Die 10 größten Gesundheits-Irrtümer

Die Wahrheit dahinter

Stand: 14.09.2017 (14.09.2017)

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Was ist dran an den Gesundheitsregeln, die wir im Alltag immer wieder zu hören bekommen und nach denen wir uns richten sollen? Wir decken die zehn wichtigsten Irrtümer auf.

1. Der Schlaf vor Mitternacht ist am gesündesten

Das gilt nicht für jeden. Entscheidender ist, zu welchem Typus Schläfer Sie gehören. Sind Sie FrühaufsteherIn, dann ist diese Aussage sicher zutreffend, aber vermutlich liegen Sie vor Mitternacht eh schon in den Federn. Für SpätaufsteherInnen gilt diese Aussage hingegen gar nicht. Die drehen abends noch mal voll auf, besonders, wenn sie in der komfortablen Situation sind, morgens ausschlafen zu können. Ein besserer Gradmesser für gesunden Schlaf als die Uhrzeit ist die Schlafqualität, so der bekannte Schlafforscher Prof. Jürgen Zulley von der Uni Regensburg. Wie gut die ist, erkennen wir daran, wie frisch und erholt wir uns nach dem Aufstehen fühlen. Richtig ist für die Mehrheit, die weder extreme Früh- oder SpätaufsteherInnen ist, dass die Tiefschlafphase vor drei Uhr nachts liegen sollte, denn ab da tickt der innere Wecker bereits wieder und die Körperfunktionen bereiten sich langsam darauf vor, wieder aktiv zu werden. Die erste und wichtigste Tiefschlafphase setzt etwa eine halbe Stunde nach dem Einschlafen ein.

Tipp: Wer unter Schlafstörungen leidet, sollte unbedingt für einen regelmäßigen Tagesablauf sorgen. Hilfreich für einen erholsamen Schlaf ist ein Bad mit Lavendelöl (zum Beispiel Lavendel Heilkräuter Ölbad von ARYA LAYA) vor dem Zubettgehen oder ein Kräutertee mit Melisse (zum Beispiel Melissenblätter, Arzneitee von Salus).

2. Salz erhöht den Blutdruck

Nicht generell. Studien zeigen, dass nur bei 30 bis 50 Prozent aller Bluthochdruck-Patienten ein Zusammenhang mit dem Salzkonsum besteht. Mediziner bezeichnen diese Menschen als salzsensitiv oder Kochsalz-Responder. Andererseits ist auch ein Salzmangel ungesund. Ideal ist es, zwischen vier und sechs Gramm (entspricht etwa einem Teelöffel) täglich zu sich zu nehmen. Die meisten Deutschen liegen aber weit über diesem Wert.

Tipp: Wer Salz einsparen möchte, sollte unbedingt auf Fertigprodukte verzichten - in keinen anderen Lebensmitteln ist so viel Natriumchlorid (chemisch für Salz) enthalten. Und: Gerichte werden besonders schmackhaft, wenn Sie statt mit zu viel Salz mit leckeren frischen Kräutern gewürzt werden.

3. Fett macht dick

Dieser Mythos wurde lange verbreitet und noch immer sind viele Menschen davon überzeugt - doch nur ganz bestimmte Fette fördern wirklich das Übergewicht, so Ernährungsexpertin und Medizinerin Dr. Anne Fleck: "Wirklich, schlechte Fette sind die Transfette, die in Chips oder Backwaren wie Croissants stecken." Alle übrigen Fette schützen die Zellen und unterstützen den Stoffwechsel.

Tipp: Sie wollen etwas Gutes für Ihre Gesundheit tun und schlank bleiben? Dann starten Sie den Tag mit einem Frühstück aus Quark und Leinöl. Die wertvollen Nährstoffe des Öls bleiben erhalten, wenn es nicht erhitzt wird. Probieren Sie doch mal die Budwig Creme aus. Hier das Rezept für eine Portion:

4. Gerade sitzen ist gut fürden Rücken

Bewegung ist der Schlüssel für einen gesunden Rücken - wer über Stunden eine aufrechte Haltung einnimmt tut ihm keinen Gefallen. Auch nicht, wenn wir dabei den Rücken gerade halten. Die ideale Sitzposition ist nicht gerade, sondern entspannt zurückgelehnt, wobei Wirbelsäule und Oberschenkel einen 135 Grad Winkel bilden, das haben kanadische Forscher herausgefunden. Sie bewiesen auch in einer umfangreichen Studie, dass tägliches stundenlanges Sitzen zu Bluthochdruck und anderen Herz-Kreislauf-Erkrankungen führt.

Tipp: Freuen Sie sich über jede Gelegenheit aufzustehen - stellen Sie den Papierkorb etwas weiter weg, telefonieren Sie im Stehen und strecken Sie sich zwischendurch. Oder klicken Sie mal auf den Reformhaus® YouTube-Kanal. Dort finden Sie viele wunderbar entspannende Bewegungsübungen,entwickelt vom Team von Prof. Ingo Froböse. 

5. Wer die Beine übereinanderschlägt, bekommt Krampfadern

Vermutlich entstand dieses Gerücht, weil Krampfadern häufig in den Kniekehlen beginnen. Doch zahlreiche Studien zeigen, dass Venenschwäche nicht durch diese typisch weibliche Sitzhaltung entsteht. Die Neigung zu Krampfadern ist größtenteils genetisch bedingt und wird durch Übergewicht sowie Schwangerschaft gefördert. Doch grundsätzlich ist es auch nicht besonders günstig, die Beine übereinanderzuschlagen, da der Venenfluss gestört wird.

Tipp: Die Durchblutung in den Beinen können Sie fördern, indem Sie beispielsweise am Morgen mit den bloßen Zehen nach etwas greifen - also etwa die Socken anheben.

6. Lesen bei schlechtem Licht schädigt die Augen

Nein, für die Augen ist es kein Problem, bei schlechten Lichtverhältnissen Buchstaben zu entziffern, es schadet ihnen nicht. Hauptsache, wir behalten eine entspannte Körperposition beim Lesen. Denn wer mit verdrehtem Kopf noch den letzten Nachttischstrahl zu fangen versucht, hat vermutlich mit Nackenproblemen zu kämpfen, zudem ermüden die Augen schneller.

Tipp: Unsere Augen werden tagsüber vor allem durch das angestrengte Starren auf Handys und Bildschirme müde und trocken. Da hilft es, ganz bewusst immer mal in die Ferne zu blicken oder die Augen mitgewölbten Handflächen eine Minute lang abzuschotten.

7. Nagelflecken deuten auf Kalziummangel hin

Nein, weiße Flecken auf den Nägeln deuten auf kleine Verletzungen oder eine Entzündung der Nagelwurzel hin, die häufig bei einer unsanften Maniküre entstehen. Bei einem weißen Fleck in der Mitte des Nagels liegt die Ursache etwa ein bis zwei Monate zurück. Wird aus dem Fleck eine Linie, die sich über den gesamten Fingernagel zieht, sollten Sie einen Dermatologen aufsuchen. Das Gleiche gilt, wenn der komplette Nagel dunkel oder heller wird. Dann liegt die Ursache im Nagelbett und sollte untersucht werden. Ein Kalziummangel bleibt übrigens lange symptomfrei, in extremen Fällen zeigt er sich durch Kribbeln am Mund und Krämpfen in den Händen.

Tipp: Ein schönes Öl pflegt die Nägel und schützt vor Brüchigkeit (zum Beispiel ARYA LAYA Calendula Hand- und Nagelpflege oder Dr. Hauschka Neem Nagelöl)

8. Kalt duschen härtet ab

Wie bei vielen Gesundheitsmythen steckt ein wahrer Kern in dieser Aussage. Denn extreme Temperaturen regen den Kreislauf und die Durchblutung an. Damit zirkulieren ständig genügend Abwehrzellen im Körper und blocken Infekte ab. Bei Rheuma-Kranken etwa bewährt sich zunehmend eine Kältetherapie mit extremen Minus-Graden. Und wer nicht zum Frösteln neigt, sollte ruhig mit Kältereizen, etwa mit einem Kneippschen Schlauch experimentieren. Der Clou dabei ist allerdings nicht einfach nur kalt zu duschen, sondern die Temperatur zu wechseln - von warm zu kalt. Wem auch das unangenehm ist, kann sich an Empfehlungen aus der Ayurveda-Medizin orientieren, die hält warmes Wasser zum Duschen für effektiver in der gesundheitlichen Wirkung auf den Körper. Vor allem in der kalten Jahreszeit.

Tipp: Trinken Sie tagsüber schluckweise heißes, abgekochtes Wasser. Nach der ayurvedischen Lehre stärkt es die Immunabwehr, wenn Sie sich regelmäßig kleine Mengen des heißen Wassers zuführen.

9. Bei Nasenbluten - den Kopf nach hinten legen

Nein, davon raten HNO-ÄrztInnen dringend ab. Denn dann läuft das Blut nach hinten in den Rachen, weiter in den Magen und kann sogar Erbrechen auslösen. Außerdem besteht das Risiko, dass Blut in die Atemwege gerät und zu Luftnot führt. Stattdessen: Eine aufrechte Haltung einnehmen, um den Blutdruck im Kopf zu verringern. Den Kopf nach vorn beugen und die Nasenflügel ein paar Minuten zusammendrücken.

Tipp: Zusätzlich können Sie bei Nasenbluten einen kalten Waschlappen in den Nacken legen, dadurch ziehen sich die Blutgefäße zusammen und die Blutung verringert sich.

10. An Wunden sollte man Luft lassen

Nein, das ist nicht sinnvoll. Viele Studien zeigen, dass Wunden wesentlich schneller heilen, wenn sie mit einem Pflaster vor Bakterien geschützt werden. Bei größeren Verletzungen empfehlen sich Wundauflagen, die ein feuchtes Klima herstellen.

Tipp: Eine Wundauflage mit Manuka Honig aus dem Reformhaus® (zum Beispiel Neuseelandhaus, Manuka Honig MGO250+), die ein feuchtes Wundmilieu erzeugt, unterstützt die Wundheilung. Die feuchte Wundumgebung desinfiziert sich permanent selbst und schließt außerdem die Wunde nach außen ab.

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