Wechseljahre – kein Problem

Gelassen durch heiße Zeiten ...

Stand: 13.10.2016

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Ab Mitte 40 lässt die natürliche Hormonproduktion nach, der Körper verändert sich. Bei Beschwerden helfen alternative Therapien und die richtige Einstellung.

Rund acht Millionen Frauen in Deutschland sind gerade mittendrin: Die Wechseljahre sind ein ganz normaler Vorgang. Es werden immer weniger weibliche Hormone, Östrogene und Gestagene, gebildet. Der Eisprung findet seltener statt und bleibt schließlich ganz aus. Diese Hormon-Umstellung kann fünf bis zehn Jahre dauern – und sie geht nur bei einem Drittel der Frauen völlig beschwerdefrei vorüber. Nicht selten kommen zu den Zyklus-Veränderungen Schlafstörungen und Hitzewallungen, Reizbarkeit und Ängstlichkeit.
Doch sich deshalb mit Hitzewallungen & Co. einfach abfinden? Muss nicht sein! Zum Glück gibt es sanfte Hilfen, mit denen Frauen gut durch die Wechseljahre kommen.

Achtsamkeit

Die innere Einstellung ist wichtig: Nehmen Sie die Zeit des Wandels als Teil Ihres Lebens an, statt sich zu grämen, dass Sie unweigerlich älter werden. Studien zeigen, dass Frauen, die Negatives von dieser Phase des Lebens erwarten, auch stärker darunter leiden. Natürlich lösen sich die Beschwerden nicht einfach in Luft auf, aber wer sich bewusst öfter etwas Gutes gönnt, kann gelassener damit umgehen. Stellen Sie sich häufiger mal in den Mittelpunkt, Sie haben sich dieses bisschen gesunden Egoismus verdient!

Pflanzenpower

Natürliche Vitalstoffe, wie Soja-Isoflavonoide, können dazu beitragen, Wechseljahrsbeschwerden zu mindern. Isoflavone ähneln in ihrer Struktur den menschlichen Östrogen-Hormonen und eignen sich daher hervorragend, ausgleichend zu wirken. Studien zeigen, dass eine Langzeit-Therapie mit Soja-Isoflavonen die typischen Beschwerden wie Hitzewallungen, Schweißausbrüche und Schlafprobleme, aber auch innere Unruhe und Reizbarkeit spürbar senken kann.

Angst vor negativen Begleiterscheinungen wie durch eine chemische Hormon-Ersatztherapie müssen Frauen nicht haben. Die Europäische Behörde für Lebensmittelsicherheit (EFSA) kommt in einem aktuellen Gutachten zum Thema Isoflavone zu dem Schluss: „Es ergeben sich keine Hinweise auf schädliche Auswirkungen auf die drei für diese Bewertung berücksichtigten Organe – Brustdrüse, Gebärmutter und Schilddrüse.“ (Siehe auch Interview mit Dr. Heidi Braunewell, nächste Seite)

Bewegung

Frauen, die sich wenig bewegen, haben dreimal so häufig Hitzewallungen wie sportliche Frauen, so eine schwedische Studie. Ein regelmäßiges Kreislauf- und Gefäß-Training – besonders durch Ausdauersport wie Laufen, Schwimmen und Radfahren – hilft dem Körper, Temperaturschwankungen besser zu regulieren. Sport beugt außerdem Osteoporose vor und hilft zudem dabei, das Gewicht zu halten.

Ernährung

Die Wechseljahre sind der richtige Moment, um sich für einen gesunden Lebensstil mit ausgewogener Ernährung, wenig Alkohol und keinem Nikotin zu entscheiden. Denn mit dem Östrogen schwindet ein wichtiger Gesundheitsschutz des Körpers. Hinzu kommt, dass mit zunehmendem Alter sich der Körper nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich verändert. Die Muskelmasse wird weniger, die Fettspeicher größer. Die Folge: Der Körper in den Wechseljahren benötigt weniger Energie, aber mehr Nährstoffe. Denn die kann er nicht mehr so gut aufnehmen. Gut geeignet sind wenig verarbeitete Lebensmittel mit geringem Energie- und hohem Nährstoffgehalt wie beispielsweise Gemüse, Obst, Hülsenfrüchte, Vollkornprodukte, Kartoffeln.

Tipp: Wechseljahre Tee

Hormon-Yoga

Diese spezielle Form der indischen Heilgymnastik kann die Beweglichkeit verbessern, Schwitzen und Herzrasen mindern. Sie wirkt ausgleichend, da sie die Hormonproduktion wieder etwas ankurbelt. Das ist durch Studien erforscht. Tägliches Üben ist optimal. Fragen Sie IhreN Yoga-LehrerIn nach speziellen Übungen.

SOS-Garderobe

Bei wichtigen Terminen eine Bluse zum Wechseln mitnehmen, um auf Schwitzattacken gelassener reagieren zu können. So kommen Sie entspannt durch den Tag.

Aromatherapie

Rosenöl kann ausgleichend und entspannend wirken. Probieren Sie diesen Badezusatz: acht Tropfen naturreines Rosenöl mit 100 Milliliter Jojobaöl mischen, ins Badewasser geben. 15 Minuten in der Wanne verbessern die Stimmung und stoppen Gereiztheit.

Energieatmung

Bequem hinsetzen, tief ein- und ausatmen. Das linke Nasenloch mit dem Zeigefinger zuhalten, durch das freie Nasenloch eine Minute lang tief ein- und ausatmen. Dann das rechte Nasenloch zuhalten, wieder 1 Minute lang in den Bauch atmen. Fünfmal im Wechsel. Das fördert die innere Ruhe und wirkt sich positiv auf die meisten Körperfunktionen aus.

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Lesen Sie auch unser Expertin-Interview auf der nächsten Seite!

 

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