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Fleischalternativen gesünder als Fleisch

Angebot wächst stetig

Stand: 30.01.2017

Das Angebot an fleischfreien Wurst- und Schnitzelalternativen wächst immer weiter. Sogar bekannte, traditionelle Fleischproduzenten fertigen immer häufiger auch vegetarische und / oder vegane Fleischalternativen an. Das Geschäft boomt. Nicht nur fleischhaltige Produkte stehen immer wieder in der Kritik der Öffentlichkeit, auch ihre fleischlosen Alternativprodukte regen zur Diskussion an: zu viele Zusatzstoffe, zu künstlich, eine unökologische Erzeugung und so weiter. Doch wie sieht es mit der Realität aus?

Das Institut für alternative und nachhaltige Ernährung (IFANE) veröffentlichte jetzt im Auftrag der Albert Schweitzer Stiftung eine wissenschaftliche Studie, in der sie 80 Fleischalternativen mit 27 fleischhaltigen Produkten bezüglich Nährwerten und gesundheitlichen Auswirkungen verglichen. Getestet wurden der Protein-, Fett- und Energiegehalt sowie der Gehalt an gesättigten Fettsäuren, Zucker, Salz und Zusatzstoffen.

Das Ergebnis

In puncto Protein-, Fett- und Energiegehalt schnitten die fleischfreien Alternativen besser ab als ihre fleischhaltigen Vergleichspartner. Vegetarische und vegane Fleischalternativen enthielten oft sogar einen höheren Gehalt an qualitativ hochwertigem pflanzlichen Protein. Obwohl die fleischlosen Alternativprodukte insgesamt weniger Energie enthielten als die Fleischprodukte, weisen beide Produktgruppen im Durchschnitt eher einen mittleren bis hohen Energiegehalt auf. Sowohl vegetarische und vegane Fleischalternativen als auch fleischhaltige Produkte enthielten zu viel Salz. Der Zuckergehalt lag in beiden Produktgruppen im mittleren Bereich und wurde als gesundheitlich unbedenklich eingestuft.

Bio-Fleischalternativen schnitten bei der Anzahl an Zusatzstoffen am besten ab und enthielten ebenso wie die fleischhaltigen Originalprodukte insgesamt nur einen Zusatzstoff pro Produkt. Konventionelle Nicht-Bio Produkte enthielten im Durchschnitt etwa zwei (vegan) bzw. dreieinhalb (vegetarisch) Zusatzstoffe pro Produkt. Neben Zusatzstoffen waren auch Aromen in konventionellen Fleischalternativen sehr häufig und in Fleischprodukten selten zu finden. Nicht so in Bio-Fleischalternativen. Diese enthielten gar keine Aromazusätze. Hefeextrakte wurden in konventionellen sowie bio-Fleischalternativen ähnlich häufig eingesetzt, bislang gibt es jedoch keine wissenschaftlich fundierten Hinweise darauf, dass sich der Verzehr von Lebensmitteln, denen Hefeextrakte zugesetzt worden sind, negativ auf die Gesundheit auswirkt.

Fazit der Studie

Ernährungsphysiologische gesehen stellen fleischlose Alternativprodukte eine günstige(re) Auswahlmöglichkeit zu Fleisch- und Wurstwaren dar. Sie liefern dem Organismus insgesamt weniger Fett, Energie und so gut wie kein Cholesterin. Die Gerüchte von endlosen Listen an Zusatzstoffen und Aromen sind zumindest bei Bio-Produkten nicht haltbar, auf dieser Grundlage empfiehlt die Studie Bio-Fleischalternativen zu bevorzugen. Der hohe Salzgehalt in fleischhaltigen und fleischlosen Produkten sollte generell kritisch bewertet werden und Produkte mit einem Salzgehalt von unter 1,5 Gramm pro 100 Gramm ausgewählt werden. 

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Weitere Infos:

Originaltitel der Studie  Ernährungsphysiologische Bewertung von konventionell und ökologisch erzeugten vegetarischen und veganen Fleisch- und Wurstalternativen

Hier erhalten Sie die Studie als PDF-Datei:
albert-schweitzer-stiftung.de/fleischalternativenstudie.pdf

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