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Santaverde und Aloe vera

Im Aloe-vera-Paradies

Unser Gewinner auf der Santaverde Finca

Stand: 08.10.2018

„Gewinnen Sie eine Reise nach Andalusien auf die Santaverde Finca“, hieß es im Juni 2017 im ReformhausKurier. Der glückliche Gewinner: unser Leser Dirk Weiss. Unsere Autorin Kristin von Essen begleitete ihn und konnte die Aloe-vera-Ernte in Andalusien live miterleben. Hier ihre Eindrücke.

Herzlich willkommen! Endlich sind wir angekommen. Inmitten von Feldern an einem Berghang in Estepona liegt sie: die Finca verde. Weiß getüncht, eingerahmt von duftenden lila Blüten der Bougainvillea. Wir werden herzlich von den Santaverde-Gründern Sabine und Kurt Beer begrüßt – und von den großen Hofhunden Alex und Martin, die zusammen mit vier weiteren Hunden hier ein neues Zuhause gefunden haben. Von der Terrasse kann man weit über die Aloe-vera-Felder blicken – bei klarem Wetter bis nach Gibraltar und Marokko. Es ist sehr windig an diesem Tag, an den Bergen hängen ein paar Wolken fest. Bevor es an die Ernte geht, erfahren wir von der Santaverde Geschichte. Die fing vor 30 Jahren an.

Eine schicksalshafte Begegnung
Sabine Beer erzählt uns von ihrem amerikanischen Nachbarn Jim Marsh, dem Marlboro-Mann, wie sie ihn nannten. Bei einem gemeinsamen Abendessen sagte er: „Sabine, I have something for your skin!“ Er ging hinaus in seinen Garten und kam mit einer Art Kaktusblatt wieder. „Ich war etwas beleidigt, hatte ich doch blickdichtes Make-up aufgetragen“, erinnert sich Sabine Beer, die früher viele Jahre unter starker Akne litt. „Ich konnte mir das mit dem leicht glibbrigen, seltsamen Gel gar nicht vorstellen. Habe es dann aber ausprobiert. Es fühlte sich weich auf der Haut an, feucht und angenehm kühl.“ Dies war ihre erste Begegnung mit einer Aloe-vera-Pflanze. Und sie sollte ihr Leben verändern. Aber bis dahin war es noch ein langer Weg. Nach nur einer Woche verbesserte sich Sabines Hautzustand. Erstaunlich! Dies hatte bis dahin keine Creme geschafft.

Gut zu wissen

Die Schale eines Aloe-vera-Blatts ist komplett dicht, lässt weder Luft noch Licht durch. Somit ist das innere Gel steril und kann direkt auf eine kleinere Wunde aufgetragen werden. Ein angeschnittenes Blatt sollte mit Frischhaltefolie abgedeckt und an einem kühlen Ort aufbewahrt werden.

Jim Marsh erzählte ihr von der Aloe vera, dem „Big Trend in America“. Wieder zurück in Hamburg kaufte sich Sabine Beer sofort eine Creme mit Aloe vera. Doch ihre Hautprobleme kehrten zurück. Wie konnte das sein? Die Aloe vera in Andalusien hatte ihr doch so gutgetan. Damals gab es auf den Produkten noch keine INCI Deklaration, die korrekte Angabe der Inhaltsstoffe in Kosmetik ist erst seit 1997 gesetzlich vorgeschrieben. Vielleicht war in der Creme ein viel zu geringer Anteil der Heilpflanze enthalten? Nach vielen Recherchen erfuhr sie in einem Gespräch mit einem Kosmetikhersteller, dass Aloe vera immer in der Form eines hochkonzentrierten Pulvers eingesetzt wird, und nicht als frisches Blattgel oder frischer Saft. Das hatte sie sich anders vorgestellt. „So kamen wir auf den Gedanken, selbst Aloe vera anzubauen“, erläutert uns die Firmengründerin. Sie kauften ihrem Nachbarn 4000 Baby Aloe veras ab. Der Grundstein war gelegt.

Was lange währt, wird endlich gut

Die kleinen Pflanzen mussten erst einmal drei bis vier Jahre wachsen, um ihre Wirkstoffe zu entfalten. Sie hatten ja Zeit, da die Beers in Hamburg weiterarbeiteten, erzählt Sabine Beer. Viele Jahre vergingen, in denen die Beers an Kongressen in Amerika und EU-Studien teilnahmen, bis ihr erstes Kosmetikprodukt aus reinem Aloe-vera-Direktsaft auf den Markt kam. Ihre Geduld und Ausdauer wurden belohnt. Wie sich herausstellte, besitzen ihre Aloe-vera-Pflanzen außerdem auch besonders hohe Aloverose-Werte. Dieses einzigartige Molekül ist nur im Gel der Aloe Barbadensis Miller enthalten. Je höher der Gehalt, desto intensiver ist die Wirkung auf die Haut. Das Klima an der andalusischen Costa del Sol mit heißen Sommern und kühlen Wintern sorgt bei den Pflanzen für positiven Stress, sie bilden mehr Nährstoffe, die sie zum Leben brauchen, die Blätter werden dicker und praller. Wie praktisch!

Heile Welt auf dem Feld

Auf dem Feld werden wir von Claudio begrüßt, der seit über zehn Jahren als Vorarbeiter auf der Finca arbeitet. Aloe-vera-Pflanzen, so weit das Auge reicht. Auf zwei Hektar Fläche wachsen hier circa 15.000 Aloe-Pflanzen. Drei spanische Mitarbeiter kümmern sich das ganze Jahr um die Felder. Ab September, zur Haupterntezeit, helfen zusätzlich noch einige Saisonarbeiter mit.

Claudio zeigt uns, wie die äußeren Blätter der Aloe behutsam angeritzt werden. Ein kleiner Anschnitt reicht schon, ein kurzes Ziehen und die Pflanze gibt das Blatt her. So einfach hatte ich es mir gar nicht vorgestellt. Jedes einzelne reife Aloe-Blatt wird von Hand vorsichtig von der Mutterpflanze abgelöst, ohne diese zu verletzen. Die Pflanzen werden mit Liebe und Respekt behandelt. Durch den biologischen Anbau ohne synthetische Dünger haben die Aloes eine natürliche Wachstumszeit, in der sie alle wertvollen Inhaltsstoffe über Jahre hinweg anreichern können. „Bei uns kann die Pflanze wachsen, wie sie möchte und wie sie mit dem Klima zurechtkommt“, verrät uns Sabine Beer.

Vom Blatt zum reinen Saft

Nach der Ernte werden die frischen Blätter direkt im modernen, gläsernen Produktionslabor, inmitten der Aloe-Felder weiterverarbeitet. Hier gelten äußerste Sorgfalt und Hygiene! Mit Kittel, Mundschutz und Handschuhen ausgestattet dürfen wir mit anpacken. Zuerst kommen die Blätter in ein Wasserbad und werden mit einer Bürste von Erdresten befreit und sorgfältig gewaschen. Beide Seiten des Blattes werden anschließend mit einem Messer gekappt. Richtig kräftig zuschlagen muss man, bei mir klappt es erst beim zweiten Versuch. Bei den freundlichen Produktionsmitarbeiterinnen, die uns alles stolz zeigen, sitzt natürlich jeder Handgriff. Jetzt die Blätter aufrecht hinstellen, so kann das Aloin abtropfen. Diesen bitteren Stoff bildet die Pflanze in einer dünnen Schicht direkt unter der Schale für sich selbst als Schutz, um nicht angefressen zu werden. Im nächsten Raum werden die Blätter von den Dornen befreit. Nun ist das Blatt oben und unten offen und kann filetiert werden. Bei diesem Schritt wird das weiche, innere Gel mit einem speziellen Messer von der harten Außenschale getrennt und herausgelöst. Geschafft!

Nun die transparenten Gelfilets gründlich waschen, um eventuelle Reste des Aloins zu entfernen, dann nach Qualität und Reinheit selektieren. Anschließend werden sie tiefgefroren nach Deutschland transportiert. Dort entsaftet die Bio-Kelterei Voelkel die Gelfilets, und der Aloverose-Gehalt jeder Charge wird gemessen. Aus 1 Kilogramm Filet wird 1 Liter Saft. Und dieser Aloe-vera-Saft kommt in die Santaverde Cremes statt des meist üblichen Wasseranteils in Kosmetika von bis zu 90 %. Ich bin begeistert von der Transparenz des Unternehmens. Am liebsten würde ich hierbleiben und bei der Ernte helfen.

Eine gute Pflege der äußeren und inneren Haut
Sabine Beer erklärt uns anschaulich den Unterschied zwischen reinem Aloe-vera-Saft und getrocknetem und anschließend mit Wasser rückverdünntem Aloe-vera-Pulver, bei dem empfindliche Inhaltsstoffe beschädigt werden können. Bei einer EU-Studie wurden verschiedene Mischungen getestet. Am eindeutigsten war das Ergebnis bei einem Santaverde Kosmetikprodukt mit reinem Aloe-vera-Saft: Es wirkte am stärksten anti-entzündlich, regenerierend und feuchtigkeitsspendend. Wir dürfen von dem puren Saft kosten. Er schmeckt etwas gewöhnungsbedürftig. Die Mitarbeiter trinken jeden Morgen ein kleines Schnapsglas von dem Saft. Haben sie deswegen alle eine so schöne Haut? „Aloe vera kann eine ganze Menge, aber es ist kein Wundermittel“, so Sabine Beer. „Dermatologisch, also auf der Haut, wirkt die Aloe sehr gut, heilend und verschönernd. Genau so, wie die Aloe auf unsere äußere Haut wirkt, anti-entzündlich und regenerativ, so kann sie auch auf unsere inneren Häute wirken, auf die Mund-, Magen- und Darmschleimhaut“, verdeutlicht die Hamburgerin. Und weiter: „Alles, was gut ist für die Darmschleimhaut, ist auch gut für das Immunsystem.“ Klingt einleuchtend. Ich brauche unbedingt eine Flasche von dem Aloe-vera-Saft.

Auf die Zukunft!
Wird es von Santaverde vielleicht auch mal ein Shampoo oder eine Lippenpflege geben? Sabine Beer lächelt: „Wir mögen „less is more“, machen unser Ding. Lieber weniger Produkte, aber dafür gute. Wir wollen qualitativ Marktführer sein, nicht quantitativ.“ In diesem Jubiläumsjahr – Santaverde wird 30 – hat das Unternehmen mit der pure-Linie gegen unreine Haut drei neue Produkte auf den Markt gebracht (siehe unten). Und es werden bestimmt nicht die letzten sein.

Das Erlebnisseminar neigt sich leider dem Ende zu. Die Feldarbeiter kommen ins Büro und füllen ihre Wasserkanister auf. Feierabend für heute. Die Stimmung ist locker, gelöst und herzlich. Mein Blick schweift noch einmal über die Weite der Felder. Die Hunde dösen in der Sonne, ein Paradies! Ich werde bestimmt einmal wiederkommen und wünsche Santaverde alles Gute für die nächsten 30 Jahre!

Best-of Aloe vera

In diesen Santaverde-Produkten aus Ihrem Reformhaus® steckt die ganze Kraft der Aloe vera:

pure: toner, fluid, serum

Die neue Pflegelinie pure, bestehend aus einem Toner, einem mattierenden Fluid und einem Serum, soll gegen Unreinheiten wirken und deren Neuentstehung vorbeugen, ohne die Haut auszutrocknen oder zu reizen. Während der enthaltene Aloe-vera-Saft beruhigt und Feuchtigkeit spendet, wirken Stiefmütterchenblüten und Salicylsäure aus Weidenrinden antibakteriell und talgregulierend.

aloepur

Der reine Saft der Aloe-vera-Pflanze enthält besonders viel Aloverose, den wichtigsten Inhaltsstoff der Pflanze. Er kann pur getrunken oder als vitalstoffreiche Basis zum Beispiel für Smoothies verwendet werden und soll das allgemeine Wohlbefinden fördern.

aloe vera gel pur

Das leichte Körperpflegegel enthält 90% reinen Aloe vera Saft und spendet viel Feuchtigkeit, wirkt kühlend nach zu viel Sonne, bei Insektenstichen oder Hautreizungen. Die ideale Allround-Pflege für die ganze Familie!

Alle Santaverde Kosmetikprodukte tragen das NATRUE-Gütesiegel für zertifizierte Naturkosmetik (www.natrue.org), das Leaping-Bunny-Siegel für tierleidfreie Kosmetik, (www.crueltyfreeinternational.org) sowie seit 2015 das offizielle Siegel der Vegan Society (www.vegansociety.com). Der 100% reine Aloe vera Saft aloepur und der Großteil der für die Kosmetik verwendeten Rohstoffe tragen das EU-Bio-Siegel.

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