O Tannenbaum, O Tannenbaum

Alternativen zum klassischen Weihnachtsbaum

Stand: 13.12.2019 (13.12.2019)

Empfehlen über:

Weihnachten rückt jeden Tag ein Stücker näher und längst brennen die Kerzen auch schon vor dem 24. Dezember am Tannenbaum. Doch wie nachhaltig ist es, sich für ein paar Tage ein bisschen Wald in die eigenen vier Wände zu holen? Geht hier nichts über die Tradition?

Zugegeben, der Duft von frischer Tanne, ja das ist herrlich! Und darauf möchten auch wir,  in der für viele schönsten Jahreszeit, nicht verzichten. Allerdings sind die meisten Weihnachtsbäume, rund 30 Millionen werden in Deutschland verkauft (Quelle: nabu.de), aus dem herkömmlichen Verkauf in Weihnachtsbaumkulturen angepflanzt, stark gespritzt und gedüngt… Und das stellen wir uns dann ins Wohnzimmer.

Weihnachtsbaum: Welche Alternativen gibt es?

 

Regional kaufen: Der NABU empfiehlt heimische Fichten, Kiefern oder Tannen zu kaufen, die auf sogenannten Sonderflächen unter Strom- oder Leitungstrassen wachsen. Sie gehören zu den regionalen Forstbetrieben, außerdem punkten sie mit kurzen Transportwegen.

Bio kaufen: Außerdem gibt regionale Weihnachtsbäume aus ökologisch bewirtschafteten Weihnachtsbaumkulturen, die aber noch relativ schwer zu finden sind. Bei Robin Wood können Sie Anbieter ökologischer Weihnachtsbäume in Ihrer Nähe finden: www.robinwood.de/schwerpunkte/okologische-weihnachtsbaume

Leihen statt kaufen: Das Angebot an Leihtannenbäumen wächst stetig. Sie leihen also Ihren Weihnachtsbaum im Topf in einer lokalen Baumschule, Försterei oder Gärtnerei und geben ihn nach den Feiertagen wieder zurück. Dabei gibt es ein paar Punkte bei der Planung zu beachten, wie zum Beispiel den Baum langsam an die höheren Temperaturen im Wohnzimmer zu gewöhnen. Und auch hier: Auf nachhaltigen Anbau achten!

Pflanzen statt kaufen: Anstelle eines abgeholzten Weihnachtsbaums im heimischen Wohnzimmer könnten Sie auch einen Baum pflanzen (lassen), nach dem Motto „Bäume pflanzen fürs Klima“. Organisationen gibt es einige, UTOPIA hat hier mal zusammengefasst: utopia.de/ratgeber/baeume-pflanzen-fuers-klima-empfehlenswerte-organisationen/

Holz kaufen: Eine nachhaltige Idee ist es, einen Holzchristbaum zu kaufen. Die Auswahl ist groß und er lässt sich jedes Jahr wieder aufstellen und neu in Szene setzen. Tolle Holzbäume von 20 bis 140 Zentimeter aus nachhaltiger Produktion gibt es beispielsweise bei Mia Vico.

Selber anpflanzen: Wer über einen grünen Daumen verfügt, der / die kann ja mal darüber nachdenken, selber einen Baum zu Hause im Topf zu züchten, als Weihnachtsbaum zu nutzen und später in den Garten zu pflanzen. Entsprechende Ratgeberliteratur hilft hier sicherlich weiter.

Selber basteln: Wie bei der Alternative Holzchristbaum so sind auch der eigenen Kreativität keine Grenzen gesetzt: Sie könnten beispielsweise einen Weihnachtsbaum an die Wand zeichnen oder kleben, könnten ihn aus Alltagsgegenständen basteln oder, oder, oder. Hier gibt es auf Social Media Plattformen wie Pinterest oder Instagram viele tolle Ideen!

Bitte nicht: Vom Plastikweihnachtsbaum, der auch immer beliebter wird, raten wir ab: lange Transportwege, schlechte Produktionsbedingungen für die ArbeiterInnen und Umwelt vor Ort, billiges Plastik stehen ganz oben auf der Kontraliste.

Kein Weihnachtsbaum ohne Schmuck?

Genau, hier geht es weiter. Unser Tipp: Verzichten Sie auf Lametta und Plastik. Basteln Sie auch hier lieber selber: Papier- und Strohsterne, Anhänger aus Salzteig, natürliche Materialien wie Tannenzapfen oder getrocknetes Obst machen sich herrlich am Weihnachtsbaum. Glaskugeln sind eine Alternative zu Plastikkugeln. Und: Verwenden Sie Ihren Baumschmuck mehrere Jahre!

Und leuchten soll er auch?

Dann lieber LED- anstelle von herkömmlichen Lichterketten. Wer sich für Kerzen entscheidet, kann auch hier auf nachhaltige Kerzen zum Beispiel aus Bienenwachs achten. Meistens benötigt man weniger Kerzen als es Lichter an einer Lichterkette gibt.

Empfehlen über: