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Beauty Power von nebenan

Schönheit aus der Blumenwiese

Stand: 09.03.2017 (24.04.2017)

Regionales Obst und Gemüse – beim Essen schwören wir drauf. Gilt das auch für die Kosmetik? Und was wächst jetzt draußen, worüber die Haut sich freuen kann.

Wie schön: Es wird Frühling! Endlich grünt und blüht es auf den Wiesen, an Ackerrändern und in Gärten. Und damit sprießt auch vieles, was in die Tiegelchen der Naturkosmetik kommt. Aloe vera oder Zitrusfrüchte? Ja, aber Calendula, Gänseblümchen, Arnika und Zaubernuss wachsen auf hiesigen Almwiesen oder sogar an Wegrändern. Nur nehmen wir die meist unscheinbaren Blüten gar nicht als Schönmacher wahr. Für die Naturkosmetik aber spenden sie wertvolle Rohstoffe, die in Cremes, Bodylotions, Shampoos oder Badezusätzen die Haut schützen oder uns mit ihrem Duft verwöhnen.

So wachsen beispielsweise im WALA Heilpflanzengarten oder auf dem Demeter Bauernhof des Unternehmens, dem Sonnenhof, mehr als 150 Pflanzenarten, die von professionellen Gärtnern gepflegt und auch gehätschelt werden und die in der Naturkosmetik von Dr. Hauschka verwendet werden.

Etwa der Apfel. Er ist nicht nur als Obst gesund. Einige seiner Inhaltsstoffe werden schon länger als Wachs in Shampoo verwendet. Kürzlich wurde nun seine Pflanzenpower auch für eine Dr. Hauschka Nachtpflege entdeckt. Annette Greco, Leiterin der Galenischen Entwicklung: „Dafür haben wir die ganzen Früchte einem warmen, wässrigen, sehr schonenden Verfahren unterzogen. Ein Prozess, den wir eigens für den Apfel in diesem Präparat entwickelt haben. Der Apfel kann so aufgeschlossen und seine Kräfte können im kondensierenden Wasser gebündelt werden.“

Nur wer eine Pflanze gut kennt, kann ihre Power auch gezielt nutzen (siehe Interview mit Annette Greco). Nicht nur die Sonne bringt Blumen zum Blühen und lässt sie ihre volle Kraft entwickeln. Auch Kompost, der richtige Boden, die ausreichende Wassermenge sind wichtig. Und wenn eine Ernte mal verregnet? „Wir haben zum einen die Möglichkeit, auf Lagerbestände zurückzugreifen. Darüber hinaus arbeiten wir mit mehreren Lieferanten zusammen“, so Annette Greco.

Wie bei den regionalen Lebensmitteln ist – wenn auch nicht in so großer Menge – bei heimischen Kosmetikpflanzen die Frische ein Plus. Vom Feld ins Labor: Das garantiert optimale Verarbeitung. „Wir verarbeiten am gleichen Tag. Lange Transportwege wären schlecht für die Qualität“, so Ralf Kunert von der Firma Naturamus, die die Rohstoffe für WALA-Heilmittel organisiert. Und so werden auch wie bei Lebensmitteln klimaschädliche CO2-Emissionen vermieden. Ein weiteres Plus für die Umwelt.

Wir stellen hier acht Pflanzen vor, die in der Naturkosmetik häufig verwendet werden und die Sie beim nächsten Ausflug selbst entdecken können.

Wildrose

Die Pflanze

Nicht nur die schönste und beliebteste im Beet, sondern in ihrer ursprünglichen Wildform auch in der Kosmetikforschung gut untersucht. Die 2010 gezüchtete Schwarzwaldrose erforschte Börlind genauer: Die Firma nutzt einen Lipo-Extrakt aus den Stammzellen der widerstandsfähigen Blume.

Die Wirkung

Für den Cremetopf kommen bei Rosenöl insgesamt über 400 Einzelwirkstoffe infrage. Die Blütenblätter enthalten Gerbstoffe und Lipide, die die Haut straffen und mit Feuchtigkeit versorgen.

Die Produkte im Reformhaus®

Sanddorn

Die Pflanze

Die knallig orangefarbenen Beeren strahlen im Spätsommer aus den Wildhecken, die Norddeutschlands Gärten säumen. Sanddorn ist ein Überlebenskünstler: Der Strauch braucht kaum Wasser, keinen Dünger und trotzt jedem Wind.

Die Wirkung

So widerstandsfähig macht Sanddorn auch die Haut. Der Vitamin-C-Gehalt ist enorm: neun Mal höher als bei Zitronen. Der orangegelbe Saft enthält auch Vitamin E und Provitamin A (Beta-Karotin), die freie Radikale abwehren und die Haut nach einem intensiven Sonnenbad beruhigen. Das Öl stärkt die hauteigene Schutzbarriere und schenkt der Haut neue Elastizität.

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Ringelblume

Die Pflanze

Die Heilwirkung der lateinisch Calendula bezeichneten Pflanze erwähnte bereits Hildegard von Bingen. Ihr strahlendes Gelb erfreut Gartenfreunde. Die Farbe wurde früher „Safran der armen Leute“ genannt und beispielsweise zum Färben von Butter benutzt.

Die Wirkung

Ringelblumen wirken antibakteriell und wundheilend. Deshalb werden sie in Cremes bei unreiner Haut, gegen Pickel und Rötungen angewandt. Calendula unterstützt die Balance von Fett und Feuchtigkeit in der Haut und ist deshalb auch bei Rötungen durch Sonneneinstrahlung ein guter natürlicher Schutz.

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Wundklee

Die Pflanze

Seine gelben Blüten und die fein behaarten Blätter lieben die Sonne. Je mehr sie davon abbekommen, desto mehr Rot entwickeln die Blüten. Seinen Namen verdankt der Wundklee der Tatsache, dass er schon im Mittelalter bei Blutungen und offenen Wunden zum Abheilen eingesetzt wurde. Bei Herpes gilt Wundklee bis heute als Naturheilmittel.

Die Wirkung

Auch seine Wirkung in der pflegenden Kosmetik ist heilend, beruhigend und adstringierend. Klee beruhigt unreine Mischhaut mit der Neigung zu Pickeln.

Die Produkte im Reformhaus®

Gut zu wissen:

Von der Heilpflanze zum Kosmetikelixier

Viele der einheimischen Pflanzen, die in der Naturkosmetik positiv auf die Haut wirken, wurden zuerst für die Heilkunde entdeckt. Häufig gehen die Erkenntnisse über ihre heilende Wirkung auf die Forschungen von Hildegard von Bingen zurück. Später wurden die Kenntnisse, deren Wohltat zwar seit Generationen bekannt, aber nicht wissenschaftlich belegt war, in der kosmetischen Pflege vertieft. Dazu gehören beispielsweise Augentrost, Arnika, Melisse, Rosskastanie, Johanniskraut und Pfefferminze.

Karotte

Die Pflanze

Über die Karotte muss man nicht viele Worte verlieren: Jeder kennt sie. Und jeder weiß, dass das in ihr enthaltene Carotin für eine gesunde Hautfarbe sorgt – auch wenn man die Möhren knabbert oder den Saft trinkt.

Die Wirkung

Diese rosige Wirkung hat ebenfalls jede Karotten-Pflegecreme. Weitere Benefits für die Haut: samtig weich und glatt. Dafür sorgen die enthaltenen Vitamine B1, B2 und C sowie Flavonoide. Provitamin A wirkt Falten entgegen. Bei trockener, gestresster Haut schützt Karottenöl.

Das Produkt im Reformhaus®

Trauben

Die Pflanze

Im Obstkorb haben wir am liebsten die kernlosen Weintrauben. Denn der Biss in die kleinen Kerne kann recht bitter sein. Doch für die Kosmetik sind gerade sie besonders wertvoll. Das Kernöl ist sehr nährstoffreich. Die Gewinnung aber äußerst mühsam. Nach dem Keltern des Weins bleibt der Trester übrig, wie die Rückstände genannt werden. Die Kerne müssen getrocknet und gereinigt werden. Das dauert: Nach 24 Stunden sind rund anderthalb Liter gewonnen. Ein kostbarer Rohstoff.

Die Wirkung

Kostbar in jeder Hinsicht: Traubenkernöl enthält Vitamin E, das die Haut schützt, sowie ungesättigte Fettsäuren. Das Vitamin bewahrt die Haut vor oxidativem Stress, also vor Falten. Es glättet raue und trockene Haut.

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Kamille

Die Pflanze

Ein Strauß Kamille in der Vase wirkt wie ein lichter Sonnenstrahl. Die weiß-gelben Blüten, die zwischen Mai und September an Feldrändern ebenso wie auf Brachen wachsen, sind der Inbegriff von Sommer. Die Wirkkraft von Kamille ist in der Naturmedizin – vor allem bei Magenbeschwerden – gut bekannt.

Die Wirkung

Beruhigend wirkt die Heilpflanze auch bei unreinem Teint. Kamillencreme ist entzündungshemmend und antibakteriell. Kamille wird erfolgreich in Dampfbädern zur Reinigung unreiner Haut angewendet.

Die Produkte im Reformhaus®

Zaubernuss

Die Pflanze

Der im zeitigen Frühling gelb blühende Strauch (lateinisch: Hamamelis) zaubert tatsächlich: Denn vor der Blüte entwickelt er bereits im vorhergehenden Sommer seine Früchte und die platzen mit einem knack" auf und sprengen zwei glänzende, schwarze Nüsschen heraus. Die wertvollen Wirkstoffe sitzen aber nicht dort, sondern in der Rinde und den Blättern.

Die Wirkung

Zaubernuss hilft bei Entzündungen, gegen Juckreiz und beim Abheilen von Wunden. Seine Gerbstoffe wirken auf die oberste Hautschicht ein und ziehen sie bei kleinen Blessuren zusammen.

Das Produkt im Reformhaus®

  • Dr. Hauschka: Nachtkur

„Qualität fängt auf dem Feld an“

Im Gespräch mit Annette Greco, Leiterin der Galenischen Entwicklung bei Dr. Hauschka Kosmetik.

 

Heimische Pflanzen wie Kamille und Rose sind seit Jahrhunderten erforscht. Gibt es da noch Neues zu entdecken?

ANNETTE GRECO: Ja. Forschung" ist ein sehr weites Feld. Meist denkt man an die Entdeckung neuer Pflanzen oder Inhaltsstoffe, es geht bei uns aber zum Beispiel mehr um das Erforschen neuer Herstellungsverfahren. Die Pflanze an sich ist erst mal nur" ein Potenzial für eine Wirkung auf den Menschen. Das Herstellungsverfahren fokussiert dieses für die jeweilige Aufgabe. Natürlich haben wir auch einen Schwerpunkt in der phytochemischen Forschung. Hier werden Inhaltsstoffe analysiert und neue entdeckt. Manchmal schafft es ein Rohstoff dann auch in ein Kosmetikum, wie zum Beispiel die Mittagsblume oder die Blutwurz.

Kommen noch neue Pflanzen hinzu?

Ja. Ein aktuelles Beispiel ist die Blutwurz. Eine alte, traditionelle Pflanze, die aber zuvor nur zur inneren Anwendung, etwa bei Verdauungsbeschwerden, bekannt war. Wir haben sie als Erste für die Hautpflege entdeckt. Für das Präparat Akut Creme Potentilla von Dr. Hauschka Med wurde sie von Grund auf neu erforscht. Auch die Quitte, die wir heute sehr vielfältig einsetzen, in der Quitte Tagescreme, war zuvor in der Hautpflege gänzlich unbekannt.

Scheint bei uns oft genug Sonne, damit die Pflanzen ihre Power entfalten?

Das hängt von der Pflanze ab, wie sie mit Erde, Wasser, Licht / Luft und Wärme umgeht. Für diese Fragestellungen ist es ideal, direkt im Haus mit Experten zusammenarbeiten zu können. Unsere Gärtner im WALA Heilpflanzengarten oder auf dem Sonnenhof wissen, was die Pflanzen brauchen. Qualität fängt auf dem Feld an.

Welche Pflanzenteile außer den Blüten werden noch verwendet?

Wir verarbeiten neben der Blüte zum Teil auch den gesamten oberirdischen, blühenden Anteil oder die Wurzeln, je nach Präparat.

Seminar-Tipp: Essen Sie sich schön

Pflege von innen und außen: Schön, fit und jung aussehen - ein viel gehegter Wunsch, für den man etwas tun kann. Hier werden Anwendungen im Kosmetikstudio geboten, dazu gibt es Kochkurse in der Lehrküche. Informationen zu einer basenreichen Ernährung runden das Programm ab. Die Mischung aus Kosmetik und gesunder Kost macht das Seminar zu einem besonderen Erlebnis.

Mehr Informationen unter www.akademie-gesundes-leben.de oder telefonisch: 06172/300 98 22

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