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ErnährungsberaterInnen TCM

Wie kann Essen heilen?

Stand: 12.10.2016

Reizmagen oder Verdauungsprobleme: Viele Menschen quälen sich damit. Ärzte können oft nur unzureichend helfen. ErnährungsberaterInnen TCM haben einen anderen Ansatz. Die Akademie Gesundes Leben in Oberursel bildet sie aus.

Traditionelle Chinesische Medizin (TCM): Für viele bedeutet das ausschließlich Akupunktur. Doch diese Behandlungsmethode ist nur eine von fünf Säulen der TCM. In der chinesischen Medizin spielt auch die Ernährung eine wichtige Rolle.

Vor elf Jahren entwickelte Dr. Uwe Siedentopp, Arzt für Akupunktur, Naturheilverfahren und Diplom-Ökotrophologe, die dreiteilige praxisorientierte Ausbildung zum / r Ernährungsberater / in TCM an der Akademie Gesundes Leben. „Ziel ist eine Verbindung von traditionellem chinesischen Ernährungswissen mit modernen Erkenntnissen der Ökotrophologie“, so der Ernährungsmediziner.

Eine ausgewogene Ernährung trägt zum Wohlbefinden bei – da sind sich westliches und östliches Denken einig. Doch nach der TCM können Lebensmittel mit ihrer besonderen Wirkung auf die Konstitution des Menschen auch als Heilmittel eingesetzt werden. Während in der klassischen westlichen Ernährungslehre die messbaren Bestandteile der Nahrung wie Vitamine, Kalorien, sekundäre Pflanzenstoffe, Fette und so weiter. im Vordergrund stehen, teilt die TCM Lebensmittel nach ihren qualitativen Aspekten wie kühlender oder wärmender Wirkung ein. Außerdem sieht die TCM zuerst einmal auf die Konstitution des Menschen und leitet daraus die passende Ernährung ab.

Zu Beginn der Beratung durch einen Ernährungsberater / in TCM steht eine intensive Befragung auch zu den Essgewohnheiten: Wie oft, wie viel und was jemand zu sich nimmt, ist ebenso wichtig wie das Gefühl von Hunger und Durst, das sich einstellt oder eben nicht. Außerdem setzt der / die ErnährungsberaterIn die Sinne ein, um den Gesundheitszustand der Ratsuchenden festzustellen: Hautfarbe, Lautstärke der Stimme, Gerüche sind dabei von Bedeutung. Und eine differenzierte Betrachtung des Puls und der Zunge ist wichtig. Deren Form, Farbe und Struktur kann Hinweise auf Störungen der inneren Organe geben.

All diese Ergänzungen zur westlichen Medizin werden in der Ausbildung an der Akademie Gesundes Leben in Oberursel vermittelt. In drei mehrtägigen Intensiv-Seminaren vermitteln Dr. Uwe Siedentopp und die Referentinnen Jakoba Blechschmied und Ruth Riekmann, beide Diplom-Ökotrophologinnen und zertifizierte TCM Ernährungsberaterinnen mit langjähriger Beratungspraxis, umfangreiches Wissen und Fertigkeiten. In der Zeit zwischen den Seminaren lernt jede / r eigenständig zu Hause.

Fallbeispiele, Beratungstrainings, gemeinsames Kochen in der Lehrküche der Akademie gehören zum Programm ebenso wie zum Beispiel die Theorie über TCM, Ernährungsanamnese und die Diätetik der gängigsten Krankheitsbilder. Wobei das Wort Theorie nach trockener Wissensvermittlung klingt. Ist es aber nicht, denn Dr. Uwe Siedentopp und sein Team erklären anhand vieler anschaulicher Beispiele – wie dieses zur Energetik von Lebensmitteln: Uns wird geraten, in der Winter- und Erkältungszeit das Immunsystem mit Vitamin C zu unterstützen.

„Als  beste Quelle gelten gemeinhin Orangen“, so Dr. Siedentopp. „Sie kommen aus südlichen, warmen Ländern und wirken kühlend.“ Bei Menschen mit geschwächtem Immunsystem wirken Orangen nicht stärkend, sondern eher schwächend. Der Körper kann das Vitamin gar nicht richtig ausnutzen. „Besser sind in unseren Breiten Kohl wie Wirsing, Rosen- und Grünkohl sowie Kartoffeln, die alle einen hohen Vitamin-C-Gehalt haben“, erklärt Dr. Siedentopp. „Das sind Wintergemüse, die im Land gereift sind, die wärmend wirken und deren Vitamine der Körper effektiv nutzen kann.“ Vor allem bei funktionellen Verdauungsstörungen von Blähungen bis zu Reizmagen kann die Ernährungsberatung nach TCM die westliche Medizin ergänzen. Diese Ergänzung als Teil einer ganzheitlichen Medizin liegt Dr. Uwe Siedentopp am Herzen: „Ich sehe die Chinesische Ernährungslehre nicht als Dogma. Wir können aber die Lebensmitteleinteilung von warmen und kalten Speisen auf unsere Nahrung übertragen und dann ganz individuell beraten. Schließlich soll der Mensch im Vordergrund stehen.“

Die fünf Säulen der TCM

Die Traditionelle Chinesische Medizin setzt sich aus fünf Bausteinen zusammen

  • Akupunktur – ist der bekannteste Teil der TCM. Inzwischen erkennen auch Krankenkassen die mit Studien gut belegte Wirkung der Behandlungsmethode bei Knie-Arthrose und dem chronischen Lendenwirbelsäulensyndrom an.
  • Qigong – auch die meditativen Bewegungs- und Atemübungen, die zu innerer Konzentration und Harmonie führen, sind weitgehend bekannt.
  • Tuina-Massage – eine bei uns noch nicht so verbreitete Massagepraxis, die den Blut- und Energiekreislauf anregt.– arbeitet mit zahlreichen Heilkräutern, deren Wurzeln, Blättern, Blüten und Rinden und ist zwar schon Thema zahlreicher Studien, aber von den gesetzlichen Krankenkassen nicht als Behandlungsmethode anerkannt.
  • Ernährung nach denn fünf Elementen

Dr. med. Uwe Siedentopp, TCM-Experte und Dozent an der Akademie Gesundes Leben

Seminartipp: Ernährungsberater / in  TCM

dreiteilige Ausbildung mit Dr. med. Uwe Siedentopp

Mehr Informationen unter www.akademie-gesundes-leben.de oder telefonisch: 06172 / 300 98 22

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