Darmsanierung

Wie Sie Ihre Verdauung in Balance bringen

Stand: 01.03.2022 (01.03.2022)

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Denken wir an unseren Darm, fällt den meisten als erstes seine Leistung als Verdauungsorgan ein. Doch nicht nur wenn es um unsere Versorgung mit Nährstoffen geht, ist der Darm ein ganz besonders wichtiges Organ. Er beeinflusst neben der Verdauung von Nahrungsmitteln auch weitere zahlreiche Prozesse in unserem Organismus, wie beispielweise unser Immun- und Hormonsystem. Liegt im Darm ein bakterielles Ungleichgewicht vor, hat dies Auswirkungen auf den gesamten Körper. Der eigene Lebensstil entscheidet dabei maßgeblich über den Zustand unserer Darmgesundheit. In der heutigen Zeit mit dem Überangebot an industriell gefertigten Lebensmitteln und einer Vielzahl an schädlichen Umwelteinflüssen fällt es nicht leicht, den Darm gesund zu halten. Dennoch gibt es wirkungsvolle Maßnahmen für die Darmgesundheit, die Ihr Immunsystem unterstützen und zu einem besseren Wohlbefinden beitragen können.  

Darmflora stärken

Dass eine Vielfalt von Bakterien unseren Darm bevölkert, die für den Körper nützlich sind, ist mittlerweile allgemein bekannt. Das eigene Mikro-Ökosystem des Darms wird als „Darmmikrobiom“ bezeichnet, die Gesamtheit der dort lebenden Mikroorganismen ist die Mikrobiota (früher auch als Darmflora bezeichnet). Wie in der Natur, siedeln sich auch in diesem Ökosystem genau die Lebewesen an, für die optimale Bedingungen bestehen. 

Eine gesunde Mikrobiota bedeutet das intakte Zusammenleben von Billionen verschiedenster Bakterien. Im Idealfall sind es ca. 2000 verschiedene Bakterienarten, die sowohl voneinander als auch von den Bedingungen ihres Lebensraums profitieren. Wichtig ist die Artenvielfalt – im Darm bedeutet das, dass möglichst viele verschiedene der gewünschten Bakterien gute Lebensbedingungen finden sollten. Dann kann der Darm neben seiner Verdauungsfunktion als wesentlicher Bestandteil unseres Immunsystems unsere Gesundheit unterstützen, indem er verschiedene Vitamine wie Vitamin K, B2, B12, Folsäure und Biotin herstellt. Die physiologischen Darmbakterien bilden eine Barriere gegen unerwünschte Eindringlinge und aktivieren die körpereigene Abwehr. Sie funktioniert allerdings nur optimal, wenn die Mikrobiota mit ihren Bakterienarten im Gleichgewicht ist.  

Geschwächter Darm durch ungünstige Ernährung

Personen mit einer gestörten Mikrobiota leiden häufig an einem geschwächten Darm. Die Hauptursache dafür ist meist eine ungesunde, zu fette und/oder zu eiweißreiche Kost. Überschüssiges, vor allem tierisches Eiweiß wird im Darm abgelagert. Diese Verschlackung verdrängt die „guten“ Darmbakterien, so dass die „schlechten“ sich immer mehr ausbreiten können. Als Zeichen des geschwächten Immunsystems haben diese Personen mit den verschiedensten Verdauungsstörungen, einer erhöhten Infektanfälligkeit sowie einer ständigen Müdigkeit oder einer deutlichen Gewichtszunahme zu kämpfen. Leiden Sie an ähnlichen Beschwerden können dies Indikatoren dafür sein, eine Darmsanierung in Betracht zu ziehen.

Darmreinigung zur Vorbereitung  

Für die optimale Vorbereitung einer Darmsanierung sollte zunächst eine Darmreinigung durchgeführt werden. Diese ist die optimale Voraussetzung für den Aufbau einer gesunden Mikrobiota. Der Darm sollte zunächst von dem alten Ballast befreit werden, so dass die anschließende Darmsanierung ihre volle Wirkung entfalten kann.

Eine Reinigung kann mit verschiedenen Verfahren und Mitteln durchgeführt werden, z.B. über einen Einlauf, Glaubersalz oder Rizinusöl. Lassen Sie sich dazu von unseren Reformhaus® Fachberater:innen vor Ort beraten. 

Zusätzlich können pflanzliche Mittel aus dem Reformhaus® wie Flohsamenschalen oder Leinsamen die sanfte „Endreinigung“ der Darmwände unterstützen. Damit sollen die schädlichen Stoffe aus dem Organismus geleitet werden, die in Folge der modernen, stark verarbeiteten Ernährung sowie Umweltgiften und Medikamenteneinnahme die „guten“ Darmbakterien schädigen. Hierzu bieten sich ebenfalls pflanzliche Mittel wie z.B. Panaceo Basic Detox Plus oder Heilerde an, die freie Radikale binden und Giftstoffe wie Schwermetalle oder Rückstände von Medikamenten ausschwemmen.

Ablauf einer Darmsanierung mit probiotischen Präparaten

Nach der Reinigung erfolgt der Wiederaufbau oder die Sanierung der Mikrobiota meistens mithilfe probiotischer Milchsäurebakterien. Dafür werden Milchsäure-bildende Keime wie Lactobazillen und Bifidobakterien in hochdosierter Tabletten- oder Pulverform eingenommen. Welche Präparate sich dafür eignen und optimal auf Ihre Bedürfnisse abgestimmt sind, erfahren Sie von unseren Reformhaus® Fachberater:innen vor Ort. Spezielle Lebensmittel wie naturbelassener Joghurt, Trinkmolke oder Kefir sowie fermentiertes Gemüse wie Sauerkraut enthalten ebenso wertvolle Milchsäurebakterien.

Begleitende Maßnahmen auf dem Weg zu einem gesunden Darm

Zur Unterstützung der Darmsanierung ist eine vorwiegend basische Ernährung empfehlenswert, um einer Übersäuerung von Magen und Darm vorzubeugen. Eine leicht verdauliche Kost aus frisch zubereiteten, vitalstoffreichen Mahlzeiten wirkt sich positiv auf Ihre Darmgesundheit aus. Verzichten Sie weitgehend auf tierisches Fett, industriellen Haushaltszucker und Weißmehlprodukte und greifen Sie stattdessen zu basenbildendem Obst und Gemüse wie Äpfel, Birnen, Beerenfrüchte, Brokkoli, Erbsen oder Spinat. Weitere basische Lebensmittel sind unter anderem Mandeln, verschiedene Kräuter, Steinpilze, Champignons und Kartoffeln. Zu den basischen Getränken zählen Gemüsesäfte und ungesüßte Kräutertees sowie eine ausreichende Wasserzufuhr, damit die Giftstoffe wirkungsvoll ausgeschwemmt werden.

Neben der basischen Ernährung finden Sie in Ihrem Reformhaus® weitere Basenprodukte, die Ihr Darmmilieu stabil und artenreich erhält. Schauen Sie sich hierfür gerne die Produkte von P. Jentschura, M.Reich, das Salus Basen-Aktiv Sortiment, die Hübner Basis Balance oder auch das Trockenobst, wie getrocknete Aprikosen an.

So klappt's mit dem Säure-Basen-Haushalt

 Eine Darmsanierung dauert in der Regel vier bis sechs Wochen. Idealerweise sollte eine pflanzenbasierte und abwechslungsreiche Ernährung auch nach der Durchführung des Verfahrens beibehalten werden, um Darmbeschwerden effektiv vorzubeugen. Lassen Sie sich hierzu von den kompetenten Fachberater:innen in Ihrem Reformhaus® umfassend beraten.

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