Diese Website verwendet Cookies. Wenn Sie diese Website weiterhin nutzen, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.

Lachen ist gesund

ROTEN NASEN bringen Lebensfreude zurück

Stand: 23.02.2018 (23.02.2018)

So sagt es ein bekanntes Sprichwort. Und wie sehr das stimmt, beweisen immer mehr wissenschaftliche Studien. Worauf warten wir noch – bringen wir einfach mehr Humor in unseren Alltag!

Kennen Sie den? „Fliegt ein Kuckuck über das Meer. Unten schwimmt ein Hai. Ruft der Kuckuck: ‚Kuckuck!‘ Antwortet der Hai: ‚Hi...!‘“ Warum nicht öfter mal einen Witz erzählen? Lachen ist gesund, Lachen ist die beste Medizin – jeder kennt die einschlägigen Sprichworte. Und es ist inzwischen auch wissenschaftlich bewiesen: Lachen verscheucht nicht nur kurzfristig Stress und Anspannung, es kann langfristig tatsächlich Heilungsprozesse anstoßen und befördern. Aber was ist das Geheimnis des Lachens, warum wirkt es so?

Ganz einfach: Indem wir lachen, kommen Körper und Laune in Schwung. Das Zwerchfell, unser zentraler Lachmuskel, bringt alle Muskeln in Bewegung, darunter allein 17 Gesichtsmuskeln. Die Herzfrequenz erhöht sich, Gehirn und Lunge tanken Sauerstoff, auch unsere Seele bekommt Flügel: Bei einem echten Lachanfall schüttet man so viele Glückshormone (Endorphine) aus wie bei 20 Minuten Joggen an frischer Luft. Und ist der Anfall vorbei, macht sich wohlige Entspannung breit.

Viele Studien belegen mittlerweile den heilsamen Effekt des Lachens. Eine der jüngsten lief 2015 / 16 am Robert Bosch Krankenhaus in Stuttgart. An der Pilotstudie nahmen 31 Patienten zwischen 55 und 75 Jahren mit Herzproblemen und dadurch bedingten chronischen Brustschmerzen teil, ihr „Lach-Therapeut“ war ein Clown.

Zum Ende der Lachtherapie fühlten sich die Teilnehmer zum einen subjektiv besser, hatten aber auch objektiv nachweisbar weniger Stresshormon Kortisol im Blut und im Belastungs-EKG bessere Werte. Komiker Groucho Marx wusste: „Ein Clown wirkt wie Aspirin, aber doppelt so schnell.“

Vor rund 25 Jahren führte man erstmals Clownbesuche in Krankenhäusern ein, erst nur für Kinder, dann zunehmend für Erwachsene, heute ist die Clownvisite weit verbreitet. Fazit bisher: Da die Clowns weder zum medizinischen oder pflegerischen Personal gehören noch Angehörige sind, lassen sich die meisten Patienten gern auf das spielerische Angebot ein, staunen, lachen und fühlen sich insgesamt besser, mit der Zeit können sie auch mit ihrer Krankheit souveräner umgehen.

Gerade für Kinder ist der Clown wie ein Spiegel ihrer selbst und damit schnell ein guter Freund. Denn Kinder sind fast immer in einem Zustand der Freude, einfach weil alles neu ist. Während Kinder pro Tag rund 200 bis 400 Mal von Herzen lachen, bringen es Erwachsene nur noch auf etwa 15 Mal täglich. Kinder können das noch, sich auf dem Boden kringeln vor Lachen. Und sie tun sich und ihrem Körper damit so viel Gutes. Wir Erwachsenen aber verlieren unsere Lachfähigkeit - warum eigentlich?

Ja, warum? Das fragten sich auch einige Mitglieder der Parkinson Selbsthilfegruppe in Ibbenbüren. Seit einigen Jahren praktizieren sie beim monatlichen Gruppentreffen Lachyoga - eine spezielle Variante des Lachtrainings, vom Verstand gesteuert und dann in den Körper übergehend.

Es gibt etwa 40 Lachübungen, so zum Beispiel das Begrüßungslachen: Leute bewegen sich im Raum, halten dabei Blickkontakt und geben sich die Hände, während sie sich wortlos begrüßen und dabei lachen. Oder das Streitlachen: Alle tun so, als ob sie einander mit dem Zeigefinger wedelnd ausschimpfen. Jede Übung endet mit einem rhythmischen Sprechgesang: "Ho ho ha ha ha" oder "Sehr gut, sehr gut, yeah!". Und es funktioniert: Die Übungen in der Gruppe führen zu befreitem, herzlichen Lachen. Für die Parkinson-Patienten ein Vergnügen - und auch ein Hoffnungsschimmer, denn sie wissen: Lachen aktiviert entzündungshemmende körpereigene Hormone.

Diese Erkenntnisse gehen auf den Wissenschaftsjournalisten Norman Cousins (1915–1990) zurück. Er war einer der Ersten, der die heilende Kraft des Lachens entdeckte. Anfang der Siebzigerjahre litt er an einer extrem schmerzhaften Erkrankung der Wirbelsäule (Morbus Bechterew), die Ärzte prognostizierten Siechtum und baldigen Tod. Cousins wollte das nicht akzeptieren, er glaubte an den Einfluss von Gedanken und Gefühlen auf den Körper, lange bevor die Mind-Body-Medizin aufkam. Von nun an ließ er sich bewusst zum Lachen bringen, sah lustige Filme, ließ sich humorvolle Bücher vorlesen. Bald stellte er fest, dass seine Schmerzen nachließen, wenn er reichlich gelacht hatte. Nicht nur das, auch die Anzahl an Entzündungsherden in seiner Wirbelsäule verringerte sich, schließlich verschwanden sie ganz. Er hatte sich selbst geheilt – durch Lachen!

Wissenschaft, die Lachforschung (Gelotologie). Und die Forscher fanden immer genauer heraus, was eigentlich in unseren Körpern passiert. Heute weiß man, dass körpereigene Hormone wie Adrenalin und Noradrenalin beim Lachen verstärkt ins Blut gelangen und gegen Entzündungen wirken. Aber nicht nur lautes Lachen, sogar ein Lächeln wirkt schon positiv auf Körper und Seele.

Mitte der Neunzigerjahre konnten US-amerikanische Neuro-Wissenschaftler nachweisen, wie Lachen das Immunsystem stärkt. T-Lymphozyten (sie töten infizierte Zellen) wie auch Gamma-Interferone, die Produzenten körpereigener Abwehrstoffe, vermehrten sich durch Lachen. Dank neuerer Studien weiß man auch, dass Lachen ein Mittel gegen Depression sein kann. Ein liebevoll humorvoller Blick des Therapeuten auf das Leben des Patienten kann diesen ermutigen und allmählich dazu bringen, sein vermeintliches Elend mit etwas mehr Distanz und lächelnder Nachsicht zu betrachten.

Lachen löst Stress und Spannungen, bringt unsere Energie neu in Fluss. Ja, Lachen ist Medizin für Körper und Seele. In einem durch Humor gelösten Zustand können wir uns leichter versöhnen mit den Widersprüchen der Welt, nicht zuletzt mit uns und unserem manchmal nicht so perfekten Leben. Aber wie schaffen wir es, mehr zu lachen? Eigentlich gar nicht schwer: indem wir möglichst oft Zeit mit Menschen verbringen, die wir mögen und die uns gut tun. In vertrauter Gemeinschaft lachen wir nämlich automatisch mehr. Wie es ein jüdisches Sprichwort sagt: „Tränen, die man gelacht hat, muss man nicht weinen.“


„Lachen ist mir eine Herzensangelegenheit “

Die Clowns von ROTE NASEN bringen Lachen und Humor in Krankenhäuser oder Seniorenheime. Wir sprachen mit Reinhard Horstkotte, dem künstlerichen Leiter über die Besonderheit seiner Arbeit.

 

Herr Horstkotte, Sie sind der künstlerische Leiter von ROTE NASEN. Was hat sie an dieser Aufgabe gereizt?

Reinhard Horstkotte: Als man mich fragte, ob ich künstlerischer Leiter von ROTE NASEN werden möchte, fühlte mich sehr geehrt. Dabei zu helfen, dass in diese Welt mehr Lachen, Humor und Fantasie einkehrt, war und ist mir ein Herzensanliegen. Ihre Bühne ist nicht im Theater, sondern im Krankenhaus oder Seniorenheim.

Was ist die Herausforderung bei Ihren Auftritten?

Sie sagen es selbst: Wir bringen die Bühne in das Krankenhaus, das Seniorenheim oder die Flüchtlingsunterkunft. Wir erschaffen Räume, in denen unsere Zuschauer merken, dass es noch etwas Anderes gibt als das, was sie gerade erleben. Wir erschaffen Momente der Poesie, die Lachen, Trost und vielleicht Hoffnung in schwierigen Zeiten spenden können. Die Herausforderung dabei ist, immer wieder auf die Individualität und die Situation eines jeden Menschen einzugehen und jeden einzelnen Besuch einzigartig und großartig zu gestalten. Ihr Publikum ist entweder alt, gebrechlich oder sehr krank – oder alles zusammen. Diesen Menschen ist sicher nicht sehr zum Lachen zumute.

Warum ist es trotzdem wichtig, dass Clowns zu diesen Menschen kommen?

Meine Erfahrung ist die, dass Menschen, die gelernt haben, ihr Alter, ihre Gebrechlichkeit oder sogar ihre schwere Krankheit zu akzeptieren, sehr wohl zum Lachen zumute ist. Oft leben sie aber in einer Umgebung, die große Schwierigkeiten damit hat. Es kommt vor, dass krebskranke Kinder ihre Eltern trösten und ihnen Mut machen müssen. Sie dürfen nicht Kind sein. Sich so zu akzeptieren wie man ist: Das leben uns Clowns vor. Mit ihren roten Nasen sehen sie lächerlich aus. Sie verhalten sich komisch, sind gegen die Norm, sind ungeschickt und rennen gegen Türen – das macht sie zu Verbündeten jener Menschen, denen auch gerade etwas „aus dem Ruder“ gelaufen ist. Und trotzdem strahlen sie Freude, Lebendigkeit und sogar Glück aus. Dass die Clowns etwas können und zu geben haben, passt dazu. Denn alle Menschen, egal wie gebrechlich sie sind, haben etwas zu geben.

Reagieren Erwachsene und Kinder unterschiedlich auf die Clowns?

Kinder sind meistens offener. Aber die Frage ist auch umgekehrt interessant: Reagieren Clowns unterschiedlich auf Erwachsene und Kinder? Wir haben auch den Anspruch, Erwachsene zum Lachen zu bringen. Da muss man oft erst durch die Vorurteile gehen: „Clowns – das ist doch was für Kinder.“ Aber gute Clowns sind vielschichtig und transportieren viele Botschaften mit ihrem Verhalten und ihrem Spiel. Eine Dame sagte zu meinem Kollegen, als er sie im Herzzentrum in ihrem Zimmer besuchte: „Ich bin doch kein Kind mehr!“ Darauf antwortete der Clown: „Oh, wann ist denn das passiert?!“ Die Dame lachte und sang eine Viertelstunde lang mit ihm alte Kinderlieder.

Welche Voraussetzungen müsste ich mitbringen, wenn ich Krankenhausclown werden möchte?

Als ROTE NASEN Clowns sollten sie bereits Erfahrung im Clownspiel haben. Musikalität und künstlerische Ausbildung sind von Vorteil. Teamfähigkeit, Empathie und ein ausgeglichenes Wesen sind auch wichtig.

Können Sie sich an Ihren ersten Auftritt erinnern?

Dieses Ereignis werde ich nicht vergessen: Ein 9-jähriger Junge lag im Sterben, seine Mutter war bei ihm. Es war eine sehr schwierige und bedrückende Situation. Ich stand da im Zimmer und spürte die Angst und Verzweiflung. Ich begann Dinge, die ich gerne mache, auszuprobieren: zum Beispiel zu jonglieren und zu trommeln. Doch nichts vermochte die Stimmung aufzuhellen. Dann blies ich einen Ballon auf. Die Mutter hielt sich zum Spaß die Ohren zu. Das war ein Spielangebot! Ich fragte das Kind also: "Schnarcht deine Mutter?" Das Kind kicherte. "Pupst sie im Schlaf?" Das Kind lachte und das Eis war gebrochen. Nach einer Woche, als ich wieder auf der Station war, kam mir die Psychologin entgegen. Sie teilte mir mit, dass der Junge verstorben sei. Die Mutter hatte ihr erzählt, dass sie und ihr Kind bei meinem Clownbesuch das letzte Mal zusammen gelacht hatten.

Wie gehen sie damit um, wenn sie erfahren, dass ein Patient, vor dem Sie gespielt haben, gestorben ist?

Ich lasse mich vom Leben berühren. Ich weine, bin traurig oder vielleicht erleichtert, weil der Mensch jetzt frei ist von seinen Schmerzen. Ich stelle mir vor, dass er Mensch ist und die Seele nach Hause fliegt.

Ihr Publikum zahlt keinen Eintritt, um Sie zu sehen. Wie schaffen Sie es, Ihre Arbeit zu finanzieren?

Die Großzügigkeit vieler kleiner und großer Spender finanziert unsere Clownvisiten. Dafür sind wir sehr dankbar!

Spenden finanzieren die Clownvisiten: Hilfe, die uns schmeckt!

Rote Clownsnasen – ja, die mögen wir, weil sie ein Ausdruck von Freude sind. Aber rote Schniefnasen? Lieber nicht! Zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen Sie sprichwörtlich, wenn Sie eine Packung „Immun-Mix“ der ReformKontor-Marke Lihn kaufen. Die leckere BIO Nuss-Frucht-Mischung aus Gojibeeren, Walnusskernen und Maulbeeren – exklusiv im Reformhaus® – liefert reichlich Vitamin C, Kupfer und Eisen, eben Vitalstoffe, die das Immunsystem unterstützen* und so vor Schniefnasen schützen können – Teil 1 in Sachen rote Nasen! Teil 2: Von jeder gekauften Packung „Immun-Mix“ gehen 50 Cent direkt an den Verein ROTE NASEN Deutschland e.V. und Sie bekommen gratis eine Clownsnase, das Markenzeichen des Vereins ROTE NASEN Deutschland e. V. So unterstützt Reform- Kontor die wichtige Arbeit der Klinikclowns.

Mitmachen und gewinnen

ReformKontor verlost 50 Packungen Lihn „Immun-Mix“. Sie möchten eine Packung gewinnen? Dann schreiben Sie eine E-Mail mit dem Stichwort ROTE NASEN an: gewinnspiel@reformkontor.de. Einsendeschluss ist der 28. Februar 2018. Viel Glück!

 

* Unsere Empfehlung: Mit einer abwechslungsreichen, ausgewogenen Ernährung schaffen Sie sich die Basis für eine gesunde Lebensführung. Um von der genannten positiven Wirkung zu profitieren, verzehren Sie pro Tag eine Portion (40 Gramm) Lihn Immun-Mix.

Weiterscrollen, um zum nächsten Artikel zu gelangen