Organe in Bestform

Leber und Galle

Stand: 21.07.2016

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Unsere Leber vollbringt jeden Tag Höchstleistungen. Und das, obwohl wir ihr oftmals mit üppigen Speisen und Alkohol das Leben schwer machen. Tun Sie ihr deshalb etwas Gutes.

Sie ist die größte Drüse unseres Körpers, wird mit am stärksten durchblutet und kann sich regenerieren. Man ahnt schon, dass sie etwas Besonderes sein muss: die Leber. Tatsächlich laufen viele lebenswichtige Prozesse in ihr ab. Unter anderem produziert sie die Gallenflüssigkeit, ist an der Blutgerinnung beteiligt und verarbeitet Kohlenhydrate, Eiweiße und Fette. Allein damit hat sie gut zu tun.

Zusätzlich entgiftet sie noch unseren Körper, indem sie Alkohol, Medikamente, Schimmelpilzgifte und körpereigene Stoffwechselendprodukte unschädlich macht. Das Tückische daran: Sie ist nachtragend. Und sie leidet viel zu lange unbemerkt, während sie vor allem die regelmäßigen Sünden erduldet: falsche Ernährung (zu viel, zu fett, zu süß) und zu viel Alkohol.

Alkohol: Leberfeind Nummer eins

Denn: Jedes Gläschen Wein, jeden Verdauungsschnaps und jedes Bier filtert die Leber aus dem Blut und baut es ab. Dabei entstehen gefährliche Stoffe, die das Gewebe schädigen können. Außerdem liefert ein Gramm reiner Alkohol fast so viele Kilokalorien wie Fett. Zu viele Drinks haben deshalb den gleichen Effekt wie zu fette Speisen: Sie lagern sich nicht nur in Form von Fett an Bauch und Hüften an, sondern auch im Lebergewebe. Bei guter Pflege kann sich eine solche Fettleber zwar innerhalb weniger Wochen zurückbilden. Besser aber, wenn sie gar nicht erst entsteht.

Ernährung: Ruhepausen im Alltag

Wer seiner Leber also etwas Gutes tun will, versucht sie zu entlasten. Strenge Diäten sind dafür nicht nötig: Im Alltag empfiehlt sich eine abwechslungsreiche Ernährung mit reichlich Vollkornprodukten, Kartoffeln und Nudeln, viel Obst und Gemüse, fettarmen Milchprodukten sowie magerem Fleisch und Fisch. Gute zwei Liter Kräutertee und stilles Mineralwasser am Tag helfen den Nieren, viel Ballast aus dem Körper zu schwemmen.

Einzig beim Alkohol gilt die Devise „so wenig wie möglich“. Wem der Arzt bereits eine Fettleber diagnostiziert hat, sollte auf eine leichte Vollkost umsteigen. Hier stehen vor allem Verträglichkeit (keine blähenden Lebensmittel, mild gewürzt) und eine schonende Zubereitung (kein Frittieren oder Braten) im Mittelpunkt der Ernährung.

Fasten: Entgiftung des Körpers

Auch eine Fastenkur kann der Leber guttun. Doch Vorsicht: Sie profitiert davon langfristig, im ersten Moment stresst der Hungerzustand das Organ eher. Denn der Körper mobilisiert in dieser Zeit seine Fettdepots. Damit strömen auch eingelagerte Giftstoffe erst mal zur Leber, bevor sie über die Nieren nach draußen gelangen. Außerdem entstehen beim Fasten freie Radikale, die sie zusätzlich belasten. Fastenkuren sind daher nur bei einer gesunden Leber erlaubt.

Fastenwoche

Wer in der Gruppe unter fachlicher Anleitung fasten möchte, wird bei der Akademie für Gesundes Leben in Oberursel fündig.

Den Veranstaltungskalender mit weiteren Informationen zum Ablauf finden Sie unter www.akademie-gesundes-leben.de (links unter „Fastenwochen“ klicken).

Bitterstoffe im Tee: Spülung der Gallengänge

Am effektivsten ist der Leberwickel in Kombination mit einer Tee-Kur. Verschiedenen Heilpflanzen wie dem Löwenzahn, der Artischocke und der Mariendistel werden positive Wirkungen auf die Leber nachgesagt. Denn sie enthalten Bitterstoffe, die den Gallenfluss anregen und sich so positiv auf die Verdauung auswirken. Zu den schützenden und Regeneration fördernden Wirkungen dieser beiden Heipflanzen gibt es valide Studien.

Einfach zwei gehäufte Teelöffel davon mit einer Tasse heißem Wasser aufbrühen. Zugedeckt zehn Minuten ziehen lassen und abseihen. Jeden Tag vor dem Essen zwei bis drei Tassen davon trinken.

Wickel: Unterstützung von außen

Umso sanfter wirkt dagegen ein Leberwickel. Einfach ein feucht-warmes Handtuch unterhalb des rechten Rippenbogens direkt auf den Bauch legen. Mit einem trockenen Tuch abdecken und bei Bedarf mit einer warmen Wärmflasche kombinieren. Den Leberwickel eine gute Stunde wirken lassen. Die erhöhte Temperatur fördert die Durchblutung und unterstützt so behutsam die Lebertätigkeit. Anschließend im Bett oder auf der Couch noch eine Stunde ruhen.

Gesunde Flocken: Hafer

Haferbrei ist ein altbewährtes Hausmittel gegen Bauchschmerzen, das viele noch aus ihrer Kinderzeit kennen. Doch Hafer ist mehr als nur eine gute Krankenspeise. Denn er ist ein gesundes und leckeres Nahrungsmittel. Die in Hafer enthaltenen Ballaststoffe senken den Cholesterin-Spiegel und helfen so auch, die Leber zu entlasten.

Als Flocken oder Hafermehl ist er ein Hauptbestandteil von Babynahrung. Erwachsene genießen ihn vor allem als Müsli mit Obst, Joghurt oder Honig. Besonders wenn es morgens schnell gehen muss, ist Hafer eine ausgezeichnete Wahl. Denn er muss nicht lange quellen und kann sofort verspeist werden.

Haferflocken werden durch das Quetsche der ganzen Körner hergestellt; bei feinen Haferflocken wird Schrot gequetscht.

Wohltuend für Magen und Darm

Neben den Beta-Glucanen, die sich mit Wasser vermischen, enthält Hafer auch nicht-lösliche Ballaststoffe. Sie können kein Wasser aufnehmen und werden nicht auf dem regulären Weg verwertet. Dadurch aktivieren sie die Darmbewegung. Sie füllen den Darm und sorgen dafür, dass er regelmäßig entleert wird.

Cholesterin und Blutzucker im Gleichgewicht

Hafer ist reich an Kohlenhydraten und Eiweißen, die Sie mit Energie versorgen. Dazu enthält Hafer viele Ballaststoffe, wie zum Beispiel die Beta-Glucane. Diese Substanzen binden Wasser und bilden eine zähflüssige Lösung, die die Darmschleimhaut schützt. Die Nährstoffe werden so über einen längeren Zeitraum hinweg im Dünndarm resorbiert, also aufgenommen. Dadurch steigt der Blutzuckerspiegel langsamer an. Der Körper schüttet weniger Insulin aus: Eine geringere Insulin-Ausschüttung behindert nicht den Fettabbau, genauer gesat, die Nachlieferung von Glucose aus den Fettdepots, und hilft, einer Diabetes-Erkrankung vorzubeugen.

Auch die Leber freut sich über eine Portion Haferflocken am Morgen. Denn die Leber ist gewissermaßen das Endlager von Cholesterin. Sie nimmt überschüssiges Cholesterin auf und speichert es teilweise. Um diesen Speicher nicht zu überlasten, muss der Körper Cholesterin ausscheiden. Dies geschieht jedoch erst, wenn das Cholesterin an anderer Stelle benötigt wird.

Hier kommen wieder die Beta-Glucane zu Einsatz: Sie helfen, Gallensäure im Darm abzubauen. Das regt den Körper an, mithilfe von Cholesterin aus der Leber neue Gallensäure zu bilden. Der Speicher entleert sich und das hält den Cholesterinspiegel im Gleichgewicht. Ein gesenkter Cholesterinwert kann das Risiko für Herz-Gefäßerkrankungen verringern.

Weitere wichtigen Informationen finden Sie auch in unserem Ratgeber „Leber, Galle und Bauchspeicheldrüse“ oder unter www.deutsche-leberstiftung.de und www.leberhilfe.org.

In England hat sich das sogenannte Porridge bereits einen festen Platz im Frühstückssortiment verdient.  Seit dem Mittelalter hat Porridge seinen festen Platz und die erste herstellende Firma gibt es seit 1888. Das Besondere: Die Porridge-Flocken sind besonders zart. Im Unterschied zu normalen, halbierten Haferflocken sind Porridge-Flocken geviertelt – das sorgt für ein besonders zartschmelzendes Frühstückserlebnis.

Unser Tipp:
Probieren Sie unsere leckeren Rezepte für Haferbrei Porridge oder für ein Wellness-Müsli für den perfekten Start in den Tag.

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