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Gesumm in der Schule

Bienen-Verständnis für Kinder

Stand: 02.08.2018 (02.08.2018)

Die Biene Maja kennt wohl jedes Kind. Aber wie sieht es mit Wissen über die echten Insekten aus? Die Initiative „Bienen machen Schule“ vom Verein Mellifera tut viel, damit das Verständnis über Bienen schon früh beginnt.

Deutschunterricht: Gedichte und Geschichten rund um Bienen. Mathe: berechnen, wie eine Wabe konstruiert ist. Chemie: untersuchen, woraus Wachs besteht? Das sind nur drei von vielen Themen, mit denen LehrerInnen Schulkindern Leben und Verhalten der bedrohten Insekten nahebringen können. „Bienen machen Schule“ ist eine Initiative von Mellifera e. V. mit dem Ziel, die Liebe zu den Bienen und zur Natur zu fördern. Projektleiterin Rebecca Schmitz: „Kinder und Jugendliche sollen Bienen kennenlernen und möglichst viel über sie erfahren.“

Dafür bringt die Diplom-Pädagogin LehrerInnen und ImkerInnen aus einer Region zusammen, koordiniert Besuche in Imkereien und gibt Anregungen, wie Spannendes über Bienen in der Schule vermittelt werden kann. Dazu gehören auch eigene Bienenkästen, die im Schulgarten aufgestellt werden könnten, oder eine Bienen-Arbeitsgemeinschaft, die über ein komplettes Schuljahr läuft. Rebecca Schmitz: „Im Winter können Kinder dann die Beuten, also die Bienenwohnungen der Honigbienen, oder auch Insektenhotels für Wildbienen bauen.“

Im Sommer ist die Betreuung der Bienen wichtig; etwa das Füttern sobald Wiesen verblüht sind. Wozu brauchen wir Bienen überhaupt? Und wer kann sicher Bienen und Wespen unterscheiden? Sind auch Hornissen und Hummeln so nützlich wie Bienen? Fragen rund um die kleinen Tiere, deren Zahl rapide abnimmt. Denn die Unkrautvernichtungsmittel, die in der konventionellen Landwirtschaft, in Parks und teilweise auch in privaten Gärten zum Einsatz kommen, schaden allen Insekten, nicht nur den Bienen.

Das Interesse der LehrerInnen ist stark. „Mich freut besonders, dass auch Jugendliche bei mir anrufen, die beim Bienenschutz helfen wollen.“ Ihnen vermittelt die Mellifera-Mitarbeiterin Imkerbetriebe, wo sie reinschauen können, oder gibt Anregungen für Projektwochen rund um die Biene. Bedenken gegen den Kontakt mit den Insekten kommen häufig von den Eltern: Was passiert, wenn eine Biene mein Kind sticht? Da kann die bienenerfahrene Rebecca Schmitz beruhigen: „Bienenstiche sind selten und eine Allergie darauf ist noch seltener. Aber selbstverständlich geben wir auch dafür Hilfe.“ Außerdem müssen die Bienenstöcke nicht in unmittelbarer Umgebung zum Schulhaus stehen.

Alles, was PädagogInnen im Umgang mit Bienen wissen müssen, vermittelt die Initiative in Weiterbildungen und Tagungen. Die Jahrestagung mit rund 150 TeilnehmerInnen findet diesmal vom 7. bis 9. September in Köln statt. Man geht gemeinsam auf Exkursion, es gibt Workshops, beispielsweise zur Herstellung von Honigseife und Vorträge. Im November startet zudem eine Weiterbildung für PädagogInnen. Interesse? Infos unter www.bienen-schule.de 

 

 

Reformhaus® Kampagne „Lasst uns Bienen schützen“ mit freundlicher Unterstützung von:

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