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Das geht unter die Haut

Optimale Pflege für jede Situation

Stand: 15.10.2017 (15.10.2017)

Sie strahlt in guten Zeiten – und leidet in schlechten Zeiten mit: Was wir im Laufe der Jahre erlebt haben, kann man in vielen Fällen auch unserer Haut ansehen. Denn unser größtes Organ spiegelt genau wider, wie es uns geht. Eine Schwangerschaft, ein allzu ausgedehnter Genuss der Sonne, aber auch Krankheiten oder Unfälle gehen sprichwörtlich unter die Haut. Gut, wenn wir in solchen Fällen wissen, wie wir unsere Haut verwöhnen und wieder in Balance bringen können.

Die richtige Narben-Pflege beeinflusst den Heilungsprozess

Ob nach einem tiefen Hautschnitt oder einem operativen Eingriff: Wenn solche Wunden heilen, können Narben entstehen. Doch mit der richtigen Narbenpflege können wir die sogenannte „Narbenreifung“ beeinflussen. Direkt nach der Verletzung oder OP sollten Sie der Wunde erst einmal Ruhe gönnen. Vermeiden Sie alles, was die Haut reizen oder sie übermäßig spannen könnte. In den ersten Tagen ist der Kontakt mit Wasser und Reinigungsmitteln tabu. Der behandelnde Arzt oder Heilpraktiker wird Ihnen konkrete Anweisungen geben, ab wann wieder Wasser an das Wundgewebe darf.

Sind die Fäden gezogen (oder darf die verklebte Naht auf den Schutz eines Pflasters verzichten), sollten Sie weiterhin Vorsicht walten lassen: Wasser nicht zu heiß und den Duschstrahl nicht zu hart einstellen. Eine gute milde Pflanzenölseife (z. B. Sodasan, Weleda Rosenseife) verwenden, das Narbengewebe beim Abtrocknen nicht abrubbeln, sondern sanft trocken tupfen. Vermeiden Sie zu eng sitzende Kleidung im Narbenbereich – sie könnte das Gewebe mechanisch reizen. Frische Narben sollten zudem vor direktem Sonnenlicht geschützt werden: Der UV-Einfluss kann unerwünschte Pigmentverschiebungen fördern.

Damit Narben sich möglichst „unsichtbar“ entwickeln, sollten Sie die frische Narbe täglich pflegen. Massagen mit einem sanften Narbenöl können das Erscheinungsbild der Narben sichtbar verbessern, sie abflachen und Rötungen verblassen lassen. Die Haut wird dadurch geschmeidiger und besser mit Feuchtigkeit versorgt, die Regeneration des Gewebes wird unterstützt.

Haben Sie Geduld: Auch wenn ein Schnitt oft eine Sache von Sekunden ist – der Heilungsprozess kann Monate dauern, so lange sollten Sie auch die spezielle Narbenpflege betreiben.

Und nicht vergessen, Narben gehören zum Leben. Man sollte sie als Teil seines Ichs akzeptieren. Sie kann schließlich auch daran erinnern, dass man eine schlimme Zeit hinter sich gelassen hat.

Sonderfall Schwangerschaftsstreifen …

Jede Mutter freut sich, wenn sie endlich ihr Kind in den Armen hält. Doch im Laufe einer Schwangerschaft muss sich die Haut einer Frau stark dehnen – schließlich braucht der kleine Mensch, der da im Mutterleib heranwächst, Platz. Es kann zu kleinen Rissen im Bindegewebe kommen, die sich dann als sogenannte Dehnungsstreifen bemerkbar machen. Keine Angst – die Gesundheit gefährdet das nicht. Es ist ein rein optisches Problem.

Auch hier heißt die Lösung: Pflegen, pflegen, pflegen. Am besten beginnen Sie bereits in einer frühen Phase der Schwangerschaft mit einer Hautmassage. Verwenden Sie dafür ein gutes, natürliches Hautöl, das frei von Konservierungsstoffen, Duftstoffen und Mineralölen ist. Die Haut wird so mit Feuchtigkeit versorgt, ihre Geschmeidigkeit und Elastizität erhöht. Verteilen Sie das Öl nach dem Duschen auf Bauch, Beinen und Armen, massieren Sie es sanft ein. Sie können den Massageeffekt mit einer weichen Körperbürste unterstützen: Den Bauch in kreisenden Bewegungen von der Bauchaußenseite in Richtung Bauchnabel bearbeiten. Das fördert die Durchblutung der Haut, erhöht ihre Elastizität und lockert das Bindegewebe.

Die intensive Hautpflege auch nach der Entbindung fortführen. Eine sanfte Zupfmassage, bei der Sie kleine, gut eingeölte Hautröllchen kurz anheben, zwischen den Fingern massieren und dann wieder loslassen, kann dazu beitragen, dass die Haut wieder straffer wird und eventuell vorhandene Dehnungsstreifen immer unsichtbarer werden.

Tipp von Cornelia Grob, Trainingsdirektion Börlind GmbH

„Die Haut ist nach einer Operation oder Strahlentherapie häufig besonders sensibel. Deshalb empfehlen wir unsere Serie REGENERATION E von Dado Sens. Mit dem Ectoin Anti-Aging Komplex, der Ectoin, Biotin und Zink kombiniert, bietet REGENERATION E optimale Verträglichkeit und außerordentliche Wirksamkeit. Ectoin ist eine Aminosäure, die seit Millionen von Jahren dafür sorgt, dass Mikroorganismen selbst bei extremsten Bedingungen in der Wüste, in Salzseen oder im ewigen Eis überleben können. Ectoin schützt und aktiviert die Zellfunktionen, stärkt das hauteigene Immunsystem und bindet Feuchtigkeit. REGENERATION E gibt der Haut die Ausgeglichenheit zurück und stabilisiert deren Widerstandskraft.“

Bei Chemo- und Strahlentherapie sollten Sie ganz sanft zu Ihrer Haut sein

Wer an Krebs erkrankt, ist froh, dass es diese Therapien zusätzlich zur operativen Entfernung des Tumorgewebes gibt: Mit Chemotherapie und/oder einer gezielten Bestrahlung kann man die Krankheit in vielen Fällen besiegen. Doch können diese Verfahren auch der Haut zusetzen. Zytostatika können Haut sowie Nägel angreifen. Es kann unter der Therapie zu Hautrötungen kommen, zu einer trockenen Haut und Juckreiz. Nägel können brüchig werden und sich ablösen. Und der Haarverlust während einer Chemotherapie tut zwar nicht weh, ist aber für viele eine besonders belastende optische Veränderung. Als Nebenwirkung einer Bestrahlung kann es, ähnlich wie bei einem Sonnenbrand, zu einer Rötung der Haut, Ablösung oberflächlicher Hautschichten und Schuppung kommen.

Beruhigend: In den meisten Fällen kommt die Haut einige Wochen bis Monate nach Beendigung der Therapie wieder in Balance, Haare und Nägel wachsen wieder nach. Wichtig: Besprechen Sie Fragen der Hautpflege während der Therapie grundsätzlich mit Ihrem behandelnden Arzt.

Nach Abschluss der Therapie braucht die gereizte, sensible Haut besondere Fürsorge, um wieder zu ihrem Gleichgewicht zurückzufinden. Verzichten Sie auf lange, ausgiebige Bäder, da sie die Haut zusätzlich austrocknen könnten. Duschen Sie möglichst kurz und nicht zu heiß und verwenden Sie milde natürliche Reinigungsprodukte.

Setzen Sie auch bei der Hautpflege auf zertifizierte Naturkosmetik-Pflegeprodukte, die frei von potenziell reizenden Stoffen wie Alkohol, Mineralöl, Konservierungsstoffe, Duftstoffe oder Parabene sind.

Auch beim Deo ist weniger mehr: Die Achseln lieber häufiger mit einem weichen Waschlappen reinigen, auf keinen Fall alkohol- und aluminiumhaltige Anti-Transpirantien verwenden, da sie die Haut potentiell reizen können und Aluminium im Verdacht steht, Krebs zu fördern. Positiv sind hingegen Hautpflegeprodukte mit natürlichen, rückfettenden, beruhigenden Inhaltsstoffen, die die natürliche Hautbarriere stärken, wie Nachtkerzenöl, Aloe vera oder Süßholzwurzelextrakt.

Extratipp: Verbinden Sie das Eincremen der Haut mit einer leichten Massage. Solche Streicheleinheiten fördern die Entspannung und setzen nachweislich Glücksbotenstoffe frei.

Tipp von Dr. Dieter Schmalz, Geschäftsführer ARYA LAYA

„Durch Chemotherapie, Strahlenbehandlung, Brandverletzungen oder Narben geschädigte Haut ist äußerst empfindlich und bedarf besonderer Pflege: Bei allen Handlungen am Körper wie Abtrocknen, Einmassieren etc. sollte die Haut deshalb sanft angegangen und nicht durch starkes Reiben oder Rubbeln belastet werden. Zur Reinigung und Hautpflege sind unparfümierte Produkte wie die HyperSens-Serie von ARYA LAYA bestens geeignet, da auch noch Wirkstoffe wie solche aus Süßholzwurzel oder Schwarzkümmel gereizte Haut beruhigen, Entzündungen, Rötungen und Juckreiz mindern. Präparate mit Aloe vera, die auch als After Sun verwendet werden können, lassen Erytheme aus Bestrahlung besser abklingen. Auch Anti-Aging- und Repair-Präparate mit Antioxidantien sind hierfür sinnvoll, zum Beispiel ARYA LAYA Cell Protect Tag & Nachtpflege. Narben heilen durch Wildrosenöl besser ab und das Gewebe bleibt geschmeidig; deshalb empfehle ich hierfür das neue ARYA LAYA Beauty Oil.“

Sonderfall Haare + Kopfhaut

Wenn man infolge einer Chemotherapie seine Haarpracht verliert, darf man die Kopfhautpflege nicht vergessen. Verwenden Sie zum Waschen am besten ein besonders mildes, unparfümiertes Naturkosmetik-Shampoo – auch dann, wenn der erste Flaum wieder nachwächst. Cremes, die Sie im Gesicht gut vertragen, können Sie auch für Ihren Kopf verwenden. Unter Perücken schwitzt man häufig. Daher ruhig in den eigenen vier Wänden Luft an den Kopf lassen. Zur Abwechslung einfach mal ein dünnes Tuch als Kopfschmuck umbinden. Und versuchen Sie, selbstbewusst zu sein: Die meisten Köpfe sehen auch ohne Haare wunderschön aus.

Extratipp: Sind auch die Augenbrauen als Folge der Chemo ausgefallen, können Sie sich von einer versierten Kosmetikerin zeigen lassen, wie man diese mit einem feinen Brauenstift nachstrichelt. Das verleiht dem Gesicht Kontur und Ihnen ein gutes Gefühl.

Übrigens: In der Erholungsphase nach der Therapie kann man mit der richtigen Ernährung oder passenden Nahrungsergänzungsmitteln den natürlichen Haarwuchs fördern. Essen sie häufiger Hirse, da sie mit Kieselsäure Haare und Nägel stärken kann. Greifen Sie auch täglich zu bei Nüssen und Haferflocken, sie sind gute Biotin-Lieferanten.

Tipp von Sabine Beer, Geschäftsführerin Santaverde

„Aloe vera ist eine Pflanze, die bei sehr empfindlicher Haut ideal ist. Ihre positive Wirkung bei Brandverletzungen und ihre regenerative Wirkung sind bewiesen. Da in allen Santaverde Produkten anstelle der Wasserphase reiner Aloe-vera-Saft enthalten ist, sind unsere Produkte für sensible und besonders beanspruchte Haut ideal geeignet. Für Personen, die extrem sensibel gegenüber ätherischen Ölen sind, empfehlen wir unsere duftfreien Produkte. Bei Brandverletzungen, Rötungen oder Irritationen empfehlen wir unser aloe vera gel pur (ohne Duft), da es Rötungen und Verbrennungen lindert und die Haut beim Regenerieren intensiv unterstützt. Zur Gesichtspflege von sehr sensibler Haut, wie sie beispielsweise Patientinnen nach einer Chemotherapie haben, empfehle ich, nach Absprache mit dem behandelnden Arzt, unser aloe vera hydro repair gel ohne Duft. Es ist sehr leicht und enthält sehr viel reinen Aloe-vera-Saft. Zudem optimieren die enthaltenen Öle und Extrakte, ganz besonders das Nachtkerzenöl, die Barrierefunktion der Haut.“

Kleine Brandwunden brauchen Ruhe und viel Behutsamkeit

Fett ist aus der Pfanne gespritzt, Sie haben sich beim Grillen die Finger verbrannt? Oder zu lange ungeschützt in der Sonne gelegen? Sonnenbrände und Brandwunden können besonders schmerzhaft sein. Sind Babys und Kleinkinder betroffen, treten bei Kindern und Erwachsenen Fieber oder allzu starke Schmerzen auf, sollten Sie immer einen Mediziner oder Heilpraktiker zurate ziehen. Ansonsten können Sie bei leichteren und kleineren Verbrennungen ersten und zweiten Grades, die nur kleine Partien des Körpers betreffen, selbst handeln.

Erste Maßnahme: Frische Brandwunden fünf Minuten lang kühlen, indem Sie die betroffene Hautfläche unter sauberes kaltes Wasser halten. Bei flächigeren Sonnenbränden empfiehlt sich eine kühle Quarkauflage: Ein Mulltuch oder Küchenhandtuch mit kaltem Quark bestreichen und auf die betroffene Hautpartie legen. Nach etwa zehn Minuten wieder abnehmen. Hat sich eine Brandblase gebildet, sollten Sie diese auf keinen Fall aufstechen. Sie trocknet und geht irgendwann von allein auf. Bis dahin bietet sie der verbrannten Haut Schutz vor Infektionen.

Zur Pflege für (sonnen-)verbrannte Haut eignen sind leichte Produkte mit Aloe vera, Thermalwasser, Allantoin, Vitamin E und/oder Jojobaöl, denn sie unterstützen die natürliche Hautregeneration und spenden der Haut die notwendige Feuchtigkeit, ohne sie zu belasten.

Um die Gefahr von weiteren Irritationen möglichst gering zu halten, sollte die verwendete Hautpflege möglichst frei von Duft- und Farbstoffen sein. Verzichten Sie auf Peelings und alles, was die Haut reizen könnte.

TIPP von Maria von Känel, PRIMAVERA Produktmanagerin für Aromatherapie

„Das Aloe vera Pflegeöl von PRIMAVERA ist ein hochwertiges Bio-Öl und schenkt der Haut Feuchtigkeit, und wirkt entzündungshemmend, es unterstützt somit nachhaltig die Hautfunktionen, ist geruchsarm und zieht schnell ein. Es stärkt die Selbstheilungskräfte der Haut und ihre natürliche Schutzbarriere. Mit dem Pflegeöl können Sie sich auch ein gutes Narbenöl selbst anmischen. Sie benötigen dazu zehn Milliliter Aloe vera Pflegeöl, zwei Tropfen Immortelle (in Demeter-Qualität), zwei Tropfen Lavendel Fein bio und zwei Tropfen Palmarosa bio.“

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