Aloe vera

Heilpflanzen Heroes - Aloe vera

Schönheit aus der Wüste

Stand: 23.04.2022 (02.05.2022)

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Prof. Dietrich Grönemeyer, Reformhaus® Experte und Verfechter´der wissenschaftlich begründeten ganzheitlichen Medizin, empfiehlt Aloe vera zur unterstützenden Therapiebegleitung.

Bereits zu Zeiten von Nofretete und Cleopatra nutzten die Menschen Aloe vera als Kosmetikum. Sie versprachen sich von der Wüstenpflanze ewiges Leben, Unvergänglichkeit und Schönheit. Um an sehr heißen und trockenen Standorten überleben zu können, besitzt die Aloe vera in der Blattmitte ein durchsichtiges Gel, das ihr als Wasserspeicher dient. Diesen hydrierenden Effekt können wir auch für uns nutzen. Aufgetragen auf die Haut, spendet das Gel Feuchtigkeit. Zudem hat der im Gel enthaltene Wirkstoff Aloverose eine immunmodulierende Wirkung und fördert laut Studien aus dem Jahr2015 die Wundheilung.

In der traditionellen Medizin wird das kühlende Gel darum bei folgenden Hautproblemen empfohlen:

  • kleinen Wunden
  • Brandwunden
  • Sonnenbrand 1. bis 2. Grades
  • entzündlichen Hautveränderungen
  • Entzündungen des Mundraums
  • Zahnfleisch, Mundschleimhaut)

Am besten verwendet man naturbelassene Gelpräparate oder nimmt ein frisches Aloe-vera-Blatt in Bioqualität. Bei der Verwendung von frischen Blättern sollte unbedingt nach dem Anschnitt darauf geachtet werden, dass der gelbe Saft (Aloin) „ausblutet“, bevor das Gel verarbeitet wird. Anschließend bitte das Filet großzügig vom Blatt trennen. Mehrmals täglich auf die betroffene Hautstelle auftragen, bei leichten Verbrennungen am besten sofort.

Neben ihrem Einsatz für die Haut haben Extrakte aus der ganzen Pflanze eine abführende Wirkung. Diese Wirkung ist wissenschaftlich belegt. Verantwortlich für die abführende Wirkung ist das 1,8-Dihydrohxyanthracen. Bei akuter und vorübergehender Verstopfung (Obstipation) kann eine Behandlung mit Aloe-Direktsaft helfen. Dafür bis zu 3-mal täglich 25–50 ml Saft trinken. Die Wirkung setzt nach 6–12 Stunden ein. Da Anthranoide wie 1,8-Dihydrohxyanthracen in größeren Mengen zu Nebenwirkungen wie Krämpfen im Magen-Darm-Bereich, Elektrolytverlust und einer Wirkverstärkung der Herzglykoside führen können, sollte man von einer langfristigen Anwendung absehen und auf qualitativ hochwertige Produkte achten. Grundsätzlich sind Verstopfungen oft die Folge von einem Mangel an Flüssigkeitszufuhr und Bewegung. Vor dem Einsatz von Abführmitteln raten wir darum zunächst dazu, auf eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr und körperliche Aktivität zu achten.

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