Migräne natürlich bekämpfen

Mit der richtigen Ernährung gegen die Schmerzen

Stand: 16.01.2018 (16.01.2018)

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Die entzündliche Variante der Kopfschmerzen betrifft in Deutschland acht Millionen Menschen. Besonders häufig sind Frauen betroffen. Die Schmerzattacken lassen viele geradezu verzweifeln. Wenn sich ein Anfall mit Pochen an der Schläfe und zunehmender Licht- und Lärmempfindlichkeit ankündigt, hilft meist nur der schnelle Rückzug ins abgedunkelte Schlafzimmer. Und der Griff zu wirkungsvollen Schmerztabletten. Leider entsteht daraus oft ein Teufelskreis. Häufen sich die Migräne Episoden zu 10- bis 15-maligen Attacken im Monat, droht nicht nur Abhängigkeit, sondern die Medikamente selbst können Kopfschmerzen auslösen. Glücklicherweise gibt es Alternativen zur Tabletteneinnahme.

Geregelte Mahlzeiten

Wer unter Migräne leidet, braucht vor allem einen ganz regelmäßigen Rhythmus im Leben, auch bei der Ernährung. Denn ohne eine kontinuierliche Energie-Versorgung reagiert das Gehirn bei Migräne-Patienten potenziell gestresst. Die Folge sind kleinste entzündliche Prozesse, die den Schmerz triggern. Deshalb: Nie ohne Frühstück aus dem Haus gehen. Drei Mahlzeiten und ausreichend trinken täglich sind wichtig. Nicht nur das „Wann“ des Essens ist entscheidend, sondern auch was gegessen wird. Der Griff zu Schokolade, Keksen und Kuchen nützt dem Gehirn nicht. Schnellverdauliche Kohlenhydrate wie in Weißbrot, Nudeln oder Kuchen sind ungünstig. Und Süßigkeiten enthalten Zusatzstoffe, die Migräne- Attacken fördern können.

„Migräne – mit der richtigen Ernährung Schmerz-Attacken entgegensteuern"

Dr. Anne Fleck, Ernährungsmedizinerin

 

Unterstützung fürs Gehirn

Tyramin- und histaminhaltige Lebensmittel stehen bei den Auslösern von Migräneanfällen auf der Verdachtsliste. Dazu zählen Nahrungsmittel, die länger haltbar sind, also reife Käsesorten oder Salami sowie haltbar gemachte Fisch- oder Fleischsorten. Nicht jede/r reagiert darauf, also mit einem Ernährungstagebuch den persönlichen Triggern auf die Spur kommen. Ideal sind hochwertige Öle. Denn unser Gehirn besteht zu 70 Prozent aus Fetten. Damit kippen wir besseres Benzin in den Motor. Günstig sind Öle mit DHA-Zusatz, das sind biologisch aktive Omega-3-Fettsäuren. In Studien wurde belegt, dass sie Migräne- Attacken hemmen. Extrem wichtig ist eine gute Versorgung mit Magnesium; ein Mangel daran triggert Migräne-Anfälle. Enthalten ist dieser Mineralstoff etwa in Vollkorn, Nüssen sowie Hülsenfrüchten wie Bohnen, Linsen und Erbsen. Als Zwischenmahlzeiten statt Süßigkeiten eher ein paar Mandeln, Nüsse oder grüne Smoothies wählen.

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