Durchatmen tut Mann und Frau gut ©goodluz - stock.adobe.com

Zeit zum Durchatmen

Wie wir unsere Lunge unterstützen können

Stand: 18.03.2021

Empfehlen über:

Sind wir gesund, atmen wir ganz selbstverständlich – ohne darüber nachzudenken, was unsere Lunge leisten muss. Wie wir unsere Lunge unterstützen können, damit dies lange so bleibt.

Einatmen – ausatmen – einatmen – ausatmen …

40 Tage ohne Nahrung? Nicht schön, geht aber. 5 Tage ohne Wasser? Grenzwertig, geht aber (notfalls) auch. 4 Minuten ohne zu atmen? Unmöglich!

Abgesehen von Apnoe-TaucherInnen, die zehn Minuten lang die Luft anhalten können, atmen wir 15- bis 18mal pro Minute – und das kontinuierlich 24 Stunden am Tag, unser ganzes Leben lang. Und in jeder Sekunde zeigt unsere Lunge Höchstleistungen: Wir atmen etwa einen halben Liter Luft ein und wieder aus, und über die etwa 300 Millionen Lungenbläschen gelangt der Sauerstoff über die Lungenkapillaren und die Lungenvene zum Herzen hin. Von dort wird er über das gesamte Gefäßsystem in alle Organe und Zellen transportiert. Dieses komplexe Zusammenspiel kann nicht einmal durch das Tragen einer Maske gestört werden – auch wenn es sich so anfühlt, als würde man unter dem Mund-Nasen-Schutz weniger Luft bekommen.

„Beim Gesunden ist der Atemwiderstand gerade so erhöht, als würde er vier, bis fünf Treppenstufen hochsteigen, das ist wirklich irrelevant“, sagt Professor Dieter Köhler. Der Lungenfacharzt war fünf Jahre Präsident der Deutschen Gesellschaft für Pneumologie, lehrte an den Universitäten in Marburg und Freiburg und war fast 28 Jahre lang ärztlicher Direktor des Fachkrankenhauses Kloster Grafschaft in Schmallenberg. „Alle Therapiegeräte zum Training der Atmung erhöhen den Atemwiderstand, sie machen quasi das, was die Maske macht. Je größer der Widerstand ist, desto mehr trainiert man das Zwerchfell.“ Und darauf kommt es an.

Die Lunge ist angeboren, so wie sie ist, aber die Atemmuskulatur lässt sich trainieren, vor allem das Zwerchfell, das aus einer Muskel- und Sehnenplatte im unteren Brustraum besteht, sich beim Einatmen so zusammenzieht und sich nach unten absenkt, dass die beiden Zwerchfellkuppeln abflachen. Dadurch steigt das Volumen im Brustraum, und die Lungenflügel können sich ausdehnen, um möglichst viel Luft aufzunehmen und – vor allem – wieder abzugeben. Denn mit dem Ausatmen verlassen außer Kohlenstoffdioxid (CO2) auch Stickstoff und Wasserdampf unseren Körper, und je mehr Kohlendioxid wir ausatmen, desto mehr Sauerstoff steht unseren Zellen zur Verfügung. Und je mehr Sauerstoff in den Zellen ist, umso besser können Nährstoffe resorbiert und verarbeitet werden.

Langes Sitzen ist schlecht für die Sauerstoffaufnahme

Auch hier lässt sich das perfekte System unseres Organismus nicht von einer Maske stören: „Wir haben einen Mechanismus, der verhindert, dass wir unser eigenes Kohlendioxid wieder einatmen“, so Köhler. „Atmen wir aus, geht der Nasenstrahl nach unten, doch wenn wir einatmen, holen wir uns die Luft von überall her. Ist der Atemwiderstand zum Beispiel bei der FFP2-Maske größer, atmen Sie noch mehr durch die Seiten.“ Übrigens haben die guten Masken alle etwa den gleichen Atemwiderstand. „Spürt man nichts, dann taugt die Maske auch nichts.“

Was unserem Wunderorgan allerdings zu schaffen machen kann, ist zu langes Sitzen. Es wird schlapp. Kommen Stress und Zeitdruck dazu, geht uns buchstäblich die Luft aus. Atemlos durch den Tag … Außerdem nimmt die Lungenkapazität im Laufe unseres Lebens kontinuierlich ab. Sind wir 20,verfügen wir über 100 Prozent, mit 43 sind es etwa 88 Prozent, mit 80 kann es gerade noch die Hälfte sein. Doch nicht nur das .So kraftvoll unsere Lunge arbeiten kann, ist sie doch auch ein empfindsames Organ, das richtig krank werden kann.

Wenn die Lunge Probleme macht

Die häufigsten Lungenerkrankungen sind neben Covid 19 Asthma bronchiale, COPD und Lungenentzündung. Bei der häufig nur als Asthma bezeichneten chronischen Erkrankung der Lungen unterscheidet man die allergische und die nicht-allergische Form. In beiden Fällen leiden die Betroffenen an anfallsartiger Atemnot und Husten, Symptome, die die Medizin mit Medikamenten heute sehr gut lindern kann. Oft spüren die Patienten die Erkrankung gar nicht mehr, so Prof. Köhler.

COPD (chronic obstructive pulmonary disease) ist eine chronisch fortschreitende Erkrankung der Lunge mit entzündeten und dauerhaft verengten Atemwegen. Typische COPD-Symptome sind Husten mit Auswurf und Atemnot bei Belastung, in fortgeschrittenem Stadium auch in Ruhephasen. Ursachen sehen MedizinerInnen vor allem im Rauchen, auch Passivrauchen, aber auch im seltenen genetisch bedingten Mangel an dem Protein Alpha-1-Antitrypsin (AAT): Dieses Bluteiweiß inaktiviert sogenannte Proteasen, Enzyme, die bei Entzündungsprozessen zerstörtes Gewebe abbauen sollen. Bei Menschen mit einem Mangel an AAT können die Proteasen aber ungebremst das Lungengewebe schädigen. Die Folge ist eine chronische Entzündung mit Verengung der Bronchien,

Die Lungenentzündung schließlich ist mit hierzulande geschätzten 800.000 Krankheitsfällen pro Jahr eine der am häufigsten auftretenden Infektionskrankheiten, die in der Regel von Bakterien, Viren, sehr selten auch von Pilzen und Parasiten ausgelöst wird. Bei einer Lungenentzündung sind überwiegend entweder die Lungenbläschen (alveoläre Pneumonie) oder das Lungengewebe (interstitielle Pneumonie) geschädigt und können nicht mehr richtig arbeiten. Dadurch wird der Gasaustausch beeinträchtigt, der Körper bekommt nicht mehr genügend Sauerstoff, und kann bei schweren Formen gleichzeitig nicht mehr genug Kohlendioxid abgeben. Atemnot kann aber auch auf eine andere Erkrankung hinweisen. „Wenn der Transport vom Mund zur Zelle gestört ist und beim Ausatmen nicht genügend Kohlendioxid abgeben wird, zeigt sich das in Luftnot, auch in Ruhe“, so Prof. Dieter Köhler. Herzschwäche oder Blutarmut (Anämie) könnten zum Beispiel die Ursache sein. Wird die Krankheit behandelt, fällt das Luftholen wieder leichter.

Doch trotz chronischer Erkrankung oder in längerem Rekonvaleszenzprozess gibt es für Betroffene und alle, die ihre Lunge fit halten wollen, kraftvolle Helfer: Atemübungen! Welche? 

Drei wohltuende Produkte für Ihre Lunge und Nase aus dem Reformhaus®

  • Primavera - atme wohl Maskenspray bio: Minzig-frischer Duftnaturreiner ätherischer Öle und Pflanzenwässer von Spearmint, Orange, Lavendel, Hamamelis und Cistrose erleichtert das Tragen von Masken, lindert Beklemmungsgefühle und hilft dabei, besser durchatmen zu können.
  • P. Jentschura - MiraVera Hautwasser: Ein Hautwasser, das zugleich eine Wohltat für Nase und Lunge ist: Mit hochreinem Sauerstoff und wertvollen ätherischen Ölen angereichert, wirkt MiraVera auf der Haut belebend und regenerierend. Das enthaltene, wundheilungsfördernde Wasserstoffperoxid (H2O2) spaltet sich auf der Hautoberfläche in Wasser und hochreinen Sauerstoff, welcher durch die Hautschichten dringt. Dort regt er den Stoffwechsel und die Zellerneuerung an und versorgt das Gewebe mit einer Extraportion Sauerstoff.
  • SALUS - Olbas Tropfen: Die Mischung aus Pfefferminzöl, Cajeputöl, Eukalyptusöl, Wacholderbeeröl und Gaultheriaöl wirkt erfrischend und lindernd bei Schnupfen, Husten, Heiserkeit und erleichtert das Einatmen.

Empfehlen über:

Weiterscrollen, um zum nächsten Artikel zu gelangen