Mandelmilch

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Von Lebensmitteln und Hautproblemen

Stand: 28.03.2018

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Was lässt Pickel sprießen, was fördert rote Äderchen, was eine Schuppenflechte? Auch wenn jeder Mensch individuell auf Lebensmittel reagiert, gibt es inzwischen zahlreiche Studien,die den Zusammenhang von bestimmten Lebensmitteln und Hautproblemen untersucht haben.

Akne / unreine Haut
Weißbrot, Zucker, süße Snacks, aber auch fettige Chips haben einen hohen glykämischen Index – und der beeinflusst die Hormonumstellung in der Pubertät und regt die Talgdrüsen an, mehr Hautfett zu bilden. Zudem fördert ein hoher Blutzuckerspiegel Entzündungen. Wer zu Pickeln neigt, sollte auch Milch – vor allem fettarme – meiden. Zahlreiche aktuelle Studien sehen einen Zusammenhang zwischen Milchkonsum und Akne. 

Iss-dich-schön-Tipp: Den Kuhmilch verzehr einschränken, stattdessen Hafer-, Soja-, Reis- oder Mandelmilch probieren.

Rosacea / Erweiterte Äderchen

Es beginnt mit einem harmlosen, niedlichen Erröten und kann sich zu bleibenden roten Äderchen im Gesicht auswachsen: Die Rosacea ist die häufigste Hauterkrankung bei Erwachsenen. Und auch bei ihr spielt unter anderem die Ernährung eine Rolle. Alkohol und scharfe Gewürze, in vielen Fällen auch zu viel Kaffee können das Gesicht erhitzen, die Durchblutung anregen – und damit die Äderchen weiten. Deshalb lieber meiden. Untersuchungen zeigen, dass der Dünndarm von Rosacea-PatientInnen zehnmal häufiger mit unerwünschten Bakterien (SIBO-Syndrom) überbesiedelt ist als bei Gesunden. Ein Atemtest kann hier Hinweise geben. Mit Probiotika – insbesondere Milchsäurebakterien– können Betroffene die bakterielle Zusammensetzung des Dünndarms positiv beeinflussen, Zurückhaltung sollten sie bei Zucker üben.

Iss-dich-schön-Tipp: Jeden Tag 1 EL ungefilterten Apfelessig einnehmen – er enthält Milchsäurebakterien und deren Stoffwechselprodukte, gilt als sogenanntes Symbiotikum.

Psoriasis /Schuppenflechte

Diese chronische Hauterkrankung ist genetisch bedingt– aber ob es zu Schüben kommt, können Betroffene unter anderem auch durch ihre Ernährung steuern. Denn zahlreiche Untersuchungen sprechen dafür, dass eine Störung der Darmflora die Schuppenflechte mit verursachen kann. Deshalb Alkohol und Fast Food meiden, stattdessen auf natürliche Ernährung setzen, die auch reich an Probiotika, Milchsäurebakterien und Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren ist.

Iss-dich-schön-Tipp: Regelmäßig 1 TL Leinöl essen, zum Beispiel zu Quark und Pellkartoffeln.

Gut zu wissen: Mit der Hygiene nicht übertreiben!

„Sauberkeit ist wichtig und gut– aber ein Zuviel kann der Haut und der Darmflora schaden“, betont unsere Expertin. „Unsere Darmflora braucht eine Auseinandersetzung mit harmlosen Umwelteinflüssen.“ Lassen Sie also Ihre Kinder ruhig in der Erde wühlen, Tiere streicheln. Und auch ab und an ein bisschen Staub auf dem Regalbrett schadet niemandem. Zum Händewaschen genügen Wasser und Seife – ein Desinfektionsreiniger ist in einem normalen Haushalt nicht notwendig. Auch bei der Hautreinigung kann man schnell des Guten zu viel tun. „Unsere Haut ist von einem feinen mikrobiellen Schutzschild überzogen, der ihr hilft,Keime abzuwehren. Durch unser tägliches Reinigungsritual können wir die Balance unserer Hautflora empfindlich stören und auch ihren Säureschutzmantel angreifen. „Wenn Sie täglich duschen möchten, duschen Sie nicht zu warm und nicht zu lange“, rät die Expertin. „Gehen Sie sparsam mit Duschgel um, setzen Sie auf tensidarme Produkte, die mit wenigen Inhaltsstoffen auskommen. Schweiß lässt sich auch einfach mit Wasser abwaschen.“

Mit diesen Produkten aus dem Reformhaus® können Sie Ihre Haut unterstützen:

„Schön mit Darm“. Wie man durch die Ernährung seinen Hautzustand beeinflussen kann, was der Darm damit zutun hat – das erklärt Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann in ihrem Ratgeber. Mit vielen leckeren Rezepten. Südwest Verlag, 16,99 Euro.

Lesen Sie hier Tipps, wie Sie sich schön und strahlend essen können!

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