Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Fair geht vor!

Reformhaus® Naturkosmetik im Check

Stand: 30.11.2018 (30.11.2018)

Natürlich, aber auch nachhaltig? Viele Kosmetikhersteller, deren Produkte Sie im Reformhaus® kaufen können, unterstützen Projekte weltweit, die sich für den Schutz von Natur und Mensch einsetzen. Wir stellen einige Kooperationen vor.

Alle reden von Nachhaltigkeit, aber was genau bedeutet das eigentlich? Früher brachte man das Wort fast nur mit dem Wald in Verbindung: Es dürfen nur so viele Bäume gefällt werden, wie nachwachsen können. Inzwischen bedeutet es viel mehr. Die Menschen auf der ganzen Welt müssen sich heute so verhalten, dass die Umwelt für die Menschen in der Zukunft geschont wird, definiert es die Deutsche UNESCO-Kommission. Und die Menschen in dem einen Teil der Welt müssen sich so verhalten, dass die Umwelt für die Menschen in einem anderen Teil der Welt geschont wird. Ganz wichtig: Nachhaltigkeit entsteht nur, wenn Menschen auf der ganzen Welt dafür zusammenarbeiten.

Die verschiedenen Projekte unserer Kosmetikhersteller machen Mut. Und was können Sie dafür tun? Mit dem Kauf der jeweiligen Produkte unterstützen Sie z. B. lokale Maßnahmen, faire Arbeitsbedingungen und tragen dazu bei, dass unsere Welt ein bisschen gerechter wird.

Börlind

!Nara-Öl aus der Namib-Wüste

Inmitten der Namib-Wüste im afrikanischen Namibia wächst ein dorniger Strauch unter extrem trockenen Bedingungen: die !Nara-Pflanze. Das ! steht dabei für einen bestimmten Schnalzlaut in der Sprache der einheimischen Topnaar people. Die nahrhaften Früchte enthalten wertvolle Ölsamen, die schon seit Jahrtausenden von den Einheimischen als Nahrung und zu medizinisch-kosmetischen Zwecken eingesetzt werden. Annemarie Börlind bezieht exklusiv die Jahresmenge von 250 Litern direkt von den Topnaar und fördert durch die Partnerschaft die Lebensbedingungen und die Unabhängigkeit des Wüsten-Clans.

Jojobaöl aus Namibia

In der Namib-Wüste, der ältesten Wüste der Welt, wachsen Jojobasträucher trotz schwierigster klimatischer Bedingungen. Die Wurzeln der Jojobapflanze können bis zu sechs Meter in die Tiefe reichen. Die Pflanze braucht sehr wenig Wasser, kann bis zu drei Meter hoch und 200 Jahre alt werden. Das Öl der Nüsse gilt als eines der qualitativ hochwertigsten Öle und wird durch seine positiven Eigenschaften in vielen Kosmetik-Produkten eingesetzt.

Seit 2017 unterstützt Annemarie Börlind als offizieller Partner das von Namib Desert Jojoba ins Leben gerufene Projekt „Jojoba für Namibia“. Ziel ist es,den Anbau von Jojoba und die Produktion des natürlichen Öls in Namibia zu fördern. Die Frauen, die dort leben und keine Arbeit haben, sammeln die Jojobanüsse, waschen und trocknen sie. Anschließend werden die Nüsse kalt gepresst, und so das Jojobaöl gewonnen.

Streng genommen ist es übrigens kein Öl, sondern ein Wachs. Man braucht ungefähr zwei Kilogramm Jojobasamen, um ein Liter Jojobaöl zu gewinnen. Das sozio-ökologische Projekt ermöglicht den Menschen vor Ort ein sicheres Einkommen. Bis 2022 ist der Anbau von insgesamt 50 Hektar Jojoba mit 45.000 weiblichen Pflanzen geplant.

Rosenkirschöl aus Nepal

Auf dem Dach der Welt: Im Himalaja in knapp 4.000 Meter Höhe wächst die Wildkirsche Dhatelo, die Annemarie Börlind für die Naturkosmetik entdeckt hat. Alte Klosterbücher aus Nepal beschreiben die Wildkirsche mit den fast schwarzen Früchten als besonders hautpflegend. Und so wurde in Humla, im Nordwesten Nepals, ein Landfrauenprojekt ins Leben gerufen, mit dem die dort ansässigen Frauen ihr erstes eigenes Geld verdienen können.

Sie sammeln und verarbeiten die Rosenkirsche, deren goldgelbes nahrhaftes Öl Börlind in einigen Naturkosmetik-Produkten einsetzt. Die Frauen werden bei der Finanzierung ihres Lebensunterhaltes sowie der Bildung ihrer Kinder unterstützt. Denn der größte Wunsch vieler Frauen ist es, ihren Töchtern eine gute Schul- und Ausbildung zu ermöglichen. Diesem Wunsch kommen sie Tag für Tag ein Stückchen näher.

Karitébutter aus Mali

Ein kleines Dorf in Mali wird von dem Unternehmen Annemarie Börlind bei der aufwendigen Karitébuttergewinnung unterstützt. Und dies nicht nur durch finanzielle Zuschüsse und feste Lieferverträge. In Zusammenarbeit mit „Häuser der Hoffnung e.V.“ und der Unterstützung der deutschen Bundesregierung über die sequa GmbH entstand im Juli 2011 im Dorf Siokoro eine Produktionsanlage mit eigenem Labor, um die Qualität vor Ort zu sichern. Die Produktionsanlage bedeutet für viele der dort ansässigen Familien eine sichere Einkommensquelle.

Schulungen vor Ort in Gesundheit und Hygiene, Aids Aufklärung sowie Alphabetisierungsprogramme für Frauen gehören ebenfalls zu dem Programm. Einige Malierinnen und Malier erhielten zusätzlich eine Aus- und Weiterbildung in dem Börlind-Firmensitz in Calw-Altburg. Die Börlind GmbH bezieht inzwischen ihren Gesamtbedarf an Karitébutter aus Mali. Ziel ist es, das Projekt in Mali weiter zu entwickeln, sodass die Kooperative auf dem Weltmarkt einen ernstzunehmenden Anbieter hochwertiger Karitébutter in Bioqualität darstellt.

Soziale Projekte von Annemarie Börlind

Klicken Sie auf ein Bild, um es zu vergrößern.

Primavera

Lemongrass aus Bhutan

Bhutan, das „Land des Donnerdrachens“ am Himalaja, ist die Heimat des ätherischen kraftvoll-zitrusartigen Lemongrass-Öls von Primavera. Glück ist in dem kleinen Königreich ein definiertes Staatsziel, Umweltschutz und Bio-Anbau gehören zu den tragenden Säulen des von der Regierung angestrebten „Bruttosozialglücks“. Unter der Obhut von Primaveras langjährigem Bio-Anbaupartner BIO BHUTAN ernten die Bauern des Projektes seit mehr als 25 Jahren das Lemongrass von Hand und destillieren daraus das ätherische Öl. BIO BHUTAN stellt sicher, dass die Menschen für ihre Arbeit faire Löhne erhalten und ist bestrebt, weitere Nutzungsmöglichkeiten für das Öl zu finden.

So ist im Jahr 2010 ein Seifenprojekt entstanden, bei dem Primavera sich BIO BHUTAN um die Entwicklung, Produktion und weitere Vermarktung kümmert. Die Naturseife Lemongrass Ingwer wird in Bhutan nach traditionellem Handwerk gefertigt und in Papier aus der Rinde des Daphnestrauchs verpackt. Den Familien vor Ort wird mit diesen zusätzlichen Verdienstmöglichkeiten eine langfristige Hilfe auf dem Weg in ein selbstbestimmtes Leben geboten.

Soziale Projekte von Primavera

Klicken Sie auf ein Bild, um es zu vergrößern.

Dr. Hauschka

Sheabutter aus Burkina Faso

Das Gold der Frauen: Sheabutter war immer schon Frauensache, nur sie dürfen die Nüsse ernten – und nun auch ihr eigenes Geld verdienen. Die Sheabutter für Dr. Hauschka Kosmetik kommt aus dem westafrikanischen Staat Burkina Faso. Der Naturkosmetikhersteller kauft dort zu überdurchschnittlichen Preisen ein, garantiert langfristige Abnahmemengen und hilft bei der Bio-Zertifizierung. 2001 gab die WALA Heilmittel GmbH, zu der Dr. Hauschka gehört, den Impuls für ein bio-zertifiziertes Projekt in der Region um Diarabakoko, im Südwesten des Landes.

Heute nehmen ca. 2.200 Frauen aus 17 Dörfern an dem Projekt teil und sammeln innerhalb mehrerer geschützter bio-zertifizierter Sammelgebiete die Sheanüsse. Die Ernte wird von den Frauen geschält, getrocknet und in Hallen zwischengelagert, die die WALA mitfinanziert hat. Das nahegelegene bio-zertifizierte Unternehmen Agrifaso kauft die Nüsse und bringt sie direkt zu ihrer kleinen Verarbeitungseinheit, wo die geschälten Nüsse von ca. 40 festangestellten Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern warm ausgepresst und zu Sheabutter verarbeitet werden. Mit dem Ertrag aus den Sheanuss-Verkäufen können die Frauen das Schulgeld für ihre Kinder bezahlen sowie nötige Lebensmittel und Medikamente.

Rosenöl aus Afghanistan

Keine Chance dem Opiumhandel! Seit 14 Jahren bauen auf Initiative der Deutschen Welthungerhilfe inzwischen ca. 700 Bauern die Öl-Rose Damascena an. Auf mehr als 100 Hektar Land wächst die dornige Schönheit mit dem betörenden Duft. Stellen Sie sich vor: Für die Gewinnung von einem Kilogramm ätherischen Rosenöl benötigt man etwa vier Tonnen Rosenblüten! Mit der Herstellung von Rosenöl ließ man eine alte afghanische Tradition wieder aufleben, die dem Opiumhandel entgegenwirken und den Menschen eine Alternative zur Existenzsicherung bieten soll. Seit 2006, von Anfang an, unterstützt die WALA Heilmittel GmbH das Projekt mit Expertise und Know-how. Inzwischen wird eine große Menge des Rosenöls produziert und überwiegend an die WALA verkauft.

Soziale Projekte von Dr. Hauschka

Klicken Sie auf ein Bild, um es zu vergrößern.

Empfehlen über:

Weiterscrollen, um zum nächsten Artikel zu gelangen