Weiterbildung Gesundheitsberater / -in IHK

lernen, leben, erfahren

Stand: 15.08.2016 (15.09.2011)

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Die Akademie Gesundes Leben in Oberursel bietet auch eine Ausbildung Gesundheitsberater / -in IHK an. Maren Böhle nahm 2004 daran teil und wagte danach den Sprung in die Selbstständigkeit. Seit ein paar Jahren arbeitet sie als Coach, Beraterin, Seminarleiterin und NLP-Lehrtrainerin – auch in Workshops an der Akademie.

Frau Böhle, was muss man über Sie wissen?

Zu meiner Arbeit gehört ein ganz wichtiges Zitat von Francis Picabia. Es hängt bei mir an der Wand: „Unser Kopf ist rund, damit das Denken die Richtung wechseln kann.“ Und wer das liest, weiß, dass es um mich geht (lacht).

Wann und warum haben Sie die Weiterbildung zur Gesundheitsberaterin gemacht?

Ich habe viele Jahre in der Bank Finanzierungen für Arztpraxen vermittelt und darüber einen ganz bestimmten Blickwinkel auf das Gesundheitswesen bekommen. Gemischt mit anderen Erfahrungen aus der Mitarbeitervertretung und meinen Interessen entstand daraus der Wunsch, mich weiterzuentwickeln. 2003 habe ich in der Bank aufgehört, 2004 an der Akademie die Weiterbildung zur Gesundheitsberaterin abgeschlossen. Das passte damals gut in meinen persönlichen Lebenskontext.

Warum haben Sie sich die Akademie Gesundes Leben als Ausbildungsstätte ausgesucht?

Sie genießt hier in der Gegend einen sehr guten Ruf und wird seit jeher für die Qualität der Ausbildungen, der Dozenten und für das Ambiente gelobt. Lehrstoff aus Ernährung, Naturheilverfahren, Impulse zur Lebensgestaltung werden fachlich kompetent vermittelt. Die Dozenten sind alle Experten ihres Fachs und lehren nicht nur die Themen, sondern leben sie auch. Alles kann erlernt und gleichfalls erlebt und erfahren werden. Lehrküche, Kräutergarten, der weitläufige Park mit Kneipp-Anlage sind einige Beispiele dafür.

Ich bin heute mit Workshops acht- bis zehnmal im Jahr in den Gesundheitsberater-Weiterbildungen und auch anderen Fortbildungen der Akademie Gesundes Leben dabei und höre in jedem Ausbildungsgang, dass den Teilnehmer erstens der Zusammenhalt in der Gruppe sehr wichtig ist und sie es zweitens schätzen, die Dinge, die sie in der Theorie vermittelt bekommen, zum Teil praktisch ausprobieren zu können.

Die engagiert und fachlich gut vermittelten Inhalte der GB-Weiterbildung, heute übrigens mit IHK-Zertifikat, lassen sich nach der Weiterbildung gut zusammensetzen, so wie Bausteine in einem ganz individuellen Puzzle, sodass jeder seinem Schwerpunkt entsprechend damit arbeiten kann.

Sie haben sich dann weiter und umfassend fortgebildet.

Ja, 2007 absolvierte ich die Ausbildung zum Heilpraktiker für Psychotherapie. Hintergrund dafür war, dass ich mich neben der Gesundheitsberatung auch mehr dem Coaching widmen wollte. Parallel dazu habe ich mich bis 2011 zur NLP-Lehrtrainerin fortgebildet (NLP = Neuro-Linguistische Programmierung; Kommunikationstechniken und -methoden zur Veränderung psychologischer Abläufe im Menschen, die Red.). Seit 2009 bin ich 1. Vorsitzende im Bundesverband für Gesundheitsberater e. V.

Wo liegt heute der Schwerpunkt Ihrer Tätigkeit?

Meine Schwerpunkte liegen heute eindeutig im Coaching zu den Themen „Stressbewältigung und Burn-out-Prophylaxe“ und im Training zu den Themen „Gelungene Kommunikation“, „Ziele erreichen“ sowie „Existenzgründung planen“. Meine Tätigkeit für den Bundesverband nimmt allerdings immer mehr Raum ein und bekommt mit dem Wachstum des Verbands auch eine immer größere Bedeutung.

Wem würden Sie die Weiterbildung an der Akademie Gesundes Leben empfehlen?

Allen, die sich für ganzheitliche Gesundheit interessieren. Die Weiterbildung dient ja nicht zwingend dazu, hinterher damit als Berater selbstständig zu werden. Es gibt durchaus auch immer wieder Teilnehmer, die die Weiterbildung dazu nutzen, aus gesundheitlichen Gründen ihre Lebensweise umzustellen oder zu optimieren. Empfehlenswert ist die Ausbildung auch für jene, die bereits in einer anderen beratenden Gesundheitstätigkeit unterwegs sind, zum Beispiel Physiotherapeuten, Hebammen oder Altenpfleger. Die können damit ihre Qualifikation noch ergänzen und aufwerten.

Sie erwähnten, dass Sie seit 2009 Erste Vorsitzende des Bundesverbands für Gesundheitsberater e. V. sind. Wofür steht der Verband?

Der Verband ist ein eingetragener Verein und als gemeinnützig anerkannt. Wir sind somit offen für jeden, der gesundheitsberatend tätig ist. Für uns steht der Netzwerkgedanke ganz oben. Wir sagen: „Wenn du mit der Ausbildung fertig bist, dein Zertifikat in der Hand hast, dann hast du mit dem Verband gleich wieder eine Stelle, wo du zugehörig sein kannst.“

Das Gefühl der Zugehörigkeit ist für die Menschen wichtig, von daher fördern wir die Gründung von Regionalgruppen. Wir bringen so Menschen, die in der Gesundheitsberatung aktiv und interessiert sind, miteinander in Verbindung. Für die Zukunft ist es als Vorsitzende des Verbands mein Wunsch, unsere Aktivitäten im Bereich des betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM) zu erweitern.

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