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Christkind oder Weihnachtsmann?

Die Geschichte vom Schenken

Stand: 05.12.2017 (05.12.2017)

Wer bringt bei Ihnen an Heiligabend die Geschenke? Vorweg: Bis zum 14. Jahrhundert gab es an Weihnachten gar keine Geschenke. Dann entwickelte sich ein neuer christlicher Kult um den Bischof und Wohltäter Nikolaus aus Lykien (in der heutigen Türkei). Kinder bekamen an Nikolaus’ Todestag, dem 6. Dezember 350 n. Chr., ihm zu Ehren Geschenke. So blieb es, bis Martin Luther diesen Brauch im 16. Jahrhundert als ein „kyndisch Ding“ abkanzelte und forderte, nur die Geburt Jesu Christi in der Nacht vom 24. zum 25. Dezember zu feiern – die Geschenke sollte jetzt das Christkind bringen.

Clou der Geschichte: Die Idee des Reformers Luther vom Christkind wurde in katholischen Regionen so beliebt, dass – bis heute – in diesen Gegenden das Christkind die Bescherung macht. Während in vorwiegend protestantischen Gebieten bis heute der Weihnachtsmann Heiligabend die Geschenke bringt. Verkehrte Welt oder gelebte Ökumene – 500 Jahre nach der Reformation.

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