Wunderwaffe Nuss

Positiver Einfluss auf menschliche Darmflora

Stand: 02.08.2018

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Nüsse galten, aufgrund ihres hohen Energiegehaltes, lange Zeit als Dickmacher. Doch der schlechte Ruf eilt ihnen vorschnell voraus. Denn immer mehr Studien zeigen: Der Verzehr von Nüssen stellt ernährungsphysiologisch so manchen Vorteil dar und kann sich sogar positiv auf die Besiedlung der eigenen Darmflora auswirken.

Egal ob Mandel, Walnuss, Haselnuss oder Pistazie: Nüsse haben ihren großen Auftritt heutzutage vor allem zur Weihnachtszeit oder als praktischer Snack für unterwegs. Doch sollten die kleinen Samen und Kerne am besten das ganze Jahr über ein fester Bestandteil des täglichen Speiseplans sein. Nicht nur, weil sie gut schmecken, sondern weil es immer mehr wissenschaftliche Belege dafür gibt, dass ein regelmäßiger Nusskonsum viele positive Effekte auf die Gesundheit haben kann. Kein Wunder, denn Nüsse stecken voller wichtiger Vitamine, Mineralstoffe, essentieller ungesättigten Fettsäuren sowie weiteren bioaktiven Pflanzenstoffen wie beispielsweise Flavonoiden.

Nussverzehr beeinflusst die Zusammensetzung der Darmflora

Diese Kombination aus Inhaltsstoffen verhilft Nüssen immer wieder dazu Trend- und Topthema auf wissenschaftlichen Kongressen zu sein. Beim diesjährigen VegMed Kongress in Berlin, einem bedeutenden medizinischen Fachkongress zu pflanzenbasierter Ernährung, referierte der renommierte Professor Joan Sabaté (Center for Nutrition, Health, Lifestyle an Disease Prevention, USA) über die gesundheitlichen Vorzüge des Nussverzehrs. Anhand zahlreicher Studien verdeutlichte er, dass regelmäßiger Nussverzehr (< 30 Gramm / Tag) das Risiko von Koronaren Herzerkrankungen und Schlaganfällen reduzieren konnte.

Des Weiteren fanden Forscher des Klinikums der Universität München (LMU) erst vor kurzem heraus, dass regelmäßiger Mandel- und Walnussverzehr (42 Gramm / Tag) die Darmflora so beeinflusst, dass sich die Anzahl nützlicher Bakterien erhöht. Dies wirkt sich wiederum förderlich auf die Gesundheit des Verdauungssystems aus. Das Forscherteam um Professorin Hannah D. Holscher bestätige diese Ergebnisse und konnten außerdem beobachten, dass die „guten“ Fette (ungesättigte Fettsäuren wie z. B. Omega-3 Fettsäuren) antimikrobielle Eigenschaften aufweisen und die Anheftung sowie das Wachstum potenziell schädlicher Bakterien verhindern konnten. Ebenso förderte der Walnussverzehr das Wachstum der Bakterien, die weniger mit der Entwicklung von Krankheiten wie Übergewicht und Diabetes in Verbindung gebracht werden.

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Quellen:

Charlotte Bamberger et al. A Walnut-Enriched Diet Affects Gut Microbiome in Healthy Caucasian Subjects: A Randomized, Controlled Trial. Nutrients 2018, 10(2), 244; doi:10.3390/nu10020244 

Hannah D Holscher et al. Walnut Consumption Alters the Gastrointestinal Microbiota, Microbially Derived Secondary Bile Acids, and Health Markers in Healthy Adults: A Randomized Controlled Trial. The Journal of Nutrition, Volume 148, Issue 6, 1 June 2018, Pages 861–867, doi.org/10.1093/jn/nxy004&nbsp;

 

 

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