Bikes vs. Cars

I want to ride my bicycle

Stand: 01.04.2016

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BEENDET – Wie kommen Sie morgens zur Arbeit und abends wieder zurück? Wie erledigen Sie Einkäufe oder kommen zu Verabredungen? Mit dem Auto, mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder mit Ihrem Fahrrad? Welche Rolle spielt der Klimaschutz bei Ihrer Entscheidung? Und: Haben Sie überhaupt eine Wahl?

Wer auf die Straßen, gerade in Großstädten, guckt, bemerkt vor allem eines: ganz schön viel los! Da schieben sich die Autokolonnen entlang, dazu schlängeln sich Motorroller und Fahrräder durch so manche schmale Gasse, die sich bietet. Für die meisten VerkehrsteilnehmerInnen bedeutet dies Stress – egal, ob sie sich vier- oder zweirädrig fortbewegen.

Doch es tut sich was: Zum Schutz der RadlerInnen werden vielerorts in Deutschland Fahrradwege ausgebaut und die Infrakstruktur angepasst. Das kommt nicht nur dem immer höher werdenden Verkehrsaufkommen entgegen, beruhigt die Parkplatzsituation und entlastet die Öffentlichen, sondern schont auch noch die Umwelt. Perfekt.

Der Dokumentarfilm BIKES VS CARS von Frederik Gertten wirft einen spannenden Blick auf die Verkehrslage in (Mega)Städten wie São Paulo, Los Angeles, Bogotá und Toronto sowie Kopenhagen und Berlin als radfreundliche(re) Gegenbeispiele. Eins eint alle Städte: Viele Menschen leben dort und alle wollen von A nach B, möglichst schnell versteht sich. Doch nicht immer sind vermeintlich schnelle Beförderungsmittel die beste Wahl: Eine Vielzahl der AutofahrerInnen verbringt bis zu vier Stunden täglich im Auto, Staus inklusive. Straßen werden ausgebaut, doch die Lage beruhigt sich kaum, denn mehr Straßen führen zu mehr Autos. Die Rechnung geht für die VerkehrsteilnehmerInnen nicht auf, wohl aber für die Automobilindustrie.

Denn Prognosen zufolge werden zukünftig immer mehr Autos verkauft, besonders China und andere asiatische Länder sind ein riesiger Markt. Doch wie wollen wir und unsere Städte das noch verkraften? Wie können wir mit noch mehr Autos und noch mehr Abgasen (gesund) leben? BIKES VS CARS trifft und begleitet AktivistInnen, die in São Paulo, Los Angeles und Bogotá für bessere Radwege und den Schutz der RadlerInnen eintreten. Denn Unfälle von RadlerInnen sind aufgrund der Auto-orientierten Verkehrsplanung leider überall an der Tagesordnung. Hört man beispielsweise Politiker (aus Toronto), sind dies in Kauf zu nehmende Kollateralschäden: Wer aufs Fahrrad stiege, sei eben selber Schuld. So hat er nach seiner Amtsübernahme alle Radwege auf den Straßen Torontos zurückbauen lassen... Dass dabei auch Gelder seitens der Automobilindustrie geflossen seien, wird im Film gemutmaßt.

Am Beispiel von Los Angeles wird gezeigt, welchen Einfluss der Abverkauf von Autos auf die Stadt- und Verkehrsentwicklung hat. LA hatte einst das bestausgebauteste Nahverkehrsnetz der Welt. Als die Autoindustrie ihr Interesse an der Region bekundete, wurde nach und nach alles auf das Auto ausgerichtet: Straßen, Parkplätze und so weiter. So gesehen, hat das Auto das Stadtbild massiv verändert und sich die Städte gar einverleibt.

Zum Glück gibt es überall Menschen, die raus aus den Blechlawinen wollen, die sich schnell und flexibel fortbewegen wollen, die das Spiel der Industrie nicht mehr mitspielen wollen und die für ihr Recht Rad zu fahren eintreten, die sich organisieren, nachts durch die Städte fahren und Aufmerksamkeit für ihre Sache erregen. Denn Radfahren entlastet den überfüllten Stadtverkehr, Räder nehmen weniger (Park)Platz ein, Räder sind umweltfreudlich und Bewegung hat zudem noch niemandem geschadet – netter Nebeneffekt, wo die meisten von uns doch den ganzen Tag am Schreibtisch sitzen. Vorausgesetzt, sicheres Radfahren kann zukünftig in unseren Städten gewährleistet werden.

Als positives Beispiel geht Kopenhagen voran, das mit seiner totalen Ausrichtung auf seine RadfahrerInnen bei den AutofahrerInnen wiederrum nicht immer gut ankommt... Und in Berlin werden kritische Radtouren angeboten, die die Verbindung von Stadtplanung und Industrie anzeigen.

BIKES VS CARS ist ein toller, absolut sehenswerter und wichtiger Film, der wütend und nachdenklich, aber im gleichen Zug motiviert und Lust macht, das Auto stehen zu lassen und auf den alten Drahtesel zu steigen!

BIKES VS CARS, Frederik Gertten, Schweden 2015, 91 Minuten.
Ab 18. März auf DVD erhältlich.

Weitere Infos: www.bikes-vs-cars.com

Gewinnspiel:

Wir verlosen drei DVDs von BIKES VS CARS.

Verraten Sie uns einfach, warum Sie Ihr Fahrrad schätzen. Viel Glück!

Teilnahmebedingungen

Teilnahmeschluss: 31.03.2016

Dieses Gewinnspiel ist leider seit dem 01.04.2016 beendet. Die glücklichen Gewinner wurden benachrichtigt.

Versuchen Sie doch bei einem von unseren aktuellen Gewinnspielen Ihr Glück.

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