird. Eine Bestimmung des Immunstatus gibt darüber Auskunft, sodass Betroffene mit Ernährungsumstellung und Nahrungsergänzungsmitteln gegensteuern können.

5. Gute Gefühle stärken das Immunsystem

Richtig. WissenschaftlerInnen der Universität von Wisconsin fanden heraus, dass es einen direkten Zusammenhang zwischen Emotionen und Immunabwehr gibt und dass sich der Vermittler dieses Zusammenspiels im präfrontalen Kortex befindet, jener Gehirnregion, die für gefühlsmäßige Reaktionen auf Ereignisse verantwortlich gemacht wird: Positive Gefühle aktivieren den linken Teil des Kortex, negative den rechten. In der Studie sollten 52 ProbandInnen über das schlimmste und das glücklichste Ereignis in ihrem Leben schreiben. Davor und danach wurde das Aktivitätsmuster im Gehirn der Testpersonen aufgezeichnet und allen TeilnehmerInnen eine Grippeimpfung verabreicht. In regelmäßigen Abständen kontrollierten die MedizinerInnen während der folgenden sechs Monate, wie viele Antikörper im Blut der ProbandInnen nachgewiesen werden konnten. Das Ergebnis: TeilnehmerInnen, bei denen der linke Teil des Kortex eine hohe Aktivität zeigte, hatten viel mehr Antikörper gebildet als die, bei denen die Nervenzellen im rechten Teil des präfrontalen Kortex aktiver waren. Außerdem brachte eine Studie kanadischer und österreichischer ForscherInnen zutage, dass das Glückshormon-Molekül Tetrahydrobiopterin (BH4) auch als Aktivator unserer Abwehrzellen dient.

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