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Heilkraft aus 1001 Nacht

Prof. Dietrich Grönemeyer über Curcuma

Stand: 22.11.2021 (02.12.2021)

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Prof. Dietrich Grönemeyer, Verfechter der wissenschaftlich begründeten ganzheitlichen Medizin, empfiehlt Curcuma zur unterstützenden Therapiebegleitung.

Es war Mitte der 1980er-Jahre, als Curcuma mich lehrte, dass Nahrung nicht nur Energiespende, sondern auch Heilmittel ist. Ich traf damals in Sri Lanka auf Heiler. Sie erzählten mir, dass die Farbe der Curcuma in der Kleidung der Leute ihre Seelen glücklich mache und dass die Inhaltsstoffe ihnen Energie gebe, sie entgifte, ihre Verdauung fördere und antibiotisch wirke. Ich komme eigentlich aus der klassischen Schulmedizin. Radiologie, minimal invasive Chirurgie und Schmerztherapie sind meine Fachgebiete. Groß war die Skepsis der Kollegen, als ich vor Jahren damit begann, die medikamentöse Schmerzbehandlung von Fall zu Fall durch Akupunktur oder Pflanzenheilkunde zu ersetzen. Eine großangelegte Vergleichsstudie aus dem Jahr 2014 fand heraus, dass Curcuma (1.500 mg/Tag) die gleiche Effektivität bei Osteoarthritis im Knie aufweist wie Ibuprofen(1.200 mg/Tag). Der Vorteil von Curcuma ist, dass sie dabei weniger Magen-Darm-Beschwerden hervorruft.

Aktuell werden die traditionellen Anwendungsgebiete von Kurkumaintensiv erforscht. Die Weltgesundheitsorganisation(WHO) klassifiziert Curcuma longa als wirksam bei

  • Blähungen
  • Durchfall
  • Dünndarmgeschwüren
  • Schmerzen und Entzündungen bei rheumatoider Arthritis
  • Schmerzen allgemein
  • Hautkrankheiten
  • Störungen der Menstruation

Curcuma ist wie viele andere Gewürze und Kräuter ein sehr potentes Heilmittel. Bei schweren akuten Erkrankungen sind schnell und intensiv wirksame Medikamente oft die beste Wahl. Aber zur Vorbeugung und auch im Anfangsstadium der meisten Krankheiten, kann eine gesunde Ernährung mit vielen Gewürzen einen großen Beitrag zur Gesundung/Gesunderhaltung leisten. Für mich ist Curcuma seitmeinem Besuch in Sri Lanka in den80ern ein wesentlicher Bestandteil beim Kochen (ayurvedische Currys) und der Zubereitung von Getränken (goldene Milch, Chai Tee).

Gut zu wissen

Aufgrund klinischer Daten klassifiziert die WHO Curcuma longa in der höchsten Kategorie für die Indikation „flatulente Verdauungsstörungen“. In der zweiten Kategorie finden sich Zwölffingerdarmgeschwür, Schmerzen und Entzündungen bei rheumatoider Arthritis, Störungen der Menstruation, Durchfall, Schmerzen und Hautkrankheiten. Wissenschaftlich anerkannt ist Curcuma für seine positive Wirkung bei:

  • Leichten Leber- und Gallenbeschwerden
  • Übersäuerung
  • Verdauungsbeschwerden wie Völlegefühl und Blähungen

Curcuma wird traditionell aber noch für viele weitere Beschwerdebilder eingesetzt:

  • Schmerzen allgemein
  • Schmerzen und Entzündungen durch rheumatoide Arthritis
  • Regelschmerzen
  • Ausbleiben der Menstruation länger als 3 Monate
  • Magengeschwüre
  • Durchfall
  • Erkältungen

Tipp

Bei akuten Beschwerden im Magen-Darm-Bereich sowie bei Erkältungen mache ich mir eine Thermoskanne Curcuma-Tee: 3g Wurzel auf 1l Wasser zum Sieden bringen, 5–10 Min. leichtköcheln lassen, abseihen und über den Tag verteilt trinken.

Zum Weiterlesen

„Selbst heilen mit Kräutern“

von Friederike und Prof. Dr. Dietrich Grönemeyer

Becker Joest Volk Verlag

29,95 €

Magen-Darm-Probleme behandelt man in Indien seit Langem mit Curcuma, auch bekannt unter dem Namen Gelbwurz. Ihre vielfältigen und oft erstaunlichen Heilkräfte werden nun auch bei uns immer mehr erforscht. Hier erfahren Sie gleich mehr darüber:

Curcuma – das gelbe Wunder

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