Foto: Westend61 / William Perugini

Gutes Bauchgefühl

Warum Darmgesundheit so wichtig ist

Stand: 16.02.2022 (03.03.2022)

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Gesunder Darm – gesundes Leben: Unser Darm kann viel mehr als nur zu verdauen, was wir essen. Er ist ein hochkomplexes Organ, in dem es sich entscheidet, ob wir uns einen Schnupfen holen, ernsthaft krank werden oder glücklich sind. Doch manchmal ist er einfach gereizt. Gar nicht so leicht, hier die Ursache zu finden.

Wer einmal Probleme mit dem Verdauungssystem hatte, wird sofort zustimmen: Wenn die Verdauung stockt, es im Bauch zwickt und schmerzt, ist die Lebensqualität hin. Kein Wunder, denn unser Darm hütet in seinen immerhin 6 bis 8 Meter langen Windungen nicht nur 100 Millionen Nervenzellen – nach dem Gehirn die zweitgrößte Ansammlung im Körper – sondern ist vor allem das Zuhause mehrerer Billionen Darmbakterien. Sie sind für unsere reibungslose Verdauung und unser Wohlbefinden zuständig. Wenn diese nützliche Darm-Wohngemeinschaft nicht gut funktioniert, ihre Zusammensetzung durcheinanderkommt oder die Bewohner nicht fit und arbeitsfähig sind, gibt’s Probleme, die chronisch werden können. Dazu braucht es gar nicht einmal einen schweren Magen-Darm-Infekt oder die Einnahme von starken Medikamenten wie Antibiotika.

Von Bauchschmerzen, Übelkeit, Druck-, Völlegefühl  und Blähungen bis zu Durchfall oder Verstopfung können dann die Beschwerden reichen. Reizdarmsyndrom (RDS) diagnostizieren die Fachleute immer dann, wenn Magen-Darm-Probleme wochenlang das Leben schwer machen, ohne dass sich ein eindeutiger körperliche Auslöser für die Beschwerden finden lässt – und wenn ausgeschlossen werden kann, dass eine Nahrungsmittelunverträglichkeit wie Laktose- oder Fruktoseintoleranz vorliegt, die sich mit ähnlichen Symptomen bemerkbar machen können. Bei gut der Hälfte der PatientInnen, die mit ihren Bauch-Beschwerden einen Arzt oder eine Ärztin aufsuchen, ist dies der Fall. Kein Wunder also, dass „Reizdarm“ unter den Magen-Darm-Erkrankungen die am häufigsten gestellte Diagnose ist. Frauen sind davon doppelt so oft betroffen wie Männer.

Thema Reizdarm

Die gute Nachricht: Ein „Reizdarm“ ist zwar extrem unangenehm und die Lebensqualität leidet, aber die Erkrankung ist nicht gefährlich – ein „Reizdarm“ verkürzt nicht das Leben und führt auch nicht zu Krebs. Doch leider ist die Ursache dieser Störung zwischen vegetativem Nervensystem und der Darmmuskulatur nicht eindeutig geklärt. Sicher ist man bisher, dass der Bewegungsablauf im Darm gestört ist und Reize unterhalb des Zwerchfells verstärkt wahrgenommen werden. Dann schlägt manchen Menschen der Stress im wahrsten Sinne des Wortes auf den Magen – und den Darm: Die Darmnerven geraten in einen Dauererregungszustand, kommen mit der Regulierung der Darmbewegungen durcheinander und melden dem Gehirn: Schmerz! Die Beschwerden können aber auch durch das, was wir zu uns nehmen, verursacht werden. Übermäßig viel Alkohol oder Kaffee und Rauchen reizen den Magen-Darm-Trakt extrem. Auch ein Zuviel an eigentlich gesunden Hülsenfrüchten und Zwiebeln oder sehr fettreiche Nahrung bewirken Ähnliches. 

Was also essen, um den Bauch nicht zu reizen?

Ein Erfolg versprechender Weg bei einer „Reizdarm“-Diagnose ist die sogenannte FODMAP-reduzierte Ernährung. Dabei verzichten Betroffene einige Wochen lang komplett auf alle reizenden Kohlenhydrate und spezielle Arten von Zucker. FODMAP ist die englische Abkürzung für: Fermentierbare Oligosaccharide, Disaccharide, Monosaccharide and (und) Polyole – also: schnell vergärende Kohlenhydrate wie sie z. B. in Süßigkeiten, Brot, hier besonders Weizenbrot, Milchprodukten, Steinobst oder Kohl vorkommen. Polyole, das sind Zuckeralkohole, stecken als Süßungs- oder Feuchthaltemittel in vielen industriell hergestellten Produkten. Eine FODMAP-reduzierte Diät sollte immer unter ärztlicher Aufsicht durchgeführt werden und nach vier bis acht Wochen sollten die FODMAP-haltigen Lebensmittel schrittweise wieder ausprobiert werden, denn sonst können Mangelerscheinungen auftreten. Ganz wichtig ist es, ein Ernährungstagebuch zu führen, um herauszufinden, welche Symptome nach dem Verzehr welcher Lebensmittel auftreten. So lässt sich individuell feststellen, was der Darm verträgt.

Und nach der Auslassdiät unterstützen wir unsere Darmflora mit Probiotika (Mikroorganismen) und Präbiotika (Ballaststoffe). Probiotika kommen natürlicherweise in milchsauren Produkten vor, z. B. in Kefir, Buttermilch oder Sauerkraut. Präbiotika stecken in vielen Gemüsen. Für viele unserer „guten“ Darmbakterien sind Präbiotika, die unverdaulichen Ballaststoffe, absolutes Lieblingsessen. Denn durch sie können sie sich vermehren. Besonders Chicoree, Artischocken, Äpfel und Pastinaken wirken präbiotisch. Nebenbei: auch wasserlösliche Ballaststoffe wie in Flohsamenschalen haben sich bewährt. Wichtig: Sind Magen und Darm reizende Sensibelchen, sollten wir sie selten mit scharfen Gewürzen oder blähenden Lebensmitteln wie Kohlgemüse herausfordern und Rohkost wie Salat oder Obst nicht am Abend essen, um den Darm nicht zu überfordern. Wir nehmen uns Zeit zum Essen, schlingen nicht, sondern kauen lange. Denn unser Magen hat keine Zähne und die Verdauung beginnt im Mund.

Und dann: Runter vom Sofa! Bewegung, egal ob Spazierengehen, Joggen oder Schwimmen, bringt auch einen aus dem Takt geratenen Darm wieder in Schwung. 

Der Darm in Zahlen

  • 6–8 Meter lang ist der menschliche Darm
  • 300 bis 500 Quadratmeter Fläche – so groß wie die Fläche zweier Einfamilienhäuser ist – ausgeklappt – unser Darm mit all seinen Zotten und schlauchartigen Einbuchtungen
  • 100 Billionen Bakterien leben im Darm, die meisten von ihnen im Dickdarm. Zum Vergleich: Auf der Erde leben – nur – 7,2 Milliarden Menschen
  • 150 Femtogramm wiegt eine Darmbakterie. Das entspricht dem „Gewicht“ von 0,000000000001 g. Alle Keime zusammen bringen rund 2 kg auf die Waage
  • 30 Tonnen Nahrung sowie 50.000 Liter Flüssigkeit verarbeitet der Darm im Laufe eines Lebens
  • 70 bis 80 % der Deutschen leiden unter Darmbeschwerden


Weiteres zum Thema finden Sie dazu auch hier:

Verdauung - so funktioniert sie >>

Darm gut, alles gut: So stärken Sie den Darm >>

Was tun, wenn es im Bauch schmerzt, erläutert Ernährungs- und Naturmediziner Prof. Dr. Andreas Michalsen im Podcast "Darmgesundheit" >>

Gut zu wissen

Fragen Sie nach einer Darmberatung: In vielen Reformhäusern können Ihnen ausgebildete BeraterInnen „Darmgesundheit“ weiterhelfen. Sie informieren über die richtige Ernährung und beraten ganz individuell zu den einzelnen Produkten, die bei unterschiedlichen Beschwerden helfen können.

Gut zu hören

Darmgesundheit – Ein Podcast mit Prof. Dr. Michalsen

Was wir für unsere Darmgesundheit naturheilkundlich tun können, darüber sprechen wir in dieser Ausgabe mit unserem Experten, dem renommierten Ernährungs- und Naturmediziner Prof. Dr. Andreas Michalsen, Chefarzt am Berliner Immanuel-Krankenhaus und Professor für Naturheilkunde an der Charité.

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Gesunder Darm - Highlight im März

Die Felix Burda Stiftung ruft seit 2002 den März als Monat der Darmkrebs-Vorsorge aus und fördert als Kooperationspartner auch die Aktion „Deutschland gegen Darmkrebs“. Von Anfang an dabei: Reformhaus ® als exklusiver Ernährungspartner. Täglich erkranken in Deutschland 170 Menschen an Darmkrebs. Mit publikumswirksamen Aktionen machen die Felix Burda Stiftung und Partner auch in diesem Jahr wieder darauf aufmerksam, dass Darmkrebsvorsorge Leben retten kann. Infos: unter www.felix-burda-stiftung.de

Hilfe für Bauch und Darm aus dem Reformhaus®


Darm - Zentrum unserer Gesundheit

Der Darm ist das Zentrum unserer Gesundheit. Ist der Darm gesund, kann er Belastungen für unseren Körper abwehren.

Stress, Schadstoffe wie Feinstaub in der Luft, Medikamente oder Fastfood – unser moderner Lebensstil geht mit einer Vielzahl an Belastungen für den Körper einher. Unsere Entgiftungsorgane werden gefordert und können dabei sogar an ihre Grenzen stoßen. Die Folgen? Wir sind müde, obwohl wir ausreichend geschlafen haben, wir fangen uns häufiger einen Infekt ein oder leiden plötzlich unter Verdauungsproblemen. Alles mögliche Hinweise darauf, dass unser Körper Hilfe braucht. Unser Tipp: Eine effektive Entgiftung setzt genau an der Stelle an, über die wir tagtäglich die meisten Schadstoffe aufnehmen – im Darm. PANACEO Basic Detox Plus – ein  100% Naturprodukt aus Zeolith (vulkanisches Gestein) mit dem Plus an Magnesium und Calcium – befreit und schützt den Darm, bindet dabei umweltbedingte Schadstoffe im Magen-Darm-Trakt und scheidet diese aus.* Außerdem stärkt es die Darmwand und trägt somit dazu bei, dass Schadstoffe nicht in die Blutbahn gelangen. So stärkt es unser körpereigenes Immunsystem, entlastet Organe und verleiht Ihnen neue Energie. 

Gut zu wissen:

Die patentierte PANACEO-Mikro-Aktivierungstechnologie (PMA) verbessert die Eigenschaften des Zeoliths unter anderem durch Vergrößerung der Oberfläche und macht ihn dadurch noch leistungsfähiger. Wie ein selektiv wirksamer Schwamm bindet PMA-Zeolith nur bestimmte Schadstoffe* und keine wichtigen Nährstoffe im Magen-Darm-Trakt. PANACEO ist das einzige zertifizierte Zeolith-Medizinprodukt mit in Humanstudien (randomisiert, verblindet, Placebo-kontrolliert und in renommierten Journalen veröffentlicht) klinisch bestätigter Wirksamkeit. PANACEO Basic Detox Plus wird entweder als Kur, optimal sind 90 Tage, oder dauerhaft 2–3 x täglich eingenommen. In Ihrem Reformhaus® als Pulver zum Einrühren in Wasser oder als praktische Kapseln erhältlich.

PANACEO Basic Detox Plus – entgiftet den Darm und entlastet das Immunsystem. Beim Kauf von 400 g Pulver oder 200 Kapseln zusätzlich 1 Wochenkur gratis dazu erhalten.

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