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Die neusten Ergebnisse für ein vitales Leben

Stand: 11.10.2017

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Gesund bleiben fängt mit informieren an. Hier neue interessante Forschungs- und Studienergebnisse für Ihr vitales Leben. Von Vitamin-Versorgung über Zahngesundheit bis zu Haarausfall.

Vitamine des 21. Jahrhunderts

Was sind Polyphenole? Oder Flavanoide? Das wären gewiss gute Quizfragen für die Kandidaten von „Wer wird Millionär“. Denn nur wer sich für gesunde Ernährung interessiert, weiß die Antwort: Die chemisch klingenden Namen bezeichnen die sogenannten sekundären Pflanzenstoffe, kurz: SPS. Diese stecken in Blumen und Obst, Gemüse und Kräutern, dienen entweder als Lockstoff für Insekten oder als Schutz vor Schädlingen. Polyphenole, Flavanoide und einige mehr sorgen also dafür, dass eine Blüte rot aussieht, eine Pflaume blau oder dass eine Lauchzwiebel würzig riecht.

Für die Pflanzenwelt erfüllen SPS demnach eine wichtige Funktion. Doch nützen sie auch uns Menschen? Und wieso „sekundär“? Spielen sie vielleicht doch nur eine Nebenrolle? Das erforscht die Ernährungswissenschaft seit rund zwanzig Jahren, mittlerweile sehr intensiv mit diversen Studien. Denn die Ergebnisse über die positive Wirkung der Pflanzenbestandteile auf unsere Gesundheit lassen vermuten, dass noch mehr Heilkräfte in ihnen stecken.

Allein ihre Vielzahl lässt staunen: An die 100.000 verschiedene sekundäre Pflanzenstoffe gibt es im Pflanzenreich, ein Zehntel davon in Obst und Gemüse. Nun ist bisher nur ein kleiner Teil der „Vitamine des 21. Jahrhunderts“ erforscht – dieses Etikett haben Ernährungswissenschaftler den SPS verpasst, um die abwertende Konnotation „sekundär“ künftig zu umgehen – , längst aber steht fest: SPS sind tolle Kämpfer für unsere Gesundheit.

Sie verstärken das Immunsystem, wehren Bakterien und Viren ab, beschützen Zellen vor freien Radikalen und haben sogar krebsvorbeugende und -bekämpfende Kräfte; relativ bekannt ist hier inzwischen das Lycopin in Tomaten. Andere der kleinen Helfer schützen vor Herz-Kreislauf-Erkrankungen, wieder andere senken Cholesterinwerte.

Der zentrale Effekt vieler sekundärer Pflanzenstoffe besteht darin, dass sie Entzündungsprozesse im Körper regulieren und stoppen können – und dies wertet die medizinische Forschung durchaus als kleine Sensation: Schließlich weiß man heute, dass viele Krankheiten und Alterungsschäden aus entzündlichen Herden entstehen: von Alzheimer über Krebs und Rheuma bis hin zu Zahnverlust. Und das heißt im Umkehrschluss: Um schädliche Entzündungen und daraus sich entwickelnde Krankheiten zu vermeiden oder wenigstens im Verlauf aufzuhalten, brauchen wir eigentlich nur jeden Tag Obst und Gemüse zu essen. Nun weiß jedes Kind, dass Obst und Gemüse gesund sind, schon wegen der darin enthaltenen Vitamine und Ballaststoffe. Dieses Wissen wird jetzt aber dank der Vielzahl an Studien zu den sekundären Pflanzenstoffen weiter wissenschaftlich erklärt und untermauert.

Je nach chemischer Struktur und Funktion unterteilt man den SPS-Helfertrupp in Gruppen. Relativ bekannt die Carotinoide: Sie findet man in Möhren, Tomaten, Grapefruit, in roten Paprika und in grünem Gemüse wie Brokkoli, Grünkohl, Spinat. Dann gibt es die Polyphenole, unterteilt in Flavanoide und Phenolsäuren. Sie finden sich in den äußeren Schichten und Schalen, etwa bei Äpfeln oder Trauben. Sie bewahren die Früchte vor Schädlingen, uns Menschen vor fiesen Krankheitserregern. Sulfide (in Knoblauch, Zwiebel, Schnittlauch) fördern die Verdauung und schützen die Arterien vor Verkalkung. Monoterpene stecken etwa in Zitrone oder Minze und senken den Cholesterinspiegel.

Dann gibt es noch die Glucosinulate, die allen Kohlsorten innewohnen und Detox-Kräfte haben, sowie die Saponine aus Hülsenfrüchten. Gut zu wissen: Bioprodukte enthalten bis zu sechzig Prozent mehr sekundäre Pflanzenstoffe. Nicht verwunderlich, denn Pflanzen, die Pilzen oder Insekten ohne chemische Unterstützung trotzen müssen, entwickeln eben naturgemäß mehr Abwehrkräfte.

Eine Pilotstudie des Reformhaus® Herstellers Dr. Wolz Zell GmbH liefert jetzt zudem positive Ergebnisse zum Einfluss sekundärer Pflanzenstoffe auf die geistige Leistung. 47 Männer und Frauen im Alter von 18 bis 60 Jahren nahmen über einen Zeitraum von sechs Wochen regelmäßig sekundäre Pflanzenstoffe auf und zwar in Form des Konzentrats „Vitalkomplex Dr. Wolz“. Gemessen wurden bei allen drei Komponenten eines klassischen Intelligenztests (Arbeitsspeicher, Informationsverarbeitung, Merkspanne).

Ergebnis: Alle Probanden konnten sich zunehmend Dinge besser und länger merken, wussten Informationen schneller einzuordnen und steigerten ihren IQ um bis zu fünf Prozent. Zudem fühlten sie sich vitaler und selbstbewusster, empfanden mehr Lebensfreude. Das hatte zuvor schon eine Langzeitstudie in Australien mit 12.000 Teilnehmern bestätigt: Wer sieben bis acht Portionen Obst und Gemüse am Tag zu sich nahm fühlte sich am glücklichsten. Kein Wunder, denn heute weiß man, dass sekundäre Pflanzenstoffe im Darm ähnlich wie Ballaststoffe wirken. Sie ernähren also die für unser Wohlbefinden so wichtige Bakterienvielfalt der Darmflora.

Schöne Haare

Wayne Rooney hat es getan. Jürgen Klopp auch. Englands Stürmerstar und der international erfolgreiche Fußballtrainer ließen sich beide Nackenhaare transplantieren, weil sie ihre Geheimratsecken (Klopp) beziehungsweise Glatze (Rooney) leid waren – Rooney hatte, wie frühe Fotos zeigen, schon Anfang 20 kaum noch Haare auf dem Kopf. Aber Haartransplantationen sind nicht ohne: Erstens birgt jede OP ein Risiko. Zweitens kostet sie viel Geld. Und drittens steckt im Nackenhaar ein anderes genetisches Programm als im Kopfhaar. Man weiß daher nie, wie sich das optische Ergebnis langfristig entwickeln wird.

Klopp oder Rooney stehen nicht allein da: Rund sechzig Prozent aller Männer in Deutschland wünschen sich dichtes Haar. Sie leiden, oft auch seelisch, unter erblich bedingtem Haarausfall. Übeltäter, so viel weiß man heute, ist das Dihydrotestosteron, eine Variante des Männlichkeits-Hormons Testosteron. Es greift die Haarfollikel an, lässt in der Folge das Haar dünner werden und ausfallen. Auch Frauen haben mit dem Problem zu kämpfen, vor allem nach der Menopause, und sie leiden unter Haarverlust ebenso wie Männer.

Jetzt bringt Alsiroyal mit „Anti-Haarausfall Liquid“ ein Produkt mit pflanzlichen Wirkstoffen neu auf den Markt, das – der Name ist Programm – in einer unabhängigen Teststudie über 180 Tage vielversprechende Ergebnisse erzielen konnte. Das Liquid wird einmal pro Tag mit einer Pipette auf die betroffenen lichter werdenden Stellen auf der Kopfhaut gegeben und verbleibt dort. Es besteht aus drei miteinander kombinierten Pflanzen: Basis ist das Baikal-Helmkraut, die in Asien beheimate Heilpflanze Scutellaria baicalensis. Sie wird in der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) verwendet, aktiviert Stammzellen und schützt vor oxidativen Schäden. Dazu kommen Soja- und Weizenkeime, die nachweislich den Zellstoffwechsel fördern.

An der Studie beteiligten sich Männer und Frauen zwischen 18 und 60 Jahren mit mittelstarkem Haarausfall. Eine Hälfte der Teilnehmer nahmen eine Haarlotion mit drei Prozent Wirkstoff-Anteil, die zweite Gruppe ein Placebo. Zu Beginn der Studie und nach 90 beziehungsweise 180 Tagen täglicher Anwendung wurde der Haarausfall beider Gruppen mit Wasch- und Kämmtestes dokumentiert. Das Ergebnis: Bereits nach 90 Tagen Anwendung sank der Haarverlust pro Tag von gezählten 129 Haaren auf 52 Haare pro Tag, das heißt 60 Prozent weniger Haarausfall in der Wirkstoff-Gruppe. Die Haardichte wurde anhand von Mikroaufnahmen der Kopfhaut optisch nachgewiesen. Die gezählte Anzahl Haare pro Quadratzentimeter Kopfhaut verbesserte sich nach 6 Monaten um bis zu 22 Prozent. Bei Alsiroyal setzt man nun große Hoffnungen in das neue Produkt, das ab Oktober erhältlich sein wird. Dr. Cordula Stiepel, wissenschaftliche Leiterin: „Das Neue ist vor allem die Kombination exakt dieser drei Komponenten. Und auch, dass das Liquid direkt an der Haarwurzel wirken kann.“

Wieder kräftig zubeißen

Schokolade, Kekse, Bonbons: Wir naschen gerne. Nicht zur Freude von Zahnärzten, weil beim bakteriellen Abbau von Zucker Säuren entstehen, die den Zahnschmelz angreifen – die häufigste Ursache für Karies. Besonders fatal sind Gummibärchen, die lange am Zahn kleben. Und sogar Obst ist nicht immer gesund für die Zähne: Ananas, Äpfel, auch Zitrusfrüchte enthalten Säuren, die Zahnschmelz aufweichen können.

Und doch gibt es eine Süßigkeit, die Zahnärzte empfehlen können – es ist der echte Manuka-Honig aus Neuseeland. Zwar enthält er Frucht- und Traubenzucker, hilft aber gleichwohl gegen Karies, reduziert Plaque und beugt Zahnfleischentzündungen vor. Das liegt an dem in ihm enthaltenen Wirkstoff Methylglyoxal (MGO). Dessen stark antibakterielle Schutzwirkung wurde seit 2004 in mehreren Studien bewiesen.

So untersuchte Cecile Badet an der Uni Bordeaux 2011 den Einfluss von Manuka-Honig auf das Bakterium Streptococcus mutans, den Auslöser von Karies. Manuka-Honig konnte es extrem reduzieren. Im gleichen Jahr widmete auch Gesine Schäfer ihre Doktorarbeit in Jena dem Manuka Honig. Sie bewies MGO als den Stoff, der das Bakterium Porphyromonas gingivalis hemmen konnte, jenen Auslöser für Zahnfleischentzündungen, die zu Zahnverlust führen können.

Positives vermeldet aktuell die Deutsche Mundgesundheitsstudie V von 2016: Demnach geht Karies seit 1997 stark zurück. Eltern vermitteln ihren Kindern heute, wie wichtig Zähneputzen ist. Und dass man nach dem Essen eine halbe Stunde warten soll mit dem Putzen, weil der Zahnschmelz nach dem Essen weicher ist. Für lebenslang stabile Zähne müssen Kieferknochen, Zahnwurzeln, Zahnfleisch und Zähne ab dem Kleinkindalter stets mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgt sein, vor allem mit Calcium (in Milch, Milchprodukten, grünem Gemüse). Und wer regelmäßig putzt und sich gesund ernährt, darf denn auch ruhig mal was naschen.

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