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Tipps für schöne Füße

Stand: 10.06.2017 (10.06.2017)

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In der kalten Jahreszeit führen unsere Füße ein Schattendasein. Schluss damit! Wir befreien sie aus den Socken und machen Ihre Füße in drei Schritten sandalenfein. Wie? Ganz einfach baden, rubbeln, massieren und dann cremen, cremen, cremen...

Keine Angst vor Weichmachern!

Jetzt geht's trockener, rissiger Haut, verhornten Fersen und Schwielen an den Kragen. 1. Maßnahme: ein Fußbad. Warmes Wasser - bitte nicht zu heiß - regt die Durchblutung an und weicht harte Stellen schon in 10 bis 15 Minuten auf. Raue Stellen werden geschmeidig, abgestorbene Hautzellen lassen sich leichter entfernen. Entspannung pur, nicht nur für die Füße. Wer ein basisches Fußbad verwendet, unterstützt außerdem die Füße, unsere "Hilfsnieren", bei der Ausscheidung von Schadstoffen. Nach dem Baden nicht vergessen, die Füße gründlich - auch zwischen den Zehen - abzutrocknen. Dann hat Fußpilz keine Chance. 

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Crème de la crème!

An den Füßen hat die Haut nicht so viele Talgdrüsen und wird deshalb schneller spröde und trocken als am übrigen Körper. Das A und O für sommerschöne Füße ist deshalb die richtige tägliche Pflege.

Profi unter den Cremes ist ein Fußbalsam. Diese Intensivpflege hilft sanft, aber effektiv Hornhaut zu reduzieren und lässt mit natürlichen Wirkstoff-Kombis zum Beispiel aus Sesamöl, Jojobaöl und Sheabutter oder aus Weidenrinde und Mädesüß spröde Haut und Druckstellen wieder zart und geschmeidig werden.

Damit es gar nicht zu Hornhaut und rissiger Fußhaut kommt, die Füße täglich mit einer Fußcreme pflegen und dies am besten mit einer kleinen Fußmassage kombinieren. Das macht auch müde und geschwollene Füße wieder fit, denn die Mikrozirkulation wird ordentlich angekurbelt und erfrischt Füße und Beine wunderbar.

Extra-Tipp für zarte Füße über Nacht: Füße dick eincremen, Baumwollsöcken drüberziehen.

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Ihr Rubbel-Los

Wer regelmäßig rubbelt – dem winkt der Hauptgewinn: wunderbar glatte und geschmeidige Füße. Mit einem Bimsstein überschüssige Hornhaut abtragen. Bitte nicht zu rabiat rubbeln, denn zu viel Druck kann dazu führen, dass sich neue Hornhaut bildet. Und: Finger weg von Hornhauthobeln! Damit kann tiefer liegendes Gewebe verletzt werden.

Tipp: Damit erst gar keine Hornhaut entsteht, die nötig ist, um stark beanspruchte Hautpartien zu schützen: regelmäßig die Füße massieren, um die Durchblutung anzuregen, keine zu engen Schuhe tragen, und immer ausreichend trinken.


Interview: Schön von Kopf bis Fußunter

Die Haut ist ein spannendes Thema. Klar, das findet wohl jeder Dermatologe, sonst hätte er den Beruf ja nicht gewählt. Aber ein ganzes Buch über die Haut zu schreiben und das auch noch witzig und mitreißend? Ja, und wie! Die Berliner Dermatologin Dr. Yael Adler hat mit ihrem Buch „Haut nah“ einen Spiegel-Platz-1-Bestseller geschrieben, der im wahrsten Sinne des Wortes unter die Haut geht. Wir haben mit ihr über vernachlässigte Füße, zu viel Seife und den Möhrensaft-Trick gesprochen.

Wenn die Temperaturen steigen, kommt die Wahrheit ans Licht und es zeigt sich, wer seine Füße im Winter brav gepflegt oder sträflich vernachlässigt hat. Haben Sie einen Geheimtipp, wie wir möglichst schnell geschmeidige Füße bekommen?

DR. YAEL ADLER: Nehmen Sie zuerst ein pflegendes Fußbad, dann behandeln Sie Ihre Füße mit einer Hornhautfeile und tragen anschließend eine reichhaltige Fußsalbe auf. Bei starken Verhornungen können Sie die Salbe besonders dick auftragen, mit Frischhaltefolie umwickeln oder ein paar alte Socken überziehen und über Nacht einwirken lassen. Cremen Sie trockene Füße täglich ein- bis zweimal ein und befreien Sie sie regelmäßig mit einer Feile vorsichtig von zu viel Horn. Aber bitte keine aggressiven Methoden wie Hobel benutzen! Dies kann zu viel Haut wegnehmen und Schmerzen oder sogar Infektionen nach sich ziehen.

Mit welchem Fuß-Problem, das sich aber einfach vermeiden ließe, werden Sie am häufigsten konfrontiert?

Nagelrillen und Nagelbettentzündungen. Es ist besser, das Nagelhäutchen nicht zu entfernen, da es den Nagel schützt. Nagelpilz ist auch ein weit verbreitetes Problem. Hier gilt: Fußpilz immer behandeln und nicht warten, bis er auf den Nagel überspringt. Bei einer Pediküre sollte man darauf achten, dass das Gerät nicht bei anderen Personen benutzt wurde ohne Sterilisation im OP-Sterilisator. Eine Reinigung im Ultraschallbad und mit Desinfektionsflüssigkeit reicht nicht aus, infektiöse Sporen können das überleben! Trocknen Sie die Füße immer gut ab, auch zwischen den Zehen, dann können Erreger nicht so gut eindringen.

Bei allen Krankheiten am Fuß inklusive Warzen und Fußpilz sollten Sie checken lassen, ob Sie eventuell unter Krampfadern leiden. Es gibt auch unentdeckte Krampfadern, die die Abwehrfähigkeit in Füßen und Beinen schwächen.

Sommerzeit und Hitze bedeutet leider auch oft Stress für unsere Venen, die Folgen sind geschwollene Füße und Beine. Wie kann man das vermeiden?

Das Tragen einschneidender Socken und das Übereinanderschlagen der Beine sind Gift für Ihre Venen. Sitzen oder stehen Sie nie zu lange am Stück, legen Sie die Beine hoch und bewegen und trainieren Sie Ihre Wadenmuskeln, wann immer es geht. Auch Kneippkuren, also Wassertreten im kalten Wasser, tun Ihren Gefäßen gut. Ebenso Rosskastanienextrakt zum Einnehmen oder Auftragen. Wer beruflich viel und lange stehen muss, Langstrecken per Flugzeug reist oder schwanger ist, sollte sich Kompressionsstrümpfe der Klasse 2 zulegen. Es gibt sie in unterschiedlichen Farben und sie sind eine Stufe stärker als die viel weniger wirksamen Stützstrümpfe. Selbst viele Marathonläufer tragen Kompressionsstrümpfe zur Steigerung ihrer Leistungsfähigkeit und schnelleren Erholung nach dem Laufen. 

"Trinken Sie jeden Tag ein Glasfrisch gepressten Möhrensaft mit einem Tropfen Leinöl oder Walnussöl! Das macht die Haut von innen ein bisschen sonnenrobuster und verleiht eine gesunde Hautfarbe. Das Öl ist wichtig, da es wertvolle Omega-3-Fettsäuren enthält und so das Provitamin A vom Körper besser aufgenommen werden kann."

Dr. Yael Adler

Okay, unsere Füße und Beine werden spätestens ab jetzt gut versorgt. Wie viel Pflege braucht unsere restliche Haut?

Eine gesunde Haut im Gleichgewicht produziert ihre Creme mit Epidermis- und Talgfetten sozusagen selber. Es gilt also: Weniger ist mehr! Und wenn Sie doch eine Pflege benötigen, sollten Sie bei den Produkten auf möglichst wenig Inhaltsstoffe achten. Je mehr Inhaltsstoffe, desto höher ist das Allergierisiko. Man sollte mit Verantwortungsbewusstsein für die Haut und für die Umwelt einkaufen. 

Ihr Tipp für schöne Haut?

Immer Sonnenschutz verwenden! Außerdem kein Solarium, nicht rauchen, stattdessen ist regelmäßiger Freizeitsport gut für unsere Haut. Und dann ist natürlich noch die Ernährung ganz wichtig! Unpasteurisiertes Sauerkraut, Kefir oder Buttermilch sind beispielsweise gut für eine intakte Darmflora und halten die Haut gesund. Dies gilt ebenso für ballaststoffhaltige Nahrungsmittel wie Wurzeln oder Chicoree.

Grüner Tee ist auch noch ein super Tipp! Man sagt ja, dass die Asiatinnen unter anderem deswegen so gesunde Haut haben, weil sie soviel grünen Tee konsumieren. Und essen Sie jeden Tag eine Handvoll Nüsse. Das wirkt laut Studien lebensverlängernd!

Dr. med. Yael Adler, "Haut nah - Alles über unser größtes Organ", Droemer, 16,99 Euro. Die Dermatologin Dr. Yael Adler erzählt in ihrem Buch unglaublich mitreißend und anschaulich alles Wissenswerte über unsere Haut. Wir begeben uns mit ihr auf eine abenteuerliche Reise durch die verschiedenen Hautschichten und staunen über dieses faszinierende Wunderwerk. Die sympathische Powerfrau scheut keine Tabus, sie schreibt freiheraus von Popeln und Pusteln, Schweißdrüsen und Fußkäse und sagt, warum Sex schön macht. Schonungslos ehrlich und voller Humor!

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