Die Verdauung - so funktioniert sie

Stand: 16.02.2022 (03.03.2022)

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Nehmen wir einmal an, wir haben einen Apfel gegessen. Welche Stationen im Körper durchläuft er, damit er gut verdaut wird?

Mund

Wir kauen, und der Apfel wird im Mund so zerkleinert, dass er problemlos weitertransportiert werden kann. Dabei wird der Bissen eingespeichelt (pro Tag entwickeln wir ca. 500 – 1500 ml Speichel) und vorverdaut, bevor er weitergegeben wird.

Speiseröhre

Unsere Speiseröhre ist etwa so lang wie eine Spülbürste und sehr flexibel. So können unsere Apfelstückchen in ihren Muskelringen und der Längsmuskelschicht weitertransportiert werden. Die Speiseröhre endet nicht direkt am oberen Ende des Magens, sondern etwas rechts davon. Mit ein Grund: So wird verhindert, dass wir immer dann, wenn wir unseren Bauch anspannen, wieder etwas von den Apfelstückchen herausdrücken.

Magen

In unseren Magen passen circa 1,5 Liter, also der Inhalt einer großen Wasserflasche. Wenn die Apfelstückchen hier ankommen, sehen sie wie Apfelbrei aus.

Geräusche und Gerüche

Unser Apfel durchläuft die Stationen der Verdauung nicht geräusch- und geruchlos. Ganz normal! Verantwortlich dafür sind die Darm-Bakterien. Deren „Abgase“ bahnen sich geräuschvoll einen Weg ins Freie. Denn das Aufräumkommando unserer mikroskopisch kleinen Darmbakterien ernährt sich im Dickdarm von unserem „Abfall“. Dabei scheiden sie zum einen Stoffe aus, die unser Körper dann weiterverwerten kann: zum Beispiel Vitamin B. Aber bei dieser Arbeit produzieren sie eben auch Gase wie Methan und den nach faulen Eiern riechenden Schwefelwasserstoff.

Dickdarm

Hier beginnt der Dickdarm, der mithilfe von Bakterien weiter nützliche Stoffe umwandelt – alles Überschüssige schiebt er dann zum Ausgang. Zwölf bis dreißig Stunden dauert es, bis unsere Apfelstückchen völlig verdaut sind und die Reststoffe auf der Toilette entsorgt werden können.

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