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Wann haben wir Stress?

Die richtige Dosis macht's

Stand: 30.10.2020 (30.10.2020)

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Schwitzige Hände, erhöhter Pulsschlag, sensiblere Wahrnehmung – was wir als Stress empfinden, ist für unseren Organismus eher ein schnödes Routineprogramm. Und mit der passenden Einstellung und der richtigen Dosis ist dieser Stress sogar eine bedeutsame Quelle unserer Gesundheit. Denn unser Körper ist von Natur aus ein Stressliebhaber!

Wann haben wir eigentlich Stress?

Bei dem Wort Stressor denken die meisten direkt an Verkehrslärm, grelles Licht oder sonstige Umstände, die wir im Alltag als lästig empfinden., Doch wissenschaftlich betrachtet ist dieser Begriff vollkommen wertneutral, denn dort ist er schlicht als die Reaktion auf einen äußeren Reiz zu verstehen – und diese läuft in unserem Körper immergleich ab. Adrenalin und Cortisol – die typischen Stresshormone – werden ausgeschüttet und wirken aktivierend auf die physiologischen Prozesse unseres Körpers. Es spielt also keine Rolle, ob der Stressor gerade von einem nervigen Geräusch oder unserem Lieblingssong stammt, den wir laut mitsingen. Die entscheidende Bewertung des äußeren Einflusses findet nämlich erst in unserem Gehirn statt. Die großartige Nachricht ist also: Ob wir nun positiven Eustress oder negativen Distress empfinden, haben wir zu einem großen Teil selbst in der Hand!

Auf die Bewertung kommt es an

So wie den Lieblingssong im Radio oder den Lärm im Straßenverkehr können wir genauso eine anstehende Aufgabe entweder als etwas Motivierendes und als Chance oder aber als etwas Unangenehmes und als ein potenzielles Risiko bewerten.

Der Psychologe Richard Lazarus stellte in seinen Untersuchungen fest, dass unsere persönlichen Einstellungen und Verhaltensweisen einen entscheidenden Einfluss darauf haben, wie wir Stressoren bewerten. Wird ein Stressor als harmlos bewertet, bleibt die Stressreaktion aus. Ist der Stressor erfreulich, stellt sich Eustress ein. Wird ein Stressor jedoch als Gefahr für das persönliche Wohlbefinden wahrgenommen, geht der Bewertungsprozess in eine zweite Runde. Nun entscheidet sich, ob die zur Verfügung stehenden Bewältigungsstrategien geeignet sind, um den Stressor adäquat zu bekämpfen. Treten diese Mechanismen zu kurz oder kommt es zu einer Häufung von Stressoren über einen längeren Zeitraum, kommt es zu negativen körperlichen und/oder psychischen Folgen. Schätzen wir unsere Fähigkeiten zur Bewältigung des Stressors jedoch als effektiv ein, stellt sich wiederum der positive Eustress ein. Haben wir das einmal geschafft, dann schaltet unser Organismus in den „Leistungsmodus“ und macht uns konzentriert und belastbar. Ist eine Herausforderung bewältigt, werden wir mit Stolz und einem Gefühl der Selbstwirksamkeit belohnt.

Unsere Muskeln sind echte Stressliebhaber

Für körperliche Anpassungsprozesse ist dieser Leistungsmodus übrigens eine Grundvoraussetzung. Ohne Stress geht hier nichts, denn wo kein Stress, da auch kein Trainingserfolg! Muskeln, Knochen und Synapsen brauchen eine gewisse Überforderung als Signalgeber, um sich im Anschlussweiterentwickeln zu können. Dieser Superkompensation genannte Prozess ist also ein gutes Beispiel, warum Stress nicht nur unausweichlich, sondern manchmal sogar für unseren Körper zwingend erforderlich ist!

Mit körperlicher Aktivität zu positivem Stress

Effektiv dem Distress entgegnen und Eustress erzeugen– das gelingt mit aktivem Stressmanagement. Und hier nehmen auch Sport und Bewegung Hauptrollen ein. Im Rahmen des regenerativen Stressmanagements sprechen wir von psychophysischem Ausgleich. Regelmäßiges Praktizieren von Bewegungs-Hobbys mit Freunden und persönlich präferierten Entspannungsmethoden wirkt den negativen Folgen von Distress entgegen und macht uns widerstandsfähig vor zukünftigen Belastungen. Das Beste daran: Die klassischen Methoden wie Yoga, Meditation und Massagen sind ebenso wirksam wie eine intensive Session im Fitnessstudio oder das Tennismatch auf dem Court – Hauptsache ist: Der Spaß dabei kommt nicht zu kurz.

„Reformhaus® activate your life“-Experte Prof. Ingo Froböse hat mit seinem Team exklusiv für Reformhaus® ein entspanntes Bewegungsprogramm zusammengestellt.

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