Wie wird die Zukunft des Reisens aussehen? Wandern zählt nicht nur zu den beliebtesten, sondern auch zu den nachhaltigsten Reisearten.

Veränderungen im Tourismus durch Corona

Wie wird Reisen in Zukunft aussehen?

Stand: 31.07.2020 (31.07.2020)

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Die Corona-Krise hat den Wirtschaftszweig Tourismus hart getroffen. Die Deutschen sind Reiseweltmeister, und so waren nicht nur die Veranstalter und Leistungsträger wie Hotels und Carrier vom Lock-down betroffen, sondern auch die gut 10.000 Reisebüros, die es noch in Deutschland gibt. Wie aber wird die Zukunft aussehen und meistert unser Kooperationspartner REISEN MIT SINNEN die Krise?

Zu Jahresanfang durfte die Reisebranche noch auf eine Top-Saison hoffen. Alles freute sich auf die Internationale Tourismusbörse Berlin ITB, die weltgrößte Reisemesse. Sie wurde abgesagt. Mit der Corona-Pandemie brach das Reisegeschäft brutal von 100 auf Null zusammen. Wir haben uns bei Reformhaus® dabei natürlich Sorgen um unseren Kooperationspartner REISEN MIT SINNEN gemacht und uns bei dem vorbildlich auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Reiseveranstalter erkundigt, wie Corona sich auf ihn ausgewirkt hat und welche Konsequenzen er aus der Krise nun ziehen muss und will. Dazu haben wir ein interessantes Gespräch mit Gründer und Geschäftsführer Kai Pardon geführt, das wir hier für Sie aufgezeichnet haben.

Bevor wir aber ins Konkrete gehen, wollen wir mit Anja Kirig, seit 2005 als Trend- und Zukunftsforscherin für das Zukunftsinstitut tätig, einen Ausblick auf die Veränderungen durch die Pandemie grundsätzlich im Tourismus werfen. Sie hatte sich dazu in einem Gespräch mit Kai Pardon geäußert – anzuschauen auf der Facebook-Seite von REISEN MIT SINNEN. 

Die Zukunft des Reisens

Anja Kirig entwirft Ihre Prognosen auf der Basis von Megatrends in der Gesellschaft, also über Jahrzehnte wirkende und sichtbare Entwicklungen, wie es etwa das steigende Umweltbewusstein ist. Sie sagt, im Tourismus werde es durch die Pandemie einschneidende Veränderungen geben, mit welchen Ansprüchen und Werten Menschen zukünftig verreisen werden. Diese Veränderungen, so Kirig, hätten sich aber nicht erst durch die Krise ergeben, sondern waren schon vorher als Trend erkennbar, würden sich jetzt aber beschleunigen.

Qualität und Nachhaltigkeit bei Reisen ist so ein Thema, das sich verdichten wird. Das erlebnisorientierte Reisen als reiner Konsum werde sich in diese Richtung verändern, so die Zukunftsforscherin. Mehr hin zu der Frage, was möchte ich aus dem Urlaub an nachhaltigen Erfahrungen mitnehmen für meinen Alltag? Welche Veränderungsprozesse in mir selbst möchte ich beim Reisen auslösen? Alles auch mit einer Einordnung von Massentourismus und zunehmenden Konflikten zwischen Einheimischen und Touristen (Stichwort: Overtourism) bei besonders beliebten Destinationen in einen globalen Nachhaltigkeitskontext. Das war schon vor Corona präsent, vor allem in den Medien, etwa beim Kreuzfahrttourismus, wird durch die Pandemie jetzt aber noch mal angeheizt. Im Massentourismus werde sich dadurch viel neu strukturieren, sagt Anja Kirig. Die Richtung in den nächsten 5 bis 10 Jahren aus ihrer Sicht wird eine Hinwendung eher zum qualitätsorientierten Tourismus bringen.

Das Reiseziel wird wieder an Bedeutung gewinnen

Vor Corona war das Reiseziel ein bisschen aus dem Bedeutungsfokus geraten, einfach dadurch, dass man in einem riesigen Reise-Angebot praktisch überall hinreisen konnte, in jeden Winkel der Erde und das sehr spontan. Manche Ziele sind nun wieder Luxus geworden. Die Einschränkungen verändern das Reisen, auch wird die Qualität, etwa bei den Hygiene- und Sicherheitsstandards, eine Rolle spielen. Oder wie die Zielgebiete für sich das Corona-Geschehen gemanagt haben und Kontakt aufbauen zu den Kunden. Das Ziel werde also wieder an Bedeutung gewinnen in der nächsten Zeit, so die Einschätzung von Anja Kirig. 

"Wir sind bereit, wenn es wieder los geht“

Welche Perspektiven und Ziele gibt es in diesen besonderen Zeiten für REISEN MIT SINNEN? Auf die Fragen antwortete Kai Pardon, Gründer und Geschäftsführer des auf nachhaltige Reisen spezialisierten Veranstalters.

Das Interview können Sie hier lesen >>

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