Pollenflug 2016

Jetzt bitte nicht niesen

Stand: 20.09.2016 (04.02.2016)

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Zartes Grün und warme Sonnenstrahlen läuten den Frühling ein. Was den meisten das Herz erwärmt, ist für manche der Beginn einer Leidenszeit, die bereits im Februar startet: Sie haben eine Pollenallergie.

Die Zahl der Pollen-AllergikerInnen steigt stetig an: Waren es vor 20 Jahren noch etwa neun Millionen, sind heute bereits über 17 Millionen Deutsche betroffen.

Bei jedem von uns geraten Blütenpollen verschiedener Pflanzen mit der Atemluft in den Körper und setzen sich auf den Schleimhäuten der Atemwege fest. Das ist nicht für jeden ein Problem. Wenn der Körper jedoch hinter den Eindringlingen fälschlicherweise gefährliche Krankheitserreger vermutet, bekämpft er sie mit voller Kraft. Diese Überempfindlichkeit gegenüber den eigentlich harmlosen Substanzen bezeichnet man als Pollen-Allergie.

Die Naturheilkunde bietet verschiedene Ansätze, eine Allergie einzudämmen. Akupunktur kann Unter- und Überreaktionen des Körpers ausbalancieren. In einigen Fällen bessern sich Allergiebeschwerden schon nach der ersten Sitzung, in der Regel sind aber fünf bis zehn Nadelsitzungen nötig, um die Beschwerden für eine längere Zeit zu mindern.

Eine weitere Möglichkeit ist die Eigenbluttherapie. Dem Patienten / der Patientin wird Blut entnommen, das wird aufbereitet und unbehandelt oder eventuell mit Wirkstoffen versetzt zurück in den Po-Muskel injiziert. Dadurch soll eine Immunreaktion des Körpers ausgelöst werden, die in vielen Fällen auch die allergischen Reaktionen abschwächt.

Einige Vitamine und Mineralstoffe vermindern teilweise allergische Reaktionen. Dazu zählen Vitamin B6, Vitamin C und Zink.

Pollen können Ihnen auch auf den Magen schlagen. Daher ist eine gut funktionierende Darmflora eine wertvolle Unterstützung im Kampf gegen Allergien. Eine Basen-Kur zur Darmsanierung kann dazu beitragen, die allergischen Beschwerden zu mindern.

Manche AllergikerInnen profitieren von einer Propolis-Kur. Propolis kann das Immunsystem unterstützen, gleichzeitig auch die Histamin-Ausschüttung im Körper hemmen – Histamine sind für die allergischen Reaktionen verantwortlich.

Wichtig: Nehmen Sie eine Allergie nicht auf die leichte Schulter, sprechen Sie mit Ihrem / r HeilpraktikerIn oder Hausarzt. Denn unbehandelt kann eine Allergie einen so genannten Etagenwechsel machen – von den oberen in die unteren Atemwege wandern und im schlimmsten Fall zu einem allergischen Asthma führen.

Zehn Selbsthilfe-Tipps für Pollen-AllergikerInnen

Auch in Ihrem Alltag können sie einiges tun, um den Allergenen aus dem Weg zu gehen

  1. Halten Sie die Nasenschleimhäute feucht: Ist die Nase trocken, haben Pollen leichtes Spiel. Nasenspülungen (morgens und abends) mit einer isotonen Salzspülung haben durch das enthaltene Hydrogencarbonat einen abschwellenden Effekt auf die Schleimhäute. Die Nasenschleimhaut wird zudem rasch und wirkungsvoll von den Allergenen befreit, freies Atmen erleichtert.
  2. Auf dem Land ist die Pollenkonzentration morgens, in der Stadt abends am höchsten. Lüften Sie daher Ihre Wohnung in ländlichen Gebieten abends zwischen 19 und 24 Uhr, in der Stadt morgens zwischen sechs und acht Uhr.
  3. Waschen Sie sich die Haare möglichst abends. Tagsüber können sich im Haar oftmals Pollen verfangen.
  4. Legen Sie Ihre Straßenkleidung außerhalb des Schlafzimmers ab – auch das verringert die Pollenbelastung im Schlafzimmer.
  5. Halten Sie beim Autofahren die Fenster geschlossen. Ist Ihre PKW-Lüftungsanlage mit einem Pollenfilter ausgerüstet, sollten Sie diesen möglichst jährlich erneuern.
  6. Überlassen Sie das Staubwischen – soweit möglich – einem Nichtallergiker im Haus. Wischen Sie immer feucht Staub.
  7. Tragen Sie draußen eine Sonnenbrille – das schützt die Augen – und ziehen Sie an Tagen mit sehr hoher Pollenbelastung evtl. ein dünnes Tuch vor die Nase.
  8. Brillenträger sollten Gläser und Gestell täglich reinigen: Brille einfach unter lauwarmem Wasser mit etwas Spülmittel abspülen und mit einem Papiertuch abtrocknen.
  9. Jucken die Augen, können Augenbäder mit Augentrost-Tee Erleichterung verschaffen.
  10. Beachten Sie die Pollenwarnungen. Dafür gibt auch praktische Pollen-Apps fürs Smartphone.

Weitere Infos: www.pollenstiftung.de

Heuschnupfen oder doch bloß eine Erkältung?

Typisch Heuschnupfen:

  • Laufende Nase, geschwollene Augen, die Augen jucken und tränen.
  • Das Nasensekret ist wässrig-klar.
  • Der Rachen kann jucken.
  • Bei Regen treten weniger, an trockenen, windigen Tagen mehr Beschwerden auf.
  • In der Stadt nimmt die Belastung abends zu, auf dem Land eher morgens.
  • Die Beschwerden nehmen beim Gang an die frische Luft zu.
  • Beschwerden lassen im Winter nach.
  • Inhalationen zeigen keine Wirkung.

Typisch Schnupfen:

  • Laufende Nase, oftmals stark zugeschwollen, es kratzt im Hals, Augen sind nur sehr selten mit betroffen.
  • Es kann zu Hals-, Kopf-, Gliederschmerzen und Fieber kommen.
  • Das Nasensekret ist dickflüssig, gelblich.
  • Beschwerden sind unabhängig vom Wetter.
  • Es hat keine Bedeutung, wo man sich aufhält.
  • Die Beschwerden lassen oft nach, wenn man sich an der frischen Luft bewegt.
  • Im Winter ist man häufiger betroffen als im Sommer.
  • Inhalationen führen oftmals zu einer Besserung.

Wenn ein Apfel Niesreiz auslöst: Vorsicht, Kreuzallergie!

Bei etwa 70 Prozent der Pollen-AllergikerInnen entwickelt sich im Laufe der Jahre auch eine sogenannte Pollen-assoziierte Nahrungsmittelallergie, auch als Kreuzallergie bekannt. So können betroffene Birkenpollenallergiker nach einem Biss in einen Apfel mit Niesreiz und laufender Nase, einem unangenehmen Kribbeln und Brennen an Lippen, Gaumen und Rachen reagieren. In seltenen, extremen Fällen kann es sogar zu Atemnot, Kreislaufkollaps undBewusstlosigkeit kommen. Je nachdem, auf welche Pollen man allergisch reagiert, kann es zu anderen Kreuzallergien kommen.

Diese Allergie-Konstellationen sind möglich:

Birkenpollen: Erle, Hasel, Esche, Buche, Eiche, Beifuß, Sellerie, Nüsse (vor allem Haselnuss), Mandeln, Karotten, Apfel, Birne, Aprikose, Pfirsich, Pflaume, Mirabelle, Zwetschge, Brombeere, Erdbeere, Himbeere, Litschi, Kirsche, Kiwi, Gewürze, Soja.

Beifußpollen: Birke, Chrysantheme, Traubenkraut, Kamille, Löwenzahn, Sonnenblume, Sellerie, Karotte, Kartoffel, Kiwi, Gurke, Tomate, Melone, Artischocke, Anis, Koriander, Curry, Chili, Estragon, Zimt, Ingwer, Kümmel, Muskatnuss, Paprika, Petersilie, Pfeffer, Knoblauch, Wermut, Erdnüsse.

Gräserpollen: Ruchgras, Lieschgras, Knäuelgras, Ananas, Roggen, Weizen, Gerste, Hafer, Kräuter, Gewürze, Pfefferminze, Hülsenfrüchte, Tomaten, Melonen, Kiwi.

Getreidepollen: Dinkel, Gerste, Hafer, Hirse, Mais, Reis, Weizen, Weidelgras, Mehl.

Allergische Erkrankungen und Nahrungsmittelunverträglichkeiten haben drastisch zugenommen. In dieser Ausbildung lernen Sie, Symptome zu erkennen. Klienten zu beraten und individuelle Lösungen anzubieten auch für pollenassozierte Kreuzallergien.

Mehr Informationen unter www.akademie-gesundes-leben.de oder telefonisch: 06172 / 300 98 22

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