Entspannt durch die Weihnachtszeit

Tipps gegen Weihnachtsstress

Stand: 23.11.2021

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Die eigenen Gefühle und Gedanken wahrnehmen, den Körper sowie seine Bedürfnisse achten, ausreichend Freiräume für Interessen und Wünsche schaffen – all das fasst man unter dem Begriff Selbstfürsorge oder Selfcare zusammen. Manchmal gehört dazu, sich einfach nur Gutes zu tun, wie mit Freundinnen treffen, ein warmes Bad nehmen, sich eine Massage gönnen oder sich mit einem schönen Filmabend entspannen.

Manchmal muss man sich Stressfallen mit etwas Disziplin entziehen. Dazu zählt beispielsweise, Smartphone, E-Mails und andere digitale Aufmerksamkeitshascher regelmäßig auszuschalten. Sonst droht das Zeitkonfetti-Phänomen, wie es unter anderem die amerikanische Wissenschaftlerin Ashley V. Williams benennt und erforscht. Dabei fragmentieren wir etwa eine Stunde Pause durch die kurze Beantwortung einer SMS oder dem Lesen einer eingeblendeten News. Genau diese kurzen Unterbrechungen führen dazu, dass wir gefühlt überhaupt keine freie Zeit haben. Also, das trendige Digital-Fasten macht Sinn – genau wie diese 10 Tipps für eine besinnliche Weihnachts-Selfcare.

1. Raus aus der Mental Load Falle

Was ist denn damit nun wieder gemeint? Mental Load bezeichnet die psychische Belastung, für etwas verantwortlich zu sein, das keine/r als wichtige Aufgabe wahrnimmt. Die Weihnachtszeit etwa steckt voller unsichtbarer Arbeit und Belastungen. Dazu gehört, daran zu denken, wie man das Fest organisiert, wer beschenkt werden sollte, wie man die Wohnung weihnachtlich dekoriert, welche Zutaten für ein leckeres, aber auch gesundes Essen eingekauft werden müssen. All das kann Spaß machen. Viele würden jetzt denken, das ist doch nicht der Rede wert, oder?

Tatsächlich ist das selbstverständliche Organisieren des Alltags inzwischen Gegenstand von Studien. In der „Cognitive Load Theory“ wurden ursprünglich Lernprozesse analysiert, genauer die Belastung im Gehirn, während man sich etwas merkt. Zuständig ist dafür unter anderem das Arbeitsgedächtnis. Hier werden Informationen verarbeitet und Probleme gelöst. Schon Anfang der 70er-Jahre fiel ForscherInnen auf, dass Frauen hier besonders viel leisten, indem sie etwa die Termine innerhalb der Familie organisieren. Leider ist die Kapazität des Arbeitsgedächtnisses endlich. Wer also den Kopf voll hat mit Organisatorischem, ist irgendwann erschöpft. Deshalb hilft es, sich klarzumachen, für was man alles die Verantwortung übernimmt. Und sich zu fragen: Wird das zu viel, kann ich etwas delegieren oder verzichte ich besser auf eine aufwendige Deko? Besonders für Frauen gilt: Zuständigkeiten – etwa in der Familie – konsequent aufzuteilen, schützt vor Burn-out.

2. Ausgleichende Naturstoffe

Sie fühlen sich innerlich unruhig und gleichzeitig erschöpft oder haben das Gefühl zwischen hyperaktiv und müde zu wechseln? Das sind typische Stresssymptome. Genialerweise bietet die Natur auch für diese unterschiedlichen Stimmungen ausgleichende Wirkstoffe. Das sind die sogenannten Adaptogene. „Adaptogene sind Stoffe in Heilpflanzen oder -pilzen, die helfen, sich an besonders belastende Situationen anzupassen“, erläutert die Biologin und Heilpraktikerin aus Bremen, Dr. Michaela Deu. „Im Vordergrund steht eine normalisierende Wirkung auf den Stoffwechsel unabhängig von der Richtung der vorausgegangenen negativen Veränderung. Soll heißen, derselbe Naturstoff kann anregen, ohne einen „hibbelig“ zu machen und auch Gelassenheit fördern, das Immunsystem aktivieren und dennoch dessen Überreaktionen dämpfen.

Das Besondere ist außerdem, dass, anders als bei Stimulantien (anregenden Medikamenten, Substanzen, Anm. d. Red.), sich keine Intoleranz oder gar Abhängigkeit entwickelt.“ Diese ausgleichenden Inhaltsstoffe finden sich unter anderem in Ginseng, Rosenwurz oder der Winterkirsche, auch Ashwagandha genannt. Außerdem in Heilpilzen wie Reishi, Maitake und Shiitake. Wie bei vielen Naturstoffen entwickelt sich die beste Wirkung, wenn man sie in entsprechender Dosierung anwendet. Lassen Sie sich am besten in Ihrem Reformhaus® beraten. Dr. Deu empfiehlt eine kurmäßige Anwendung von drei Monaten, wobei man sich nach vier Wochen besser fühlen sollte. Ein wichtiger Anti-Stressbooster ist Vitamin D 3. In der kalten Jahreszeit bekommen wir zu wenig vom Sonnenvitamin, deshalb ist eine Ergänzung sinnvoll.

Im Reformhaus® z. B.: KGV Roter Ginseng Extrakt Hartkapseln; Alsiroyal® Ashwagandha bei Stress; S Raab Vitalfood Bio Reishi Kapseln; Dr. Wolz Vitamin D3; Dr. Niedermaier Regulatpro® Stress Protect Kapseln, SALUS Neuro Balance Ashwagandha Kapseln

3. Angenehme Träume

Gerade in der Vorweihnachtszeit häufen sich viele Dinge, an die man denken muss. Viele nehmen jetzt etliche To-do’s mit ins Bett – dort erledigen sie sich leider nicht. Doch die Gedanken halten vom entspannten Ein- oder Durchschlafen ab. Dagegen hilft eine sehr einfache Maßnahme. Schreiben Sie alles auf. Geht es um Aufgaben, legen Sie eine unsortierte Liste an. Die richtige Reihenfolge wird morgen festgelegt. Überlegen Sie, ob Ihnen bestimmte Gedanken Sorgen bereiten oder Sie unter Druck setzen. Schreiben Sie auch das auf, nehmen Sie sich Zeit und spüren Sie dem nach, was genau beunruhigend ist. Notieren Sie alles – ohne Lösungen finden zu wollen. Das ist für den Tag reserviert. Dann legen Sie den Block beiseite, lehnen sich beruhigt zurück und sagen Sie laut: „Ich muss an nichts mehr denken, alles kann ich morgen nachlesen.“

Das ist nicht der Grund für Ihre unruhigen Nächte? Achten Sie auf einen gleichmäßigen Rhythmus. Der Körper liebt Rituale. Unterstützen können auch pflanzliche Tees und Frischsäfte. „Einen gesunden Schlaf fördern Melisse, Passionsblume und Baldrian,“ so Heilpraktikerin Dr. Deu, „Jede Pflanze hat ein besonderes Spektrum von Anwendungsschwerpunkten. Man sollte daher unbedingt die Nutzung und Dosierung mit Arzt, Ärztin oder Heilpraktiker*in besprechen, besonders natürlich in der Schwangerschaft oder wenn Medikamente eingenommen werden.“

4. Winterwonderland - hinaus in die Natur

Auch wenn keine gezuckerte Landschaft lockt – eine kleine Auszeit im Wald oder auf der Wiese entspannt unvergleichlich. Viele Studien zum sogenannten Waldbaden belegen, dass unser gesamter Organismus in eine Art aufmerksame Beruhigung kommt. Vermutlich liegt es daran, dass schon in unseren Genen Bäume, Pflanzen, Seen und Flüsse als vertraut gespeichert sind. Und niemand verlangt etwas von uns, die Gedanken können frei schweifen. Wir müssen keine Fahrpläne studieren, EC-Karte bereithalten, keine Fragen beantworten. Alles ist einfach vorhanden. Mühelos bekommen wir irgendwann, wenn wir unsere inneren Aufgabenlisten zur Seite schieben, den Kopf wieder frei. Wichtig: Unbedingt vorher das Smartphone oder Handy ausschalten. Denn Vibrationen oder Klingeltöne können wir gar nicht ignorieren, solche Signale sind erlernte Aufmerksamkeits-Catcher. Bewusste Pausen braucht unser Gehirn, um wieder leistungsfähig und kreativ werden zu können. Dann fallen uns Lösungen ganz ohne Anstrengung zum richtigen Zeitpunkt wieder ein.

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„Erlebnis Waldbaden“ 29.04. bis 1.05.2022 
Infos und Anmeldung unter 06172 / 3009-822

5. Noch mehr Auszeiten

Auch wenn es nicht in die Natur geht für einen Spaziergang, Bewegung ist auf jeden Fall sinnvoll. Vor allem, wenn es am Tag hektisch zugegangen ist. Prof. Ingo Froböse sagt: „Das beste Mittel gegen Stress ist ein Cool-down am Abend durch Bewegung, denn sie baut Stresshormone ab.“ Wer aber schon ordentlich unterwegs war und etwa diverse Läden abgeklappert hat, kann sich auch anders regenerieren. Prof. Froböse empfiehlt dann beispielsweise die Progressive Muskelentspannung. Sie hat den großen Vorteil, dass sie keine Meditationserfahrung voraussetzt. Besonders der einfache Bodyscan lässt sich immer und überall anwenden. Dabei vergegenwärtigt man einfach jedes Körperteil von den Fußsohlen bis zur Stirn. Etwa: Wie steh’ ich gerade, wo befinden sich meine Knie, meine Hüften …. Im Liegen mit geschlossenen Augen ist es natürlich am angenehmsten. Gönnen Sie sich die ruhigen Phasen. Denn Regeneration ist Selfcare und gehört in den Tagesablauf. Prof. Froböse: „Im Sport habe ich die Notwendigkeit der optimalen und auch schnellen Regeneration gründlich gelernt. Geht ein Athlet nicht oder nur ausreichend regeneriert in die nächste Belastung, kann er sein Potenzial nicht ausreichend ausschöpfen. Passiert das häufiger, dann treibt der Sportler seine Leistungsfähigkeit immer weiter nach unten.“ Und der Sportwissenschaftler betont, dass diese Notwendigkeit, die im Sport sofort einleuchtet, für jede und jeden im Alltag besteht.

6. Der kurze weg in die glückliche Kindheit

Es duftet nach Orangen, Zimt und Tanne, für einen kurzen Augenblick fühlen wir uns an die aufregende Weihnachtszeit unserer Kindheit zurückversetzt. Erinnerungen und Gefühle sind direkt mit Düften vernetzt – ein kurzer Weg zum Glück. Intensives Schnuppern belebt unsere Sinne und beruhigt die Nerven. In der Aromatherapie werden die ätherischen Öle etwa bei Schlaflosigkeit, gegen Erkältungen und für das innere Gleichgewicht angewendet. 350 verschiedene Duftrezeptoren in der obersten Etage der Nase analysieren die Zusammensetzung der Aromen. Je häufiger wir ganz bewusst riechen, desto sensibler reagieren die rund 20 Millionen Riechzellen. Dresdner Forscher fanden heraus, dass angenehme Düfte gegen Albträume helfen. Nun untersuchen Sie, wie Aromen Schmerzen lindern. Gerade jetzt, wo oft die Corona-Maske Gerüche filtert, ist es schön, zu Hause ganz bewusst einzuatmen und nachzuspüren, was wir riechen. Ein Tipp zum Verwöhnen: Mischen Sie sich Ihren persönlichen Weihnachtsduft, vielleicht mit ein paar Tropfen aus Zeder, Orange, Nelke oder Sandelholz. Als Basis eignet sich besonders gut Mandelöl. In eine kleine Glasflasche mit Verschluss füllen, dann kann man immer mal zwischendurch für einen besinnlichen Moment in der Hektik sorgen.
Im Reformhaus® z. B.: die ätherischen Öle von Bergland oder Primavera in Bio-Qualität.

7. Schöner Schenken - ohne große Shoppingtour

Anderen etwas Gutes tun macht glücklich. Das zeigen Studien in verschiedenen Variationen. Beispielsweise fühlen wir uns besser, wenn wir Geld spenden oder in Trinkgeld umwandeln, als es für uns selber auszugeben. Kleine Freuden für Nachbarn, KollegInnen oder die Liebsten haben einen nachhaltigen positiven Effekt auf unser Wohlbefinden. Zu Weihnachten allerdings kann Schenken zu einer Pflichtübung werden und uns unter Druck setzen. Sowohl die Frage nach den eigenen Wünschen wie auch die Anstrengung, das Richtige für jede/n zu finden. Doch das kann man vermeiden. Die meisten Menschen freuen sich nämlich mehr über ein Geschenk, das sie wirklich gebrauchen können, als über etwas besonders Originelles. Deshalb ist eine Wunschliste auch sehr sinnvoll.

Klingt zu schnöde? Dann leben Sie sich bei der Verpackung aus, je kreativer, desto höher geschätzt. Besonders Upcycling-Ideen sind dabei keine Grenzen gesetzt. Schließ - lich will niemand mehr in Verpackungsbergen ersticken. Tipps für Verwandte, die schon alles haben: Tierpatenschaften für einen Gnadenhof, bei Vier Pfoten oder dem heimischen Tier - heim sowie Bienen-Patenschaften kommen immer gut. Schön ist auch der Plan für einen gemeinsamen Ausflug. Die Pandemie hat viele lokale Läden und Restaurants stark belastet, deshalb sind verschiedenste Gutscheine, wie die aus dem Reformhaus®, immer noch sehr sinnvoll. So unterstützen wir unser Umfeld.

8. Warmes für die Seele

Heiße Suppen sind jetzt einfach ideal. Man kann einen riesigen Topf kochen, Portionen einfrieren und hat immer eine gesunde Mahlzeit vorrätig. Wie wäre es mit einer Kürbissuppe mit Ingwer. Als Topping dürfen Nüsse, Kürbiskerne oder Samen nicht fehlen. Viel Magnesium und ein hoher Anteil an B-Vitaminen sind echte Nervennahrung. Wer schon zum Frühstück mit einem warmen Porridge aus Haferflocken einsteigt, ist bestens für einen anstrengenden Tag gewappnet. Und abends vor dem Schlafengehen ein warmes Bad mit Lavendelduft lässt uns gut abschalten.
Im Reformhaus® z. B.: ARYA LAYA Heilkräuter-Bad Balance & Harmonie Lavendel.

9. Tief durchatmen

Selbstfürsorge – das bedeutet möglichst oft ganz bewusst auf sich zu achten. Gerade, wenn uns etwas bedrängt oder wir uns selbst unter Druck setzen, lohnt ein kurzes Innehalten besonders. Das hat bestimmt jede/r schon einmal registriert: Sind wir gestresst, atmen wir flacher, ziehen die Schultern hoch und engen den Brustkorb ein. Umgekehrt kann man in jeder Situation entspannen: Schultern lockern, Brustkorb weiten und einmal die Luft durch die Lippen ausatmen. Das hilft wirklich immer, ob an der Supermarktkasse, im Stau oder beim Lesen einer unangenehmen SMS. Noch intensiver ist die Wechselatmung. Bei dieser Übung aus dem Yoga hält man sich beim Ein- und Ausatmen jeweils ein Nasenloch zu. Zwischendurch hält man kurz die Luft an. Diese Atemtechnik wirkt stabilisierend, beruhigend und bringt Energie zurück. Regelmäßig ein paar Minuten am Tag angewendet, beugt es auch einer verstopften Nase vor. Für die korrekte Handgeste benutzt man zum Zuhalten den Daumen, nur der kleine Finger zeigt noch nach oben.

10. Sich glücklich cremen

Ein liebevoller Blick auf sich in den Spiegel, sanftes Einmassieren von etwas Creme auf die Wangen oder streichelndes Auftragen von Bodylotion – direkter geht Selbstfürsorge kaum. Nehmen Sie sich ruhig Zeit für dieses tägliche Ritual und genießen Sie bewusst die Anwendung. Oder wie wäre es mit einem basischen Vollbad, um sich rundum zu erholen und für eine ausgewogene Körperbalance zu sorgen. Besonders entspannend ist es, wenn man das Gesicht dabei mit einer Vliesmaske abdeckt. Mit geschlossenen Augen spürt man umso intensiver die umgebende angenehme Wärme. Dafür taucht man die Vliesmaske einfach kurz in das basische Badewasser und legt es auf die Gesichtspartie auf. Hat man genug entspannt, aktiviert eine Körperbürste die Durchblutung und die ausgleichenden Wirkstoffe wirken umso intensiver.
Im Reformhaus® z. B.: BasenSalz, Körperbürste und Vliesmaske von M. Reich oder Körperbürste und MeineBase® für das Bad oder Basen-Schauer-Duschgel von P. Jentschura®.

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