Frau in der Natur

Welcher Heuschnupfen-Typ bin ich?

Start der Pollensaison

Stand: 14.02.2017 (14.02.2017)

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Die Pollensaison startet schon jetzt. Sobald es milder ist, fliegen die Pollen. Sind Sie auch betroffen und wie ausgeprägt ist Ihre Allergie? Mit unserem Test finden Sie es heraus und mit unseren Tipps können auch Sie die Natur wieder genießen.

Jede / r Dritte in den Industrienationen leidet unter einer Allergie. Eine der häufigsten ist der Heuschnupfen oder medizinisch Pollinosis. Dabei reagiert das Immunsystem auf Eiweißstoffe, die in den Pollen der Pflanzen stecken. Blühen sie, verbreiten sich die Allergene durch die Luft – Hauptsaison ist April bis August. Doch durch den Klimawandel geht die Belastung für viele schon im Februar los und dauert länger. Um die Beschwerden zu lindern, hilft es, genau den eigenen Typus zu kennen und ein paar Tipps zu befolgen. 

Test:

Einfach die für Sie zutreffende Antwort ankreuzen und Punkte addieren. Passende Tipps und Hilfen finden Sie in der Auflösung.

Wie lange ist Ihre Heuschnupfen-Saison?

  • Ich reagiere nur auf ganz bestimmte Pollen – also nur kurze Phasen 1
  • Das ist sehr unterschiedlich von Jahr zu Jahr 3
  • Mein Heuschnupfen ist über die ganze Saison aktiv. Wenn es mild ist, habe ich auch schon mal im Winter Beschwerden 2

Wenn Sie es genau datieren, wie oft haben Sie Beschwerden?

  • In der Saison weniger als vier Tage pro Woche 1
  • Wenn ich alles zusammenrechne, insgesamt weniger als vier Wochen pro Jahr 2
  • Mehr als vier Tage pro Woche oder mehr als vier Wochen pro Jahr 3

Seit wann leiden Sie unter einer Pollenallergie?

  • Letzten Sommer habe ich zum ersten Mal gemerkt, dass ich häufig niesen musste, die Augen juckten und die Nase lief 3
  • Schon seit mehreren Jahren 2

Kennen Sie Ihre Allergene?

  • Ja, ich reagiere vor allem auf Birkenpollen (oder eine andere Art wie Gerste oder Gräser) 1
  • Ich habe mich früher mal testen lassen, aber das nützt ja nicht viel. Ich denke es sind noch ein paar hinzugekommen 2
  • Ja, bei mir ist es die ganze Bandbreite, ich muss auch bei bestimmten Lebensmitteln aufpassen 3

Wie intensiv sind Ihre Beschwerden?

  • Ich merke vor allem im Hochsommer etwas und auch nur tageweise. Ich fühle mich nur mäßig in meiner Lebensqualität eingeschränkt 1
  • Schon recht heftig, zumindest wenn meine Pollen fliegen. Deshalb richte ich mich auch nach Pollenflug-Vorhersagen 2
  • Auf einer Skala von Eins bis Zehn würde ich im oberen Drittel liegen. Ich fühle mich tagsüber deutlich in meiner Leistungsfähigkeit eingeschränkt und schlafe in der Nacht schlecht 3

Sind bei Ihnen nicht nur die oberen Atemwege betroffen?

  • Wenn ich Heuschnupfen habe, schlägt es mir auch auf die Bronchien 7
  • Ich wache häufig nachts von Hustenattacken auf. Mein Partner berichtet von pfeifenden Atemgeräuschen, außerdem leide ich unter Atemnot 8
  • Nein 0

Reagiert zusätzlich die Haut?

  • Ich hatte schon als Kind mit Neurodermitis zu tun 8
  • Während der Pollensaison juckt auch häufig meine Haut oder ist gerötet. Immer wieder reagiert meine Haut mit Quaddeln. Der Arzt sprach von einer Urtikaria oder Nesselsucht 8
  • Nein 0

Wie oft haben Sie Dauerschnupfen, der länger als zwei Wochen anhält?

  • Selten 0
  • Sehr oft, ich habe häufig Nasennebenhöhlen-Entzündung 8

Lösen bestimmte Lebensmittel Juckreiz im Rachen aus?

  • Ja, ich leide unter verschiedenen Kreuzallergien 8
  • Ja, besonders Nüsse machen mir zu schaffen 8
  • Juckreiz im Rachen habe ich nur, wenn ich Allergene einatme 0

Haben Sie auch Symptome, wenn keine Pollen fliegen?

  • Ja 8
  • Nein 0

Die Test-Auflösung

Bis 5 Punkte: Sommerfrischler-Allergiker

Vielleicht sind Sie erst seit wenigen Saisons allergisch oder Sie gehören zu den Glücklichen, bei denen der Heuschnupfen nicht so stark ausgeprägt ist. Auch möglich: Bei einigen Betroffenen verbessert sich die Empfindlichkeit gegenüber Pollen. Bei den meisten steigert sich der Heuschnupfen vom ersten Auftreten in den ersten acht Jahren kontinuierlich – wenn er unbehandelt bleibt. Sprechen Sie mit Ihrem Arzt oder Heilpraktiker, ob eine spezifische Immuntherapie oder Hyposensibilisierung bei Ihnen sinnvoll ist.

Die beste Strategie ist es, sich möglichst wenig den Pollen auszusetzen. Das bedeutet aber nicht, dass Sie jetzt nur noch zu Hause bleiben müssen. Gerade als Neuling sind die Informationen über die Wetter- und Pollensituation eine gute Handlungsanleitung. Allgemein: Auf dem Land ist die Belastung in den frühen Morgenstunden am höchsten, deshalb ist es sinnvoller, am späten Nachmittag oder Abend draußen etwas zu unternehmen oder Sport zu treiben. In der Stadt ist es umgekehrt, abends sind in der Luft mehr Allergene zu finden. Hier ist also Frühsport angesagt.

Zweite Strategie: Möglichst wenig Reizstoffe ins Haus lassen. Auf dem Land sollte man besser am Abend die Fenster öffnen und für Durchzug sorgen, in der Stadt am Morgen. Tagsüber sollten sie geschlossen bleiben.

Sie waren draußen, spüren es schon kribbeln? Dann Kleidung schnell ausziehen (nicht im Schlafzimmer), Haare waschen, duschen und eventuell mit einem feuchten Tuch glatte Fläche abwischen. Auch die Brille mit Wasser abspülen.

Tipp: Augen- oder Nasentropfen immer anwenden, bevor Sie nach draußen gehen. Das wehrt die Allergene direkt vor Ort ab.

Hilfen aus dem Reformhaus®:

6 bis 13 Punkte: Hochsensible oder Stark-Allergiker

Ihre Pollenallergie ist sehr ausgeprägt: Niesen, Fließschnupfen, Augenjucken und Müdigkeit – das volle Programm. Und da Sie auch auf unterschiedliche Pollen reagieren, ist ein Spaziergang an einem lauen Sommerabend über eine Wiese sicher kein reines Vergnügen. Möglicherweise haben sich aber auch noch andere Allergien dazugesellt. Wenn Sie das ganze Jahr über mit Heuschnupfen-Symptomen zu tun haben, können auch Hausstaubmilben, Schimmelpilze oder Tierhaare zu den Auslösern gehören.

Das können Sie tun:Erforschen Sie die genauen Ursachen mithilfe eines Allergie-Tagebuchs und Tests beim Allergologen. Meiden Sie histaminhaltige Lebensmittel wie gereiften Käse (besonders Parmesan), Rotwein und Hefebackwaren.

Studien haben gezeigt, dass hochdosiertes Vitamin C (dreimal täglich 1000 Milligramm) den Histaminabbau fördern kann. Bei einer anderen Studie profitierten Pollenallergiker von Magnesium (400 Milligramm täglich) und Zink (20 Milligramm täglich). Die Histaminausschüttung wurde gehemmt, Symptome gelindert.

Hilfen aus dem Reformhaus®:

 

Gut zu wissen:

Ein ausgeprägter Heuschnupfen beeinträchtigt alle kognitiven Fähigkeiten wie Konzentration, Gedächtnisleistung und Aufmerksamkeitsspanne. Das legt nahe, dass es auch im Straßenverkehr zu Einschränkungen kommen kann.

Niederländische Forscher wollten es genau wissen. Im Rahmen einer Studie der Universität Maastricht sollten Pollenallergiker einen anspruchsvollen Fahrparcour absolvieren. Die Autofahrer litten unter einem intermittierenden, also nicht dauerhaften, allergischen Schnupfen. Dabei zeigte sich, dass unter „Polleneinfluss“ die Fahrleistung erheblich eingeschränkt war. Und zwar so heftig, als würden die Betroffenen mit einem Alkoholpegel von 0,5 Promille fahren.

Ab 14 Punkten: Kombinationsallergiker

Die Auswertung zeigt, dass Sie über die typische Pollenallergie hinweg stärker betroffen sind. Der Heuschnupfen hat bei Ihnen entweder schon ein allergisches Asthma ausgelöst oder Sie leiden unter einer typischen Kombination mit Erkrankungen aus dem Spektrum der Autoimmunkrankheiten. Welche Körperregion ist bei Ihnen zusätzlich betroffen?

Bronchien

Als Heuschnupfen-Betroffene haben Sie ein erhöhtes Risiko, an Asthma zu erkranken. Je länger und ausgeprägter die Pollenallergie, desto höher das Risiko. Sehr häufig wechselt die allergische Reaktion schon als Kind die Etage und wandert in die unteren Atemwege. Neben der Behandlung und entsprechender Medikation hilft es, zusätzliche Allergene und Reizstoffe zu meiden. Vorsicht bei neuen Möbeln, Teppichen und Zigarettenrauch.

Tipps: In der Pollenflug-Hochsaison zum Urlaub ans Meer. Die Aerosole in der Brandungszone lindern die Beschwerden. Mehrere Studien zeigen, dass die Einnahme von Schwarzkümmelöl die Entzündungskaskade in den Bronchien verbessern kann.

Hilfe aus dem Reformhaus®

 

 

Haut

Pollen dringen auch durch die Haut ein und zählen zu den Triggerfaktoren beispielsweise von Neurodermitis. Auch die Symptome einer Nesselsucht verschlimmern sich in der Heuschnupfen-Saison. Eine gute Pflegecreme schützt die Hautbarriere.

Tipp: Die Haut nicht zusätzlich reizen, also keine Pflegeprodukte mit Duftstoffen verwenden.

Hilfe aus dem Reformhaus®

Nasennebenhöhlen

Dauernd ist die Nase verstopft, der ganze Kopf fühlt sich dumpf an und beim Bücken verstärkt sich der Schmerz unter den Augen. Aus dem Fließschnupfen ist eine Nasennebenhöhlenentzündung geworden. Halten die Symptome an, wird es chronisch.

Tipp: Halten Sie die Nasenschleimhäute feucht, dann können die Allergene schlechter an den Schleimhäuten haften und eindringen. Hilfreich ist etwa eine isotone Salzspülung.

Plus: Kreuzallergiker

Sie haben nach dem Essen Juckreiz im Rachen? Die Symptome treten bei bestimmten Lebensmitteln auf? Dann befinden sich in dem Obst, Gemüse, Nüssen, Getreide oder Kräutern Inhaltsstoffe, die eine genetische Verwandtschaft zu den Blütenpollen aufweisen. Inzwischen weiß man, dass es so etwas bei Dutzenden von Nahrungsmittel gibt. Unbedingt testen lassen, da die allergischen Reaktionen stärker ausfallen können.

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