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Hautprobleme behandeln und vorbeugen

Hilfreiche Ernährungsumstellung

Stand: 18.10.2018 (20.08.2018)

Viele kennen es aus der Pubertät, der Hormonwechsel lässt Pickel sprießen. Bei Akne werden zu viele Horn- und Talgzellen produziert, dadurch verstopfen die Poren. Die Folge: sichtbare Entzündungen mit Eiterbildung. Häufig sind Pusteln und Rötungen eine vorübergehende Erscheinung. Doch manchmal entwickelt sich eine dauerhafte Akne, die noch bei Erwachsenen zu Problemen führt – auch seelischer Stress gilt als Auslöser für Hautprobleme. Weitere sind, neben hormonellen Faktoren, Rauchen und Alkohol. Auch die Ernährung beeinflusst das Hautbild. Eine Umstellung kann sich lohnen. Dabei gilt: Versuch macht klug.

Die richtige Auswahl an Lebensmitteln

Um herauszufinden, auf welche Lebensmittel Ihre Haut reagiert, müssen Sie eine Zeit lang komplett auf das jeweilige Lebensmittel verzichten. Zu den Kandidaten, die eine Akne begünstigen können, zählen Kuhmilch und Kuhmilchprodukte. Darauf deuten mehrere aktuelle Studien. Ersetzen Sie diese probeweise zum Beispiel durch Reis-, Mandel-, Hafer- oder Kokosmilch.

Weitere Verdächtige sind konzentrierte, schnell resorbierbare Kohlenhydrate wie Zucker, auch in Honig, Dicksäften, Sirup etc.. Bei diesen lohnt eine Auslass-Diät. Dabei ist ein gewisses Maß an detektivischer Finesse gefragt. Zucker steckt in vielen Fertigprodukten von Pizza bis Brötchen und vor allem in Getränken wie Obstsäften sowie Limonaden. Am besten ist es, die Zutatenliste auf dem Etikett aufmerksam durchzulesen. Auch hinter Glukose und Fruktose versteckt sich Zucker. Besonders kritisch: Glukose-Fruktose- Sirup und Zuckeraustauschstoffe.

Ganz meiden sollten Sie Kaffee. Er fördert die Durchblutung der Haut – ungünstig bei unreiner Haut. Besser auf Tee umsteigen. Ich empfehle Brennnessel- und Löwenzahntee, die die Ausscheidung über die Nieren anregen sowie Fencheltee mit seinen entzündungshemmenden Wirkstoffen. Bei starkem Stress ist Pfefferminztee ein ausgleichendes Getränk.

"Schöne Haut mit der richtigen Ernährung? Ja, eine Umstellung der Lebensmittel kann sich lohnen."

Dr. Anne Fleck, Ernährungsmedizinerin

Neben der Ernährungsumstellung ist bei Akne die Pflege der Haut ganz wichtig. Bitte keine aggressiven Pflegeprodukte wie Seife verwenden. Zur Reinigung der Gesichtshaut empfehle ich ein Kamillendampfbad. Es reinigt sanft und wirkt entzündungshemmend. Verwöhnen Sie sich mit ausgleichenden Hobbys oder gönnen Sie sich einen Meditations-, Yoga- oder Muskelentspannungskurs. Eine Stressreduktion entspannt nicht nur die Seele, sondern auch die Haut.

Wichtig: Vermeiden Sie es, sich häufig mit den Fingern ins Gesicht zu greifen. Das führt zu akneförmigen Hautveränderungen. Ist die Akne extrem: Ein Besuch beim Hautarzt ist immer ratsam – falls noch nicht geschehen.

Unsere Kolumne "Doc Fleck hilft" von Dr. Anne Fleck, kurz Doc Fleck. Sie ist Fachärztin für Innere Medizin, Rheumatologie, Präventiv- und Ernährungsmedizin mit Expertise auf dem Gebiet der Naturheilkunde und alternativen Heilmethoden. Seit Jahren ist sie als Expertin auf dem Gebiet der innovativen Ernährungs- und Präventionsmedizin tätig. 

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