Extra an Vitaminen und Mineralstoffen

Nahrungsergänzungsmittel

Stand: 05.07.2016

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Optisch sind sie den Arzneimitteln zum Verwechseln ähnlich: Pilllen, Kapseln und Tabletten, die den Körper mit wichtigen Zusatzstoffen versorgen sollen. Ihre Einnahme ist nicht unumstritten.

Linus Pauling, amerikanischer Forscher und zweifacher Nobelpreisträger, war überzeugt, dass die Zufuhr von Vitaminen und Mineralstoffen – in der richtigen (orthos = richtig) Menge – Mensch und Tier vor zahlreichen Krankheiten schützt. Als rüstiger Rentner gründete er 1974 das Institut für Orthomolekulare Medizin in Palo Alto (Kalifornien) und wurde stolze 93 Jahre alt. Hatte er also Recht mit seiner Philosophie der „richtigen Moleküle” und was ist aus seiner Idee geworden?

Lebens- und zufuhrnotwendige Stoffe

Die moderne Ernährungswissenschaft geht davon aus, dass der Mensch circa 40 Substanzen benötigt, um gesund zu bleiben. Sie werden als essentiell, das heißt lebens- und zufuhrnotwendig eingestuft. Bei der unzureichenden Zufuhr nur eines dieser Mikronährstoffe kommt es zu charakteristischen Mangelerscheinungen, wie zum Beispiel die durch Eisenmangel bedingte Blutarmut (Anämie). Dass extremer Vitamin-C-Mangel die berüchtigte Seefahrerkrankheit Skorbut hervorruft oder Vitamin-D-Mangel im Kleinkindalter zu Rachitis führt, lernen Kinder in der Schule.

Die in verschiedenen Organisationen für Orthomolekulare Medizin zusammengeschlossenen Ärzte, Ernährungswissenschaftler und Pharmazeuten beschäftigen sich vor allem mit der Prävention und Therapie von Krankheiten mit Hilfe von optimal dosierten Mineralstoffen, Vitaminen, Aminosäuren und anderen natürlichen, die Gesundheit fördernden Stoffen, wie beispielsweise den sekundären Pflanzenstoffen.

Die ursprüngliche Definition von Linus Pauling zum Wesen der Orthomolekularen Medizin gilt auch heute noch: „Orthomolekulare Medizin ist die Erhaltung guter Gesundheit und die Behandlung von Krankheiten durch Veränderung der Konzentrationen von Substanzen im menschlichen Körper, die normalerweise im Körper vorhanden und für die Gesundheit erforderlich sind.”

Zum besseren Verständnis der OM stelle man sich ein Auto vor, dessen Besitzer schon lange keinen Ölwechsel vorgenommen hat, dessen Bremsflüssigkeitsstand viel zu niedrig ist und das auch kein Wasser mehr in der Scheibenwaschanlage hat. Das Auto mag zwar noch fahren, doch über kurz oder lang werden wesentliche Funktionen vermindert sein, im schlimmsten Fall wird es zu einem Unfall mit Totalschaden kommen. Dem Auto werden wichtige Pflege- und Verbrauchsmaterialien vorenthalten.

Mineralstoffe als Zündfunken

Ähnlich verhält es sich mit dem menschlichen Stoffwechsel. Dieser ist darauf angewiesen, ständig Stoffe aufzubauen, umzuwandeln, abzubauen oder auszuscheiden. Hierzu braucht er spezielle Werkzeuge, die Enzyme. Diese wiederum bestehen zum einen aus Eiweiß, das nur mit Hilfe der essentiellen Aminosäuren hergestellt werden kann, zum anderen aus Vitaminen. Beides zusammen reicht allerdings noch nicht aus.

Damit ein Enzym aktiv werden kann, ist ein Zündfunken nötig. Diese Funktion erfüllen Mineralstoffe, die als Mengen- oder Spurenelemente ebenfalls zugeführt werden müssen. So ist Magnesium an 300 Enzymen des Energiestoffwechsels beteiligt, Zink wird für rund 60 Enzyme benötigt. Enthält die Nahrung zu wenig dieser lebens- und zufuhrnotwendigen Substanzen, wird unser Stoffwechsel ähnlich wie das unzureichend gewartete Auto stark vermindert arbeiten. Die Folgen sind Funktionseinbußen und Krankheiten.

Studien zeigen, dass mit Mikronährstoffen Krankheiten vorgebeugt, aber auch behandelt werden können. Etwa Folsäure in der Schwangerschaft, Hyaluronsäure und Glucosaminsulfat in der Orthopädie oder Selen in der Tumortherapie. Dies sind nur einige Beispiele aus einer Vielzahl präventiver bzw. therapeutischer Anwendungen orthomolekularer Substanzen. Etliche Therapien mit Nährstoffen sind dabei bereits in die klassische medizinische Behandlung eingeflossen.

Im natürlichen Verbund


Die OM arbeitet ausschließlich mit Stoffen, die dem Körper vertraut sind, die er zum reibungslosen Ablauf aller Stoffwechselvorgänge benötigt. Sind diese im natürlichen Verbund eines Lebensmittels eingebunden, sind sie meist auch optimal verfügbar.

Werden Mikronährstoffe dagegen synthetisch hergestellt bzw. isoliert in Nahrungsergänzungsmitteln eingesetzt, kann darunter die Aufnahme bzw. Verwertung im Stoffwechsel leiden. Daher wird bei Nahrungsergänzungsmitteln im Reformhaus® großer Wert auf die Natürlichkeit der Rohstoffe gelegt. Statt isolierter Substanzen werden vielfach Extrakte verwendet, etwa aus der Acerolakirsche oder Sojabohne. Ein Beispiel für natürliche Rohstoffe sind Präparate aus Hefezellen. Hier dienen lebende Hefezellen als „Transporter” für verschiedene orthomolekulare Wirkstoffe.

In mehreren Studien, beispielsweise bei Extremsportlern, konnte gezeigt werden, dass das von dem Wissenschaftler Dr. Georg Wolz entwickelte Verfahren der Enzymhefezellen zu einer optimalen Aufnahme und Verwertung der verwendeten Mikronährstoffe im Organismus führt. „Die Hefezellen werden mit Fruchtsäften gezüchtet und werden in ihrem natürlichen flüssigen Medium abgefüllt. So bleiben sie biologisch aktiv und stellen dem Körper ihre volle Kraft zur Verfügung. Die Hefezellen sind besonders dünnwandig und können so leicht vom Körper aufgenommen und verwertet werden. Sie wirken dort, wo unsere Kraft entsteht: In jeder einzelnen Körperzelle”, beschreibt Wolz.

Weitere Beispiele für natürliche Rohstoffe sind die Carotinoide Lycopin, Lutein und Zeaxanthin

Zur Gruppe der Carotinoide, deren bekanntester Vertreter das Carotin ist, zählen über 700 unterschiedliche Verbindungen. Das Carotinoid Lycopin kommt in Tomaten vor, die Carotinoide Lutein und Zeaxanthin sind in einem Präparat zur Stärkung der Sehkraft enthalten und sollen die Netzhaut vor schädlichen Einflüssen des Lichts schützen.

Die Carotinoide werden nach Auskunft von Dr. med. Gisela Rauch-Petz von der Firma Alsitan ausschließlich aus natürlichen Quellen extrahiert, Lycopin aus Tomaten, Lutein und Zeaxanthin aus der Tagetes-Pflanze. Zur Gewinnung von Bioflavonoiden, die ebenfalls zu den sekundären Pflanzenstoffen zählen, dienen Holunder- und/oder Rotweinextrakte. In Holunder, schwarzen Johannisbeeren, blauen Weintrauben, Rotkohl, Auberginen und Rote Bete sind die Pflanzenfarbstoffe mit dem bloßen Auge auszumachen. Sie besitzen eine hohe antioxidative Kraft und sollen so freie Radikale abfangen. „Allein die Holunderfrüchte enthalten weit über 100 Anthocyanvarianten, die zur Flavonoidgruppe gerechnet werden”, so die Wissenschaftlerin. Im Verbund mit Flavonoiden wirkt Vitamin C deutlich stärker.


Orthomolekulare Präparate sollen – wie das Beispiel des Autos zeigt – dem Organismus bereits im Vorfeld alles zuführen, was er für einen reibungslosen Stoffwechsel benötigt und somit Krankheiten keinen Nährboden bieten. Für therapeutische Zwecke müssen die Dosierungen zum Teil deutlich höher gewählt werden. Solche Anwendungen sollten am besten durch den orthomolekular geschulten Arzt begleitet werden.

Ein breites Spektrum an Mineralstoffen finden Sie im Online-Shop.

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