Leinsamen

Natürliche Hilfe bei Magen-Darm-Problemen

Stand: 18.06.2021 (18.06.2021)

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Leinsamen sind die Samen der Leinpflanze, die auch unter dem Namen Flachs bekannt ist. Unterschieden werden drei Sorten: primär faserliefernde (Faserlein), primär ölbildende (Öllein) sowie Mischsorten (Kombinationslein). Für die menschliche Ernährung spielen Leinsamen vor allem wegen ihres hohen Gehalts an Omega-3-Fettsäuren eine essentielle Rolle.

Die Ursprünge der Leinpflanze

Lein ist eine uralte Kulturpflanze und wurde bereits vor 6000 bis 8000 Jahren von den Sumerern, Ägyptern und Menschen der jüngeren Steinzeit angebaut. Während im 16. Jahrhundert insbesondere der Faserlein zu den bedeutendsten Sorten in Deutschland zählte, steht heute der Anbau des Ölleins im Vordergrund. Denn dieser wird zum einen zu Leinöl weiterverarbeitet und zum anderen als Lebens- oder als Arzneimittel verwendet.

Sorten und spezielle Züchtungen

Auf dem Markt wird eine Vielzahl verschiedener Sorten und Spezial-züchtungen angeboten, die sich in ihrem Inhaltsstoffspektrum unterscheiden. Daher kann der Nährstoffgehalt nur in Schwankungsbreiten angegeben werden.

Zu den wichtigsten Unterscheidungsmerkmalen zählen:

  • Körnung: klein-, mittel- und großkörnig
  • Farbe: braun oder goldgelb
  • Verarbeitung: geschrotet oder fein aufgebrochen

Gut zu wissen: Was ist der Unterschied zwischen geschrotetem und aufgebrochenem Leinsamen?

Im Gegensatz zum Schroten dient das „Aufbrechen“ der Saat einer gleichmäßigeren Quellung im Darm. Der Quelleffekt ist die Voraussetzung für die abführende Wirkung des Leinsamens.

Der GOLD-Standard für den Darm

Linusit® GOLD Leinsamen sind eine besondere Züchtung. Durch ihren hohen Gehalt an Schleim-Polysacchariden quellen sie wesentlich länger und stärker auf als normale Leinsamen. Zudem bilden sie ein besonders weiches, schleimartiges Gel, welches sich leicht vom Samen ablöst und die Darmschleimhaut benetzen kann. Das ergänzende Diätmanagement bei Darmträgheit!

Verzehrsempfehlung Bis zu 3-mal täglich möglichst vor oder zum Essen verzehren.

  • bei Darmträgheit mit Verstopfung die Leinsamen möglichst unzerkaut mit ausreichend Wasser einnehmen.
  • bei Darmträgheit mit Schleimhautreizung oder Divertikeln nur vorgequollenen Leinsamen verzehren

Damit die Linusit® GOLD Leinsamen auch gut aufquellen, ist es wichtig, am Anfang mehrmals umzurühren. Um die Gelstärke der Schleimzubereitung etwas zu erhöhen, kann die Leinsamen-Wasser-Mischung kurz aufgekocht werden.

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Verwendung von Leinsamen

Neben der Weiterverarbeitung zu Leinöl, können Leinsamen auch als eigenständiges Lebens- oder sogar Arzneimittel eingenommen werden. Der hohe Gehalt an Ballaststoffen sowie der essentiellen Omega-3-Fettsäure alpha-Linolensäure (ca. 60 Prozent) machen Leinsamen zu einem besonders wertvollen Lebensmittel und sollten sich in jedem Speiseplan wiederfinden.

Dabei ist jedoch zu beachten, dass aus ganzem und aufgebrochenem Leinsamen nur wenige der guten Inhaltsstoffe vom Körper aufgenommen werden können. Wird der Leinsamen hingegen geschrotet, können die wertgebenden Nährstoffe um ein Vielfaches besser aufgenommen werden. Die Verfügbarkeit der Energie aus Leinsamen ist ebenfalls abhängig von der Bearbeitungsform. So liefern ganze Leinsamen nur wenig Energie, geschrotete dagegen fast den gesamten Brennwert.

Die Rolle von Leinsamen in der menschlichen Ernährung

Leinsamen sind ein naturbelassenes Lebensmittel, das sich in einer vollwertigen Ernährung individuell integrieren lässt.

Wie bereits erwähnt liegt der gesundheitliche Wert in dem hohen Anteil an alpha-Linolensäure sowie dem Quellvermögen. Letzteres führt dazu, dass insbesondere bei Darmproblemen gerne auf Leinsamen zurückgegriffen wird, da sie die Darmperistaltik anregen und eine abführende Wirkung haben können.

  • Verwendung bei Verstopfung: Für diesen Zweck sollte ganzer Leinsamen mit reichlich Flüssigkeit (auf 1 Esslöffel ca. 150 ml Wasser) eingenommen werden. De Leinsamen sollten vor der Einnahme ausreichend Zeit zum Quellen haben.
  • Bei Magenverstimmung und vor der Einnahme von Medikamenten, die den Magen angreifen (z.B. mit Acetylsalicylsäure): Zu diesem Zweck werden die Leinsamen am besten mit heißem Wasser übergossen und nach 10 Minuten durch einen Filterbeutel oder ein sauberes Leintuch in ein leeres Gefäß / Tasse abgeseiht. Die extrahierten Schleimstoffe können dann z.B. in einen zubereiteten Tee gegeben und getrunken werden. So können sie gut aufgenommen werden und kleiden die Schleimhaut des Magens aus. Dieser schützende Effekt kann durch ein sogenannte „Rollkur“ verstärkt werden. Hier dreht man sich nach dem Trinken der Tee-Schleim-Zubereitung einmal um die Körperlängsachse. Wobei man auf der linken Seite, dem Rücken und dem Bauch jeweils mind. 2 Minuten (klassisch: 15 Min.) liegen bleiben soll. Zum Schluss legt man sich auf die rechte Seite.
  • Äußerliche Anwendung: Bei Entzündungen, Schmerz- und Krampfzuständen sowie bei Abszessen kann der geschrotete Leinsamen als heiße Packung aufgelegt werden.

Lagerung von Leinsamen

Ganzer Leinsamen ist etwa 8 Monate haltbar. Er sollte kühl aufbewahrt werden. Geschroteter Leinsamen sollte innerhalb von 8 Tagen verbraucht werden, da das Öl schnell ranzig wird.



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