Retter der Kokosnuss

Hochwertige Lebensmittel

Stand: 20.07.2017 (20.07.2017)

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Eigentlich sind Kokosnüsse viel zu schade, um als PinaColada-Trinkgefäß mit Cocktailschirmchen zu enden. Zur Ehrenrettung der Kokosnuss trägt maßgeblich die Dr. Goerg GmbH bei, die aus den tropischen Früchten eine breite Palette an hochwertigen Lebensmitteln fertigt.

Reisen bildet – manchmal auch die Idee für ein Unternehmen. Anfang der 2000er reiste Manfred Görg zum ersten Mal auf die Philippinen. Im Auftrag eines großen Herstellers sollte der Agrarökonom eine Rohrzuckerproduktion beaufsichtigen. Nebenbei lernte der Mann aus dem Westerwald Land und Leute und vor allem die Kokosnuss kennen und schätzen.

Die Frucht der Kokospalme ist eine Art tropischer Tausendsassa für Ernährung und Körperpflege. Kokosnüsse enthalten so viele hochwertige Nähr- und Vitalstoffe, dass sich ein Mensch über Wochen ausschließlich von ihnen ernähren könnte, ohne Mangelerscheinungen befürchten zu müssen. Als besonders wertvoll gilt das Kokosöl, vor allem wegen seines hohen Gehalts an Laurinsäure. Mehrere Studien legen nahe, dass diese mittelkettige, gesättigte Fettsäure den Cholesterinspiegel und das Immunsystem positiv beeinflussen kann. Generell sind mittelkettige Fettsäuren für den Körper eine gute, leicht zu verarbeitende Energiequelle, weshalb sie üblicherweise gleich verwertet und nicht in figürlichen Problemzonen eingelagert werden. Als die ersten Liter Kokosöl, die Manfred Görg als Reisemitbringsel von den Philippinen nach Hause brachte, bei Freunden und Bekannten reißenden Absatz fanden, war es eigentlich ein logischer Schritt, dieses Naturprodukt einem größeren Interessentenkreis zugänglich zu machen. 

2005 gründete Manfred Görg ein Unternehmen, das in weniger als zehn Jahren zum europäischen Marktführer für Premium-Kokosprodukte in Bio-Qualität aufgestiegen ist. Ein Erfolg, der nicht dem Streben nach Wachstum und Marktanteilen entspringt, sondern der konsequenten Ausrichtung auf Qualität. Görg geht es darum, möglichst hochwertige Produkte unter fairen, nachhaltigen und umweltverträglichen Bedingungen zu erzeugen. Das beginnt bei der Art des Anbaus.

„Für unser Unternehmen wurde noch niemals ein einziger Quadratmeter Regenwald gerodet und dabei wird es auch bleiben“, sagt der Firmengründer. Statt auf großflächige Plantagen setzt die Dr. Goerg GmbH auf eine Vielzahl von Kleinbauern mit ökologisch wertvollen Mischkulturen. Auch die Ölgewinnung unterscheidet sich von vielen Wettbewerbern. In der großindustriellen Produktion ist es durchaus üblich, dass Kokosraspel nach langem Transport erst Monate nach der Ernte unter Einsatz von Hitze und Lösungsmitteln verarbeitet werden. „Wir geben für alle unsere Produkte eine 72-Stunden-Erntefrische-Garantie“, sagt Manfred Görg. Das heißt, spätestens am dritten Tag nach der Ernte wird das Fruchtfleisch unmittelbar nach dem Schälen auf den Philippinen rein mechanisch gepresst. Bei diesem Verfahren ist gewährleistet, dass sich das Öl nicht über 40 Grad erhitzt, wodurch alle wertvollen Inhaltsstoffe erhalten bleiben.

Ein wichtiges Anliegen ist Manfred Görg auch der partnerschaftliche Umgang mit Kunden, Mitarbeitern und vor allem seinen Lieferanten auf den Philippinen. Dazu gehören in erster Linie faire Preise für die Bauern. Außerdem reist der Westerwälder Jahr für Jahr für mehrere Wochen auf die Inselgruppe im Pazifik und hilft dort, wo es notwendig ist: mit Geld- oder Sachspenden, Patenschaften, medizinischer Versorgung oder Kokospalmen-Setzlingen. „Wer Gutes von Herzen gibt, bekommt auch Gutes zurück“, lautet eine Grundüberzeugung des Unternehmers. 

Im heimischen Montabaur, wo die Firma seit vergangenem Jahr ansässig ist, kümmern sich mittlerweile mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter um einen breit gefächerten Produktcocktail rund um die Kokosnuss. Die Bandbreite reicht vom klassischen Kokosöl, das sich aufgrund seines hohen Rauchpunktes von 234 Grad Celsius ideal zum Braten und Frittieren eignet, bis hin zu Kokoskohle aus den getrockneten Schalen der Nüsse, die viermal länger als andere Kohle brennt. Es gibt Raspeln, Mehl, Mus, Chips und Flakes aus Kokos, Zucker und Sirup aus dem Blütennektar, Kokos-Wasser und -Milch sowie Kombinationsprodukte mit Matcha und den pulverisierten Blättern des wild wachsenden Moringa-Baumes, der auf den Philippinen aufgrund seines hohen Gehalts an Vitalstoffen und Antioxidantien Malunggay (Lebensretter) genannt wird.

Übrigens: Man muss die Kokosnuss nicht essen, um von ihren Inhaltsstoffen zu profitieren. Kokosöl ist auch ein hervorragendes Haut- und Haarpflegemittel. Dank des hohen Anteils an Laurinsäure  wirkt Kokosöl keimhemmend, reguliert den Säure-Basen-Haushalt der Haut und schützt die Haare vor Trockenschäden. Auch für Hunde, Katzen oder Pferde lässt sich Kokosöl zur Fellpflege und als natürliches Abwehrmittel gegen Zecken und Mücken einsetzen. Die Kokosnuss ist eben ein echtes Allround-Talent.

Gut zu wissen

Kokos botanisch Die Kokospalme (Cocos nucifera) ist ein tropisches Palmengewächs und erreicht üblicherweise eine Höhe zwischen 20 und 25 Metern. Alle Teile der Kokospalme können verwertet werden. Der Stamm wird als Bau- und Brennholz genutzt, die Blätter dienen als Abdeckmaterial oder Bodenbelag. Aus dem Blütennektar lässt sich Zucker gewinnen, die Nüsse liefern hochwertige Nahrung und Flüssigkeit. Aus dem Fasermaterial, das die  Nüsse umschließt, können Seile, Teppiche oder Dämmstoffe gefertigt werden. Kokospalmen blühen das ganze Jahr über und tragen deshalb ständig Nüsse in unterschiedlichen Entwicklungsstadien. An guten Standorten liefert ein Baum bis zu 60 Jahre lang durchschnittlich 30 bis 40 Früchte pro Jahr – wobei Kokosnüsse botanisch gesehen keine Nüsse sind, sondern wie Kirschen, Zwetschgen, Mandeln oder Mangos zu den Steinfrüchten gehören. 

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