Das Carotinoid Astaxanthin aus Mikroalgen gilt als Königin der Antioxidantien

Kennen Sie Astaxanthin?

Das Carotinoid gilt als top Antioxidant

Stand: 23.06.2021 (12.07.2021)

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Vielleicht denken Sie jetzt spontan, das sei irgendein neuer Impfstoff, dessen Namen man mühsam buchstabieren muss? Nein, weit gefehlt! Denn Astaxanthin stammt aus der Werkstatt der Natur. Es gehört zu den Carotinoiden und somit zu den Pflanzenstoffen, deren beeindruckende Kräfte für unsere Gesundheit zunehmend erforscht und genutzt werden – deshalb sollten wir uns den Namen ruhig merken.

Ein Carotinoid, das unter Wasser gedeiht

Astaxanthin ist ein in Pflanzen enthaltener Farbstoff. Er gehört wie das Carotin, das zum Beispiel in Möhren steckt und sie orange färbt, zur Gruppe der Carotinoide, die bei Obst und Gemüse für die kräftigen Farben sorgen und von denen rund 600 heute bekannt sind. Besonders hoch ist das Vorkommen von Astaxanthin aber unter Wasser: in Meeresalgen wie Spirulina, im Plankton und vor allem in der winzig kleinen Süßwasser-Mikroalge Haematococcus pluvialis, der Blutregenalge. Und Astaxanthin kann mehr als nur färben. Es gilt als eines der vermutlich stärksten Antioxidantien, also als Radikalenfänger mit antientzündlichen und immunstärkenden Kräften.

Ein effektives Schutzschild gegen freie Radikale

Astaxanthin ähnelt in seiner Struktur dem Beta-Carotin und gilt als eines der wirksamsten Mittel gegen freie Radikale. Diese entstehen durch Umwelt- und Genussgifte, durch Dauerstress und ungefiltertes UV-Licht und können zu gefährlichen Zellschäden führen. Sie lassen unsere Haut altern, können schlimmstenfalls sogar Krebs mit auslösen. Studien zufolge kann Astaxanthin helfen, schwere, zerstörerische Zellschäden zu verhindern. Allerdings führte man die Studien bisher fast nur bei Tieren, etwa Mäusen, durch. Die Ergebnisse gelten daher nicht automatisch auch für uns Menschen, es wird also weiter geforscht. 

Bewährtes Nahrungsergänzungsmittel

Antioxidantien gegen freie Radikale kann der Körper selber nicht bilden, sie müssen stets über die Nahrung zugeführt werden, am besten über viel frisches Obst und Gemüse. Da Astaxanthin mittlerweile als eines der stärksten Antioxidantien eingeschätzt wird, ist es auch als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen. Das natürlichste und beste Astaxanthin wird aus der winzigen Blutregenalge gewonnen und in der Regel in Kapselform angeboten. Wie bei Beta-Carotin sollte die Aufnahme im Darm verbessert werden, indem gleichzeitig ein Löffel gutes Öl oder ein fetthaltiges Lebensmittel verzehrt wird. Bei Erkrankungen wie Diabetes, Bluthochdruck oder Krebs sollte eine längerfristige Einnahme immer mit dem Arzt abgeklärt werden, um mögliche Wechselwirkungen mit Medikamenten auszuschließen. (Astaxanthin im Reformhaus® z. B.: Raab Vitalfood Astaxanthin Gel-Kapseln; Bakanasan Conenzym Q10+, Kapseln mit Astaxanthin)

Diskussion: Was kann Astaxanthin wirklich?

Die Schutzwirkung von Carotinoiden ist wissenschaftlich anerkannt, etwa die von Beta-Carotin für die Augen. In Bezug auf Astaxanthin bemängeln KritikerInnen, dass es nach wie vor zu wenig klinisch bestätigte Nachweise für die gesundheitsfördernden Effekte beim Menschen gibt. So schreibt die Verbraucherzentrale auf ihrer Website, dass bisher alle 15 bei der Europäischen Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) beantragten Claims abgelehnt wurden; Hersteller dürfen nicht mit Slogans wie „Unterstützt die Sehkraft“ oder „Für das Immunsystem“ werben.

Dank neuer Testreihen könnte sich das ändern. Bei Diabetes, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Bluthochdruck, Entzündungswerten und UV-Schutz ließen sich positive Effekte erneut bestätigen. Vor allem unsere Haut mag Astaxanthin: In einer Kosmetik-Studie erhielten Probandinnen 6 mg pro Tag. Nach vier Wochen hatten sich die Elastizität und der Feuchtigkeitsgehalt der Haut verbessert, Falten wurden reduziert. 

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