Fit bleiben beim gemeinsamen Fahrrad fahren © adobestock / Jacob Ammentorp Lund

Fit ohne Stress

So setzen Sie die Vorsätze Sport und abnehmen um

Stand: 01.04.2021

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Mehr Sporttreiben und ein paar Kilos abnehmen – diese Vorsätze landen meist ganz oben auf unseren Listen fürs neue Jahr. Die konsequente Umsetzung, die fällt uns jedoch oftmals schwer. Während anfangs die Motivation noch so sprudelt, überkommt uns doch schnell die Erschöpfung und Resignation. Waren die Ziele wieder zu hoch gesteckt? Nicht unbedingt! Denn mit etwas Umdenken und ein paar kleinen, aber hilfreichen Tipps wird aus Vorsatz nachhaltiger Erfolg.

Das Stressparadoxon

Eigentlich wollen wir ihn reduzieren, am liebsten ganz vermeiden. Immerhin werden Sport und Bewegung ja als hervorragende Stress-Killer angepriesen – und das auch zurecht! Doch ganz ohne Stress geht es dann doch nicht, jedenfalls was die Begrifflichkeiten angeht. Denn die Grundvoraussetzung für Leistung und Trainingserfolg ist ein gewisses Maß an körperlichem Stress. Demnach müssen wir unseren Körper erst durch Sport und Bewegung fordern, um dadurch schneller, stärker und vor allem – stolz wie Oskar – dem psychischen Stress den Garaus zumachen. Um nachhaltig von diesem Effekt zu profitieren, muss jedoch die Stress-Dosis stimmen.

"Slow but steady" statt von "0 auf 100"!

Sind die Feiertage und Ferien einmal vorüber, geht es für viele auch gleich los. Die Weihnachtsstrümpfe werden gegen die neuen Laufschuhe und der flauschige Pullover gegen das Funktionsshirt getauscht. Oftmals lautet dann die Devise: Je öfter und intensiver das Training, desto schneller verschwindet auch der Weihnachtsbraten wieder von den Hüften. Dabei ist gerade der überambitionierte Sporteinstieg oft der Grund für den raschen Motivationsverlust, weil sich nicht von heute auf morgen Effekte zeigen. Ein bedachter und allmählicher Start in den Sport mit kleinschrittiger Belastungssteigerung verhindert hingegen, dass wir den Stress schon zu Beginn zu hoch dosieren und uns damit überfordern. Gerade zu Beginn heißt es also: Der Weg zum Trainingserfolg ist eher ein seicht ansteigender Pfad als ein kurzer und steiler Anstieg!

Alltagsbewegung - mindestens so effektiv wie Sport!

Dieser Leitsatz gewinnt umso mehr an Bedeutung, wenn Gesundheit und Gewichtsreduktion an oberster Stelle stehen. Schon vor einigen Jahren haben Forscher herausgefunden, dass lange Phasen der Inaktivität ein unabhängiger Risikofaktor für ernstzunehmende Erkrankungen wie zum Beispiel Arthrose, Diabetes oder sogar Herzinfarkt sein können. Selbst die intensive Sporteinheit am Abend ist nur bedingt in der Lage, einen Tag mit überwiegend sitzender Tätigkeit effektiv zu kompensieren.

Deswegen empfiehlt die World-Health-Organisation (WHO) Erwachsenen, sich summiert mindestens 150 Minuten am Tag moderat zu bewegen. Dabei ist es wichtig, die 150 Minuten über den Tag verteilt zu absolvieren und lange Sitzphasen so häufig wie möglich durch Bewegungspausen zu unterbrechen. Am einfachsten lässt sich das umsetzen, wenn man die unzähligen kleinen und wunderbaren Trainingsmöglichkeiten im eigenen unmittelbaren Umfeld wahrnimmt. So wird das Treppenhaus zum effektiven Herz-Kreislauf-Trainer, die schweren Einkaufstaschen werden zum idealen Hantelersatz und die grünen Parkanlagen zum idyllischen Walking-Stadion. Der Kreativität sind hier keine Grenzen gesetzt.

3 Tipps vom Bewegungsexperten Professor Ingo Froböse

  • 40 Etagen pro Woche hochgehen

Nur etwa sechs Etagen pro Tag sind ein richtig gutes Herz-Kreislauf-Training und stärken obendrein die Bein- und Po-Muskulatur! Und das Schöne ist, das Risiko für Herzinfarkt und Schlaganfall wird dadurch deutlich gesenkt!

  • Schritte und Vitamin D sammeln

Zwischendurch mit den Kollegen in der Mittagspause 15 Minuten spazieren gehen

an der frischen Luft. Gesicht und Hände und vielleicht sogar die Unterarme sollten dabei möglichst viel vom Tageslicht abbekommen!

  • Die müden Gelenke wieder schmieren und beweglich machen

Fensterputzen und Co. wird zum effektiven Training! Tief bücken, hochrecken und ruhig auch mal seitlich verbiegen – das bewegt alle Gelenke, dehnt die Muskeln und trainiert das Bindegewebe und die Faszien. Den Hausputz zum Bewegungsprogramm machen hilft, in das bewegte Jahr einzusteigen!

 

Sie möchten noch mehr tun? Kein Problem. Prof. Froböse hat mit seinem Team exklusiv für Reformhaus® Bewegungsprogramme zusammengestellt. Die kostenlosen Videos finden Sie unter: www.youtube/com/user/


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