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krabbe

Reif für São Tomé und Príncipe

Insel-Urlaub mal anders

Stand: 17.07.2018

Urlaub mal ganz anders: Kristin Kachel hat mit REISEN MIT SINNEN als Eco Volunteer den kleinen afrikanischen Inselstaat São Tomé und Príncipe besucht. Neben der Rettung von Schildkröten blieb ihr noch genug Zeit, zusammen mit ihrem Partner Sebastian Vietze viele spannende Ecken auf der Insel zu erkunden.

Abenteuerliche Ankunft
Trotz guter Vorbereitung hatten Kristin Kachel und Sebastian Vietze auch mit Reisepass und Visum gewisse Schwierigkeiten ins Land einreisen zu dürfen. Als die Behörden dann mit der Einreise endlich einverstanden waren, war die Meeresbiologin Sara, die die beiden am Flughafen in der Hauptstadt São Tomé abholen wollte, bereits weg. Und das Handy funktionierte mit dem afrikanischen Netz nicht.

Aber Ende gut, alles gut: Mit einem ausgeliehenen Handy konnte die Notnummer von REISEN MIT SINNEN erreicht werden, und im Hotel haben Kristin und Sebastian dann schließlich auch Sara getroffen und von ihr einen detaillierten Plan für die nächsten Tage bekommen.

Alles im grünen Bereich

Kristin und Sebastian hatten diverse Unterkünfte in São Tomé und Príncipe, von ganz einfach bis gehoben. Fließend Wasser und Elektrizität waren nicht immer in dem Maße vorhanden, wie wir es aus Europa gewohnt sind. Manchmal lieferte zum Beispiel ein Generator nur zwei Stunden täglich Strom.

Aber ganz ehrlich, wer am Äquator eine Heizung vermisst, nur mit dem Handy rumspielt oder etwas gegen Kerzenschein am Abend hat, ist doch selbst schuld.

Meeres- und andere Früchte

Kulinarische Genüsse kamen auf der Reise von Kristin und Sebastian nicht zu kurz, beide schwärmten wie grandios das Essen war. Wer allerdings Fisch und Bananen nicht mag, muss auf São Tomé und Príncipe manchmal etwas länger suchen: Dann findet er durchaus auch andere Meeresfrüchte sowie Obstsorten von Kalamari bis zum Jackbaumfrucht.

Es gibt auf der Insel auch Landwirtschaft, aber sehr wenig. Vieles, was auf den Teller kommt, stammt daher in der Tat aus dem Meer oder den Obstbäumen. Auch Kakaobäume wachsen hier: Kakao ist das Hauptexportgut des Landes.

Kristin und Sebastian on Tour

Normale Autos findet man nur in der Hauptstadt, befestigte Straßen sind auf der Insel generell eine Rarität. Auch mit einem Geländewagen braucht man schnell mal zweieinhalb Stunden für eine Strecke von 50 Kilometern.

Da kann man genauso gut auf die Uhr am Handgelenk mal verzichten und gleich eine coole Quad-Tour machen - so wie Sebastian und Kristin. Eine tolle Möglichkeit, um etwas mehr von der wunderschönen Natur zu sehen.

Im Badezimmer der Natur

Wenn die Unterkünfte auch nicht immer über fließend Wasser verfügen, bietet das Meer oder ein Wasserfall mitten im Dschungel immer noch Erfrischung und die wunderschönste Bademöglichkeit überhaupt. Auch für Kristin und Sebastian zählte die Schwimmrunde am Wasserfall zu den vielen Highlights auf der Reise.

Auf das Badewetter ist in São Tomé und Príncipe verlass: Der gebirgige, zweitkleinste Staat Afrikas am Äquator hat ein heißes und feuchtes tropisches Klima mit Trocken- und Regenperioden. Die Temperaturen bleiben das ganze Jahr über konstant.

Schildkröten haben es nicht leicht

Nur jede 1000. Meeresschildkröte wird erwachsen, die Gefahren lauern überall: Schon die Eier werden auf São Tomé und Príncipe häufig von frei herumlaufenden Schweinen gefressen, viele Vögel, Fische und Krabben haben Babyschildkröten auf dem Speiseplan. Traditionell essen auch die Einheimischen gerne Schildkrötenfleisch - aber heutzutage wird viel dafür getan, Menschen für die Nöte und Schutzbedürftigkeit der Meeresschildkröten zu sensibilisieren.

Alle Meeresschildkröten sind von Aussterben bedroht, auch durch Umweltverschmutzung, moderne Fischfangmethoden, wo sie als Beifang enden und durch die Verunstaltung der Strände. Die Schildkröten kehren nach 25 Jahren zu ihren Ursprungsstrand zurück, um Eier zu legen und für Nachwuchs zu sorgen. Leider werden Strände zum Beispiel durch Baumaßnahmen zerstört. Und wenn der Strand doch noch weitestgehend intakt ist, leitet schon künstliches Licht die frisch geschlüpften Meeresschildkröten fehl, und verhindert, dass sie den Weg ins Meer finden.

Alt, älter, Donna Maria
Die durchschnittliche Lebenserwartung auf São Tomé und Príncipe beträgt nur 66 Jahre. Damit ist Donna Maria mit ihren 87 Jahren für die Insel schon außergewöhnlich betagt. Und dabei noch recht fit: Kristin und Sebastian haben erfahren, dass sie immer noch jeden Tag ein paar Handvoll Kaffeebohnen erntet. 

In São Tomé und Príncipe respektiert man ältere Menschen noch und kümmert sich um sie: Die Community hat Geld gesammelt für Donna Maria und dafür gesorgt, dass die Dorfälteste ein Dach über den Kopf hat.

Kristin Kachel und Sebastian Vietze haben in São Tomé und Príncipe von der beeindruckenden Natur bis hin zu den Begegnungen mit Menschen und Tieren eine großartige Zeit mit vielen unvergesslichen Eindrucken erlebt.

Besonders spannend dabei war ihre Teilnahme an dem Projekt für den Schutz der bedrohten Meeresschildkröten: Thomas Götemann hat Kristin Kachel zu ihren Erfahrungen als Eco Volunteer während der Reise befragt. Lesen Sie hier das Interview.   

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