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Asia-Beauty

Natürlich und in Balance zu schöner Haut

Stand: 22.09.2016

Wir bewundern sie für ihren zarten Porzellanteint und ihre alterslose Schönheit: Für Asiatinnen scheinen Falten, Pickel und eine großporige, allzu sensible Haut meist kein Thema zu sein. Hier verraten wir Ihnen einige ihrer Beautygeheimnisse.

Achtsamkeit und eine bewusste Konzentration auf alltägliche Rituale – diese Lebenseinstellung aus dem Buddhismus hat großen Einfluss auf alle Körperfunktionen und kann sogar Ihrer Haut guttun. Denn mit bewussten kleinen Auszeiten, Momenten der Stille und des Innehaltens wird Stress abgebaut, werden Körper und Geist in Einklang gebracht. Weniger Stress lässt das Hautbild glatter und rosiger erscheinen. Denn nimmt Stress überhand, können Hautirritationen und Stresspickel die Folge sein. Schenken Sie deshalb Ihrer Pflege große Achtsamkeit – dann kann sie zu einem verwöhnenden und gleichsam beruhigenden Ritual werden.

Ritual der Reinigung

Eine schnelle Katzenwäsche? Für Asiatinnen undenkbar. Der Gesichtsreinigung wird nicht nur in Japan ein hoher Stellenwert eingeräumt. Sie ist das Fundament einer reinen, zarten Haut: Täglich wird der Teint mit mehreren Produkten von Schmutz und Unreinheiten befreit. Durch die Doppelstrategie aus Vor- und Tiefenreinigung soll sowohl fett- als auch wasserlöslicher Schmutz entfernt, sollen Hautfette und -schüppchen reguliert werden. Dabei wird auch auf den pH-Wert der Haut geachtet.

  1. Schritt: Eine Reinigungsmilch oder ein Reinigungs-Öl sanft mit den Fingerspitzen auftragen und in kreisenden Bewegungen einmassieren. Einen weichen Waschlappen in lauwarmes Wasser tränken und das Reinigungspräparat vom Gesicht nehmen. Dabei aber auf keinen Fall stark rubbeln oder reiben!
  2. Schritt: Das Reinigungsprocedere mit einem Schaum oder Gel wiederholen. Zum Abspülen nun kein Tuch nehmen, sondern „splashen“ – also viel lauwarmes Wasser mit den Handflächen ins Gesicht schaufeln. Gesicht dann vorsichtig trocken tupfen.
  3. Schritt: Ein Wattepad mit Gesichtswasser tränken und damit über Gesicht und Hals fahren. Das Gesichtswasser je nach Hautbedürfnis auswählen: zum Beruhigen sensibler Haut, zum Klären von Mischhaut oder zum Ausgleichen einer trockenen Haut.

Verjüngende Gesichtsmassage

Nehmen Sie sich etwas Zeit und gönnen Sie sich nach der Gesichtsreinigung am Morgen und Abend eine kleine Gesichtsmassage, die auf den Grundlagen der TCM basiert. Indem Sie die richtigen Energiepunkte aktivieren, regen Sie den Lymphfluss und die Durchblutung an. Das soll die natürlichen Hautfunktionen unterstützen. Die Zellerneuerung und die Bildung von straffenden Bindegewebsfasern werden harmonisiert.

So wirkt die Gesichtsmassage:

  • Etwas Hautpflege-Öl (zum Beispiel Jojoba-Öl) auf Zimmertemperatur erwärmen. Zeige- und Mittelfinger beider Hände in das Öl tunken und in kleinen, kreisenden Bewegungen und mit leichtem Druck erst von der Stirnmitte zu den Schläfen massieren.
  • Mit Trommelbewegungen der Finger von der linken Schläfenseite immer am Haaransatz entlang zur rechten Schläfenseite fahren.
  • Nun von der Nasenspitze hoch zur Nasenwurzel massieren. Den Punkt zwischen den Augenbrauen 30 Sekunden drücken.
  • Von den Nasenflügeln zu den Wangenknochen streichen. Die Punkte in der Augenbrauenmitte drücken.
  • Abschließend um den Mund herumfahren und dann mit der Außenseite der Hände vom Kinn sanft bis zu den Ohren streichen.

Pflege mit System

Auf ein ausgewogenes inneres und äußeres Gleichgewicht legen Asiaten besonders viel Wert: Yin und Yang sollen in Einklang stehen. Asiatinnen schwören bei ihrer Pflege auf sogenanntes „Layering“, das heißt, sie nehmen mehr als nur eine Creme. Es müssen nicht gleich fünf verschiedene Produkte sein, aber das Zusammenspiel von intensiv pflegendem Serum und einer schützenden Tagespflege am Morgen und einer nährenden Nachtcreme am Abend sorgt für eine intensiv gepflegte Haut und eine gut geschützte Hautbarriere. Ist die Hautbarriere intakt, können ihr Umwelteinflüsse weniger anhaben.

Zeit für Spezialisten

Für ein ebenmäßiges, reines Hautbild gönnen Sie sich einmal pro Woche Beautyrituale, die gezielt auf die Lösung Ihres individuellen Hautproblems abzielen.

Neigt Ihre Haut zu Unreinheiten, ist ein Reis-Salz-Peeling angebracht. So geht’s: Dazu Reis und grobes Meersalz im Verhältnis 1:2 mischen. Diesen Mix im Mörser etwas zermahlen und dann auf der leicht feuchten Haut verreiben. Kurz einwirken lassen, dann lauwarm abspülen. Die Haut wird geklärt, von toten Hautschüppchen befreit, kleine Unreinheiten heilen schneller ab.

Für eine straffere, gut befeuchtete Haut ist eine Algenpackung ideal. Die grünen Kraftpakete aus dem Meer sind Allroundtalente in Sachen Anti-Aging: Sie können der Haut helfen, besser Feuchtigkeit zu speichern, spenden ihr wertvolle Vitamine und Mineralstoffe und können die Erneuerung von kollagenen und elastinen Fasern anregen. So geht’s: 50 Gramm getrocknete Algen fein zerbröseln und mit zwei Teelöffel Jojoba-Öl zu einer dicken Paste anrühren. Die Paste mit einem Pinsel auf Gesicht, Hals und Dekolleté verteilen, die Augenpartie aber großzügig aussparen. 15 Minuten zurücklehnen und entspannen, damit die Maske einwirken kann. Dann mit reichlich warmem Wasser abspülen. Anschließend mit der gewohnten Pflege eincremen.

Ist die Haut sensibel und trocken, braucht sie besondere Aufmerksamkeit, damit sie wieder in Balance kommt – am besten mit einer stärkenden Maske. So geht’s: Das Fruchtfleisch einer reifen Banane mit der Gabel zerdrücken und mit ein Teelöffel Sesamöl zu einer cremigen Paste verrühren. Sesamöl sorgt durch seine hochwertigen Fettsäuren für eine besonders weiche Haut. Die Vitamine und Mineralstoffe der Banane unterstützen die Hautbarriere. Maske auf dem zuvor gereinigten Gesicht verteilen, Augenpartie aussparen. Zehn Minuten einwirken lassen, dann mit warmem Wasser abspülen und wie gewohnt eincremen.

Täglicher Jungbrunnen von innen

In der Traditionellen Chinesischen Medizin wird stets ein ganzheitlicher Ansatz gewählt, bei der die Ernährung eine große Rolle spielt:

  • Grünen Tee trinken: Mit seinen Antioxidantien wie Flavonoiden und Polyphenolen gilt Grüner Tee nicht nur in Asien als Gesund- und Jungbrunnen. Zudem enthält er zahlreiche Vitamine und Mineralstoffe, die wie ein Schutzschild von innen wirken. Die positive Wirkung des Tees können Sie für Ihr Wohlbefinden nutzen, indem Sie täglich mehrere Tassen Grünen Tee trinken. Übrigens: Gibt man noch einen Schuss Zitrone zum Tee, potenziert das seine positiven Wirkungen.
  • Powerfrucht Gojibeere naschen: Die Früchte der Gojibeere haben in der TCM eine mehr als 3.000 Jahre alte Tradition. In Asien nennt man sie „Langlebigkeits- oder Glücksfrucht“. So sollen ihre Inhaltsstoffe bei regelmäßigem Verzehr die Abwehrkräfte und den Spannungszustand der Muskulatur stärken und Ermüdung entgegenwirken. Studien weisen darauf hin, dass die Inhaltsstoffe der Gojibeere ein hohes antioxidatives Potenzial besitzen und daher die Zellen vor freien Radikalen schützen können. Freie Radikale sind unter anderem für eine vorzeitige Hautalterung verantwortlich. Auch sind die Beeren echte Vitamin-C-Bomben, sie enthalten mehr Vitamin C als Orangen und vereinen in sich zahlreiche lebenswichtige Nähr- und Vitalstoffe in einer einzigartigen Kombination. Vitamin C unterstützt das Bindegewebe, kann also einer Hauterschlaffung vorbeugen.

Tipp: Essen Sie jeden Tag eine kleine Handvoll dieser Powerfrüchte, beispielsweise morgens über das Müsli gestreut.

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