How to change the world

Wie alles begann

Stand: 30.01.2016

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BEENDET – Wir schreiben das Jahr 1971. Wir sind in Kanada. Eine Gruppe Leute hat einen Plan: Die Welt zu einem besseren Ort zu machen. Das ist die Geburtsstunde von Greenpeace.

Sie sind jung, sie sind engagiert, sie haben keine Angst. Sie sind kanadische Hippie-Journalisten, Fotografen, Musiker, Wissenschaftler und US-amerikanische Wehrdienstverweigerer. Mit einem kleinen, gecharterten Boot mit dem Namen „Phyllis Cormack“ segeln sie in eine Atomtestzone an Alaskas Küste und sind begeistert von ihrer Aktion. Als Ausdruck ihres Engagement für das Peace Movement und das Environmental Movement benennen sie ihr Boot kurzerhand Greenpeace um – ein Name der schließlich synonym für ihre ganze Bewegung stehen wird.

Bekannt geworden sind die AktivistInnen von Greenpeace für ihre waghalsigen und todesmutigen Aktionen, bei denen die Einbindung der Medien, vor allem die Sprache des Bildes, auch immer ein (Teil-)Garant für den Erfolg ist. Doch ihre Aktionen treffen natürlich nicht überall auf Gegenliebe: Staatsmacht und Lobbiesten versuchen mit allen Mitteln, die Gruppe zu bekämpfen, ihre Aktionen zu vereiteln. Und leider haben diese jungen Menschen einen weiteren Gegener: sich selber! Sie kennen zwar ihr Ziel, wissen aber nicht, wie sie es gemeinsam erreichen sollen. Immer wieder kommt es zu internen Konflikten, Alleingängen und Ego-Trips.

Schließlich werden weltweit neue Greenpeace-Gruppen gegründet und aus der kleinen Aktivistengruppe wird ein riesiges Netzwerk, eine der größten Umweltorganisation der Welt. Zudem kommt es auch zum Bruch mit Gründungsmitglied Paul Watson, der künftig mit Sea Shepherd eigene Wege gehen wird.

Was als Protest gegen US-Atomtests beginnt, weitet sich schnell auf andere Themenbereiche aus: gegen die Tötung der Wale und für die Rettung der Robben. Dazu geben sich die AktivistInnen Regeln: Rule 1: Plant Mind-Bombs (NAchrichten, die das Bewusstsein verändern können / sollen), Rule 2: Put your body where your mouth is, Rule 3: Fear Success. Dennoch sollen diese Regeln und ein gemeinsames Ziel nicht ausreichen, um die Gruppe zusammenzuhalten.

HOW TO CHANGE THE WORLD ist ein bildgewaltiger Dokumentarfilm über die Geschichte der Greenpeace-Gründung. Erzählt wird aus der Perspektive des Journalisten Robert, kurz Bob Hunter, der als Mystiker und Mechaniker der Gruppe gilt. Als Vorlage dienen seine Texte und Tagebücher sowie Comic-Illustrationen, die im Film zu Animationen werden.

Da sich die Gruppe von Anfang an der Macht der Bilder bewusst ist und auch Filmemacher unter ihnen sind, lief die Kamera quasi nonstop mit. Aus einem gigantischen Archiv hat Regisseur Jerry Rothwell spannendes, teilweise unveröffentlichtes Material in seinen Film eingebaut. Neben diesen Originalaufnahmen kommen die einstigen Mitstreiter selbst zu Wort: In Interviews berichten sie, was sich damals zugetragen hat, was ihre Ziele, Wünsche und Hoffnungen waren und wie sich die Realität dazu positioniert hat.

HOW TO CHANGE THE WORLD gibt intime Einblicke in die spannende und zugleich schwierige Entstehung einer weltweit aktiven Organisation. Die Dokumentation berichtet vom Idealismus und Mut der ersten Jahre und von den Schwierigkeiten, die ihre eigene Struktur und Ziele mit sich bringen. Dennoch verlieren weder Greenpeace noch der Film in den knapp zwei Stunden an Anziehungskraft und entlassen die ZuschauerInnen höchstwahrscheinlich ebenso inspiriert wie motiviert, die Welt gleichsam verändern zu wollen.

HOW TO CHANGE THE WORLD. THE REVOLUTION WILL NOT BE ORGANIZED. Jerry Rothwell, GB / KANADA 2015, 110 Minuten.
Ab 15. Januar 20156 auf DVD.

Gewinnspiel:

Wir verlosen fünf DVDs von HOW TO CHANGE THE WORLD.

Füllen Sie einfach unser Teilnahmeformular aus. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeschluss: 29.01.2016

Dieses Gewinnspiel ist leider seit dem 30.01.2016 beendet. Die glücklichen Gewinner wurden benachrichtigt.

Versuchen Sie doch bei einem von unseren aktuellen Gewinnspielen Ihr Glück.

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