Starke Sehkraft bis ins hohe Alter

Gesundheits-Tipps

Stand: 29.07.2016

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Einwandfreies Sehen ist kein Zufall. Spezielle Übungen und augengesunde Ernährung unterstützen die sensiblen Sinnesorgane bis in die späten Jahre. Aber stimmt es auch, dass uns der Genuss von Möhren einen besseren Durchblick beschert?

Als „Tor zur Welt” oder „Fenster zur Seele” werden sie bezeichnet: Die Augen sind das Hauptsinnesorgan des Menschen. Ohne Sehkraft können wir den Nachbarn nicht grüßen, keine Zeitung lesen, keinen Scheck unterschreiben, nicht Autofahren und den Enkeln beim Herumtoben zusehen. Nur gute Augen ermöglichen es, sich im Alltag sicher zu bewegen und die Eigenständigkeit zu bewahren.

Auch der berufliche Erfolg hängt maßgeblich von der Sehkraft ab. Die Anforderungen an die sensiblen Sinnesorgane sind dabei enorm. Nicht nur, dass die Augen den ganzen Tag und ununterbrochen für uns „fokussieren” müssen, damit wir alle Dinge, von nah bis fern, scharf sehen. Sie haben dabei gleißender Sonne ebenso zu trotzen wie eisigem Wind. Und das moderne Leben fordert mit monotonen Belastungen, Büroluft und Zigarettenrauch ebenfalls seinen Tribut.

Die Augen ermüden schneller, trocknen aus und leiden vermehrt unter freien Radikalen, kleinen zerstörerischen chemischen Verbindungen, die Blutgefäße und Netzhaut angreifen und so auch die Sehkraft in Mitleidenschaft ziehen. Schlaf ist häufig die einzige Regenerationsmöglichkeit, und selbst hier müssen sich die Augen während der Traumphase viel bewegen, wenn der Stress des Tages verarbeitet wird.

Augenveränderungen im Alter

Mit zunehmendem Alter verändern sich die Augen. Die Linse verliert, wie alle Körpergewebe, an Flexibilität und kann sich nicht mehr ausreichend auf „Nähe” einstellen, wofür eine stärkere Krümmung (Lichtbrechung) notwendig ist. Auch die anhängenden Muskeln, die die Linse für Nah- und Fernsehen strecken und stauchen, ermüden.

So stellt sich im Alter von 40 bis 60 Jahren häufig die Altersweitsichtigkeit (Presbyopie) ein. Die Morgenzeitung lässt sich nur noch mit ausgestreckten Armen lesen und filigrane Arbeiten in nächster Nähe fallen zunehmend schwer. Hinzu kommt häufig ein Trockenheitsgefühl mit unangenehmem Drücken und Brennen sowie mit Lichtempfindlichkeit: das trockene Auge. Die Hornhaut wird nicht mehr ausreichend mit Fett und Tränenflüssigkeit benetzt.

Das Risiko für Entzündungen und Infekte steigt. Zum Teil stecken Medikamente, Allergien oder hormonelle Störungen dahinter. Oft liegen die Hauptursachen aber auch einfach im Alltag: 

  • Rauch
  • Staub
  • trockene Büroluft

reißen den Tränenfilm auf.

  • Bildschirmarbeit
  • Anspannung

lassen das Auge den befeuchtenden Lidschlag vergessen. Auch Vitamin-A-Mangel kann die Ursache sein.

Beim Grauen Star (Katarakt) wird die Sicht durch die langsam fortschreitende Eintrübung der Augenlinse verschwommen. Licht- und Blendungsempfindlichkeit nehmen zu. Auslöser können Zuckerkrankheit, Verletzungen, UV-Schäden oder Medikamente wie zum Beispiel Kortison sein.

Beim Grünen Star (Glaukom) lässt erhöhter Augeninnendruck das Auge hart werden und schädigt den Sehnerv. Es treten schwarze Flecken beim Sehen auf (Gesichtsfeldausfälle), oft bis zur Erblindung. Als Ursachen sind unter anderem ein behinderter Abfluss des so genannten Kammerwassers, aber auch Stress bekannt.

Schlechte Durchblutung schädigt Makula


Die häufigste Ursache für zunehmende Sehschwächen jedoch ist die altersbedingte Makuladegeneration (AMD), bei der die Sehsinneszellen der Netzhaut (Makula) vor allem durch eine verschlechterte Durchblutung zugrunde gehen. Normalerweise ist die Netzhaut das am stärksten durchblutete Organ des Körpers. Durchblutungsstörungen führen zunächst zur Mangelernährung, später zum Verkümmern, vor allem in der Sehgrube, dem Ort des schärfsten Sehens. Die zentrale Sehschärfe geht zurück.

Alles, was die Durchblutung verschlechtert, fördert diesen Prozess:

  • Rauchen
  • hohe Blutzuckerwerte
  • Übergewicht
  • Bewegungsmangel
  • UV-Schäden

Wie alle Organe sind auch die Augen auf eine ausgewogene Ernährung und gute Durchblutung angewiesen. Nur so werden sie hinreichend mit Sauerstoff und Nährstoffen versorgt, nötig für den Sehvorgang, Reparaturprozesse und die Abwehr freier Radikale.

Verwöhnprogramm für die Augen

  • Ausreichend Bewegung an frischer Luft fördert die Durchblutung und beugt Gefäßschäden durch Übergewicht vor. Rauchen und Alkohol in größeren Mengen verschlechtern die Durchblutung und provozieren freie Radikale.
  • Wer entspannt ist, sieht auch entspannter. Genügend Schlaf und Entspannung suchen, z. B. durch Qigong, Autogenes Training, Hobbys, Gespräche, Kneippsche Augengüsse und heiße Nackenwickel mit Arnika, Rosmarin und Thymian.
  • Liposomen-Augenspray hilft bei Trockenem Auge (z. B. von Hübner)
  • Augenbalsam mit Aloe vera, Schachtelhalm und Birkenblättern wirkt abschwellend bei Tränensäcken und geschwollenen Lidern (z. B. von Hübner).
  • Computer- oder Fernsehzeit möglichst beschränken und auf den richtigen Bildschirmabstand und die korrekte Haltung achten.
  • Beim Lesen und Arbeiten für gute Beleuchtung sorgen.
  • Bei starker Sonneneinstrahlung die Augen durch eine gute Sonnenbrille mit UV-Filter schützen.

Nährstoffe für die Augen

  • Lutein und Zeaxanthin: Diese Carotinoide kommen in großen Mengen im Zentrum des schärfsten Sehens, der Macula lutea (gelber Fleck) vor. Ermöglichen das Farb- und Tagessehen und schützen gegen freie Radikale. Reichlicher Verzehr von Spinat, Brokkoli etc. kann das Risiko der Makuladegeneration senken bzw. ihr Fortschreiten verzögern.
  • Vitamin A und Beta-Carotin: Bestandteil des Sehpigments. Essenziell für Hell-Dunkel-Sehen; Beta-Carotin, die pflanzliche Vorstufe, ist noch dazu ein effektiver Radikalfänger. Vorkommen: z. B. in Aprikosen, Möhren (Carotin), Käse, Eiern (Vit. A). Der Spruch, dass, wer viele Möhren mümmelt, keine Brille braucht, stimmt nur bedingt – Vitamin A hilft nicht gegen Fehlsichtigkeit.
  • Anthocyane: Stabilisieren die Blutgefäße im Auge und unterstützen die Hell-Dunkel-Anpassung. Ausreichender Verzehr kann der Nachtblindheit vorbeugen. Vorkommen: in allen dunkelblauen und roten Früchten sowie Gemüsesorten.
  • Omega-3-Fettsäuren: 
Potente Antioxidantien. Zusätzlich am Sehvorgang beteiligt. Reichlich zu finden in Kaltwasserfischen sowie in Lein- und Walnussöl.
  • Vitamine C, E: Schützen wichtige Augenstrukturen. Bei Vitamin-E-Mangel etwa steigt das Risiko für Katarakt und Makuladegeneration. Beide Vitamine sollen auch diabetischen Gefäßschäden vorbeugen. Vorkommen: Vitamin C in Paprika, Sanddorn und Zitrusfrüchten, Vitamin E in Getreide, Nüssen und Soja.
  • Selen und Zink: Wichtige Bestandteile radikalfangender Enzyme im Auge. Vorkommen: in Fisch, Fleisch, Vollkornprodukten und Weizenkeimen.

Essen für die Sehkraft

Auf dem Speiseplan sollten viel frisches Obst und Gemüse stehen, dazu ein- bis zweimal pro Woche Fisch. Alkohol ist in Maßen erlaubt, auf Nikotin sollte verzichtet werden. Zu viel tierisches Eiweiß fördert das Risiko der Linsentrübung. Bewegung und ausreichende Flüssigkeitszufuhr ermöglichen eine gute Durchblutung und einen funktionierenden Stoffwechsel.

Gesunde Lebensführung beugt „Volkskrankheiten” wie hohen Blutzuckerwerten, hohem Blutdruck oder arteriellen Verschlusskrankheiten (Arteriosklerose) vor, die sich durch die verminderte Durchblutung auch ungünstig auf die Sehkraft auswirken.

Eine ausreichende Versorgung ist aber nicht immer einfach. Alter, besondere Belastungen und Krankheit erhöhen den Nährstoffbedarf; manchmal fehlt es auch einfach am Durst oder Appetit oder die Bewegungsmöglichkeiten sind eingeschränkt. Um dann eine bestmögliche Augenversorgung zu sichern, hält das Reformhaus® spezielle Nahrungsergänzungsmittel bereit.

Darunter zum Beispiel Alsiroyal® Expert VisionPlus-Kapseln zur diätetischen Behandlung von altersbedingter Sehschwäche, Nachtblindheit und Grauem Star oder Alsiroyal® AugenFit-Kapseln mit Lutein, Omega-3-Fettsäuren und weiteren Vitalstoffen zur allgemeinen Stärkung der Sehkraft.

Bakanasan Augen-vit S wird traditionell angewendet zur Vorbeugung von Nachtblindheit, während Bakanasan Augenwohl-Kapseln mit Lutein, Zeaxanthin und Heidelbeerextrakt zur Stärkung der Sehkraft und Schutz der Makula beitragen.

Granatapfelsaft ist besonders reich an Antioxidantien, Aroniasaft weist einen sehr hohen Gehalt an Vitamin E, Beta-Carotin, Zink und Anthocyanen auf. Auch viele augengesunde Beeren erfreuen den Gaumen. Denn: Nicht nur allein die berühmten Möhrchen sind für gutes Sehen verantwortlich.

Lesetipps zu gezielten Übungen, die helfen, die Sehkraft zu erhalten und zu verbessern: Anleitungen bieten z. B. die Bücher „Augenschule für gesundes Sehen”, „Augenschule mit Farbtherapie” oder „Rasterbrille” von W. Hätscher-Rosenbauer, Verlag Institut für Sehtraining, Bad Vilbel

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