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Schützt die Bienen!

Mit Reformhaus® Bienen retten!

Stand: 01.05.2018 (01.05.2018)

Die Bienen verschwinden. Langsam, aber stetig und weltweit. Was das bedeutet? Unser gesamtes Ökosystem kommt in Schieflage. Denn vier Fünftel unserer Pflanzen sind auf die Arbeit der Insekten angewiesen. Noch können wir helfen!

Wer schon einmal unter dem Kuppeldach einer Lindenallee spazieren ging, wird es kennen: das wunderbare Summen der Bienen. Den Klang des Sommers, den süßen Duft der Lindenblüten. Und er wird sich auf ein Glas Honig freuen. Honig, der nicht nur auf dem Brot schmeckt, sondern im Winter sogar Halsschmerzen lindert, wenn er den heilenden Lindenblütentee süßt.

Doch möglicherweise ist diese Sommerfreude nicht von ewiger Dauer. Die Bienen sterben. "Weniger die Honigbienen, denn sie werden von Imkern gut umsorgt", erläutert Sarah Bude vom Verein Mellifera e. V., der sich um den Schutz der Bienen kümmert. Vor allem sind die über 550 Arten von Wildbienen betroffen. Mauer- und Sandbienen, Rote Zweizahnbienen und Schwarze Mörtelbienen beispielsweise. Sie leben in Mauerritzen, bauen ihre Nester im Sand, leben in Alpenregionen und Flussauen. Und sie sind, anders als die Honigbienen, Einzelgänger. Honig- wie Wildbienen aber sind fleißige Sammlerinnen von Pollen und Nektar und damit Bestäuberinnen nicht nur von Blumen, sondern vor allem auch von Erdbeeren, Kirschen, Äpfeln, Beerensträuchern. Vier Fünftel aller heimischen Nutz- und Wildpflanzen sind auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. Der Ertrag von Raps geht zu 35 Prozent auf die fleißigen Insekten zurück. Unglaublich, aber die kleinen, oft unscheinbaren Insekten sind wesentlich am Erhalt der Artenvielfalt unserer Welt beteiligt.  

Bienen mögen blühende Wiesen, keine eintönigen Felder

Doch unsere Umwelt hat immer weniger Lebensräume für die Wildbienen. Sarah Bude: "Monokulturen bieten den Bienen keine Lebensmöglichkeiten. Die Wiesen werden viel öfter gemäht als früher, und außerdem werden Felder mit Pestiziden gespritzt." Die Bienen werden also von allen Seiten bedroht. Wo früher Kornblumen, Margeriten und Mohn am Feldrand Nahrung boten, wächst heute - nichts mehr. Wiesen mit einer Vielzahl an Blüten und somit Pollen werden intensiv gemäht, bis zu fünf Mal im Sommer. Selbst Privatgärten bieten häufig keinen Wildwuchs aus Flieder, Sonnenblumen und Ringelblumen, sondern sind gestylt mit Kiesflächen und künstlich geformten Nadelgehölzen.

"Damit jeder helfen kann, das Überleben der Bienen zu sichern, bringen wir gemeinsam mit Bingenheimer Saatgut die Reformhaus® Bienenweide-Saatgut- Tütchen heraus - voller bienenfreundlicher Blumen wie Ringel-, Mohn- und Kornblumen. Dafür braucht es nicht einmal einen Garten."

Rainer Plum, Vorstand Reformhaus eG

Reformhaus® engagiert sich für den Schutz der Bienen Ob im Garten, auf dem Balkon oder am Straßenrand - jeder kann etwas für das Überleben der Bienen tun. Rainer Plum, Vorstand Reformhaus eG, ermutigt alle BienenfreundInnen, aktiv zu werden. Mit dem Kauf und der Aussaat der Reformhaus® Bienenweide "Glückswiese" füttern Sie Bienen und Sie unterstützten das "Netzwerk blühende Landschaften". Fragen Sie im Reformhaus® nach den Saattütchen.

Gifte gegen Unkraut schädigen die Bienen

Die größte Lebensgefahr geht aber von den Spritzmitteln aus, den Insektiziden und Herbiziden, die von der industriellen Landwirtschaft großzügig versprüht werden. Neonicotinoide sind die weltweit am häufigsten eingesetzten Insektenbekämpfungsmittel - ein Drittel der Äcker werden mit diesen Pestiziden behandelt. Die Expertin erklärt: "Neonicotinoide sind synthetische Nervengifte, mit denen Saatgut gebeizt, also behandelt wird." Sie sollen Nutzpflanzen vor saugenden und beißenden Insekten schützen. Die Insekten aber, so ergaben inzwischen mehrere Studien, verlieren durch die Nervengifte ihre Orientierung und sterben zudem früher. "Außerdem stören sie die Kommunikationsfähigkeit der Tiere", erläutert Sarah Bude. Aufgrund von aktuellen Studien fordert das EU-Parlament nun ein Verbot der Stoffe. Schweizer Wissenschaftler haben auf allen Kontinenten 198 Honigproben genommen. Das erschreckende Ergebnis: 75 Prozent der Proben enthielten messbare Mengen von mindestens einem Neonicotinoid.

Gut zu Wissen:

Warum summt die Biene? Der Summton kommt nicht aus dem Kehlkopf der bepelzten Tierchen, sondern entsteht, wenn sie ihre Flügel bewegen. Wenn eine Biene gelassen Nektar im Garten sammelt, klingt der Ton tiefer. Ist sie aufgeregt, schwingen die Flügel schneller und es ist eher ein Schwirren.

Auch das umstrittene Glyphosat schadet den Bienen. Damit keine Wildkräuter auf Feldern wachsen, wird das Herbizid gespritzt. Dadurch finden die Bienen nicht nur weniger Nahrungspflanzen wie etwa Mohnblumen am Feldrand. Es wurde auch nachgewiesen, dass sie langsamer zurück zu ihrem Stock fliegen, also die Orientierung verlieren. Ob sich auch Genmanipulation von Pflanzen auf die Insekten auswirkt, ist noch nicht weiter erforscht. Klar ist aber, so Sarah Bude: "Bienen unterscheiden nicht zwischen genmanipuliert oder nicht und können so beim Bestäuben Pollen von der einen zur anderen Pflanze übertragen." Und das über weite Entfernungen, denn Bienen fliegen bis zu drei Kilometer im Umkreis ihre Stocks. Das wiederum hat dann Auswirkungen auf die Gesundheit der Menschen. Den Bienen wird das Leben in jeder Hinsicht schwer gemacht. Wer weder ein Zuhause noch Nahrung findet, kann nicht überleben. Doch noch ist es nicht zu spät, eine Umkehr einzuleiten. Noch ist es nicht zu spät, Bienen - und andere Insekten - zu schützen. Denn geht es den Bienen gut, geht es auch uns Menschen gut.

Das können Sie für Bienen tun

  • Freizeitgärtner sollten keine Spritzmittel in ihren Gärten ausbringen. Gegen Pilzbefall wie beispielsweise Mehltau gibt es biologische Mittel, etwa einen Mix aus Backpulver, Rapsöl und Wasser.
  • Bieten Sie Wildbienen Nistmöglichkeiten, sogenannte Wildbienenhotels. Die können Sie fertig kaufen oder selber bauen. Infos: www.nabu.de 
  • Kaufen Sie Bioprodukte. Die ökologische Landwirtschaft setzt keine chemischen Spritzmittel ein.
  • Bio-Honig aus der Region unterliegt strengen Richtlinien und beinhaltet keine Rückstände von chemischen Spritzmitteln.
  • Mit Petitionen kann man seinen politischen Willen zu einem Umdenken in der Agrarwirtschaft kundtun. Zum Beispiel unter www.aktion.bund.net/a-place-to-bee  oder www.umweltinstitut.org/mitmach-aktionen/platzverweis-fuer-bienengifte 
  • Seit dem 1. April findet zum zweiten Mal der bundesweite Pflanzwettbewerb "Wir tun was für Bienen" statt. Die Initiative "Deutschland summt" macht seit 2010 mit ihren verschiedenen Aktionen auf die Lebensbedingungen von Nutzinsekten aufmerksam und informiert, was für die Insekten getan werden kann. Hier geht es zum Pflanzwettbewerb: www.wir-tun-was-fuer-bienen.de 

Zum Weiterlesen:

„Mein Garten summt“ von Simon Kern, Kosmos, 16,99 Euro. Ob auf dem Land oder in der Stadt – der vom NABU empfohlene Ratgeber zeigt Schritt für Schritt wie ein insektenfreundlicher Garten entstehen kann.

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